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60 Jahre KWA - Warum ich bei KWA arbeite
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Ein Arbeitstag im KWA Stift im Hohenzollernpark
Im KWA Stift im Hohenzollernpark in Berlin zeigt sich Tag für Tag, was ein gutes Leben im Alter ausmacht: persönliche Zuwendung, gelebte Gemeinschaft und ein Umfeld, in dem sich Menschen gesehen und zuhause fühlen. Ein Blick in den Alltag eines Hauses, das mehr ist als ein Ort zum Wohnen – ein echter Gefühlsort.

Betreuungsfachassistenz Claudia Adamek in ihrem Element
Berlin, 10. März 2026
Der Tag im KWA Stift im Hohenzollernpark im Berliner Kiez Schmargendorf beginnt im grünen Salon. Licht flutet in den Bewohnertreff mit dem warmen Holzparkett. An der Decke hängt ein Frühlingsgebinde aus Zweigen und leuchtend roten Tulpen. An zwei Tischen sitzen sechs hochbetagte Damen mit Demenz in ihren Rollstühlen beim Frühstück. Betreut werden sie von Claudia Adamek. Die Betreuungsassistentin arbeitet seit zehn Jahren im KWA Stift im Hohenzollernpark – und ist ganz offensichtlich eine echte Frohnatur. „Wir lachen hier viel“, sagt sie und säubert einer Dame die Finger. „Das ist Elisabeth, mein Liebling. Sie ist fast immer gut drauf“, erklärt Claudia. Elisabeth ist 101 Jahre alt und die einzige Bewohnerin, die Claudia mit Vornamen anspricht. Denn auf ihren Nachnamen hört sie nicht mehr. Elisabeth hat in ihrer Demenz eine Art eigener Sprache entwickelt. Ihr noch bekannte Worte wie „viel“ oder „sehr“ wiederholt sie immer wieder. Sie wirkt sehr zufrieden und isst mit sichtbarem Appetit ein Croissant. Wenn die Betreuungsassistentin sie anspricht, leuchten Elisabeths Augen.

Die 61-Jährige Claudia ist eine Spätberufene. „Schon mit 16 Jahren wollte ich in die Altenpflege.“ Doch das war damals für sie nicht möglich. Stattdessen absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin und arbeitete fast dreißig Jahre in diesem Beruf. Doch ihr jugendlicher Berufswunsch ließ sie nie wirklich los. Mit Ende 40 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Betreuungsassistentin. Seitdem kümmert sie sich 30 Stunden die Woche unterstützungsbedürftige Menschen. Im Berliner Wohnstift deckt sie viermal am Tag den Tisch, verteilt beim Frühstück die Zeitungen, hilft beim Lösen von Kreuzworträtseln und bastelt mit den ihr anvertrauten Menschen Blumen aus Eierkartons, die sie gemeinsam mit leuchtend roter Farbe anmalen. „Ich bin hier beruflich endlich angekommen und auch wenn es immer wieder herausfordernd ist, macht mich meine Arbeit zufrieden.“
Den Eindruck der Zufriedenheit vermittelt auch Hakan Günay. Der 49-jährige Elektriker arbeitet als stellvertretender Leiter Haustechnik im KWA Stift im Hohenzollernpark. Im Festsaal steht er gemeinsam mit Bewohnerin Margit S. und Brigitte G., Fachbereichsleiterin Gymnastik und Tanz bei der Berliner Turnerschaft. Beide Damen werden in Kürze an einer Tanzveranstaltung mehrerer Gymnastikgruppen der Berliner Turnerschaft im Festsaal teilnehmen. Vor Hakan steht ein Laptop, aus den Lautsprechern links und rechts erklingt „You’re the one, that I want“, der Hit von John Travolta und Olivia Newton-John aus dem Musical „Grease“. Der Haustechniker zieht die Stirn kraus. Es geht um die Zusammenstellung von Musikstücken für die Tanzdarbietung. Aber die Technik hakt, trotz eigens eingerichtetem WLAN-Hotspot. Hakan muss eine Liste erstellen, aus der jeder Song auch einzeln gestartet werden kann. Margit S. und Brigitte G. blicken dem sympathischen Haustechniker geduldig über die Schulter. „Ich probiere noch etwas anderes aus“, sagt Hakan Günay und stellt ein Digitalradio auf die Bühne, in das er einen USB-Stick steckt. Das ist die Lösung! Jeder Song lässt sich nun auch direkt ansteuern. „Der Techniker ist einfach unverzichtbar“, sagt die 78-jährige Margit S. – und Hakan schmunzelt. Es sind solche kleinen oder auch größeren Einsätze im Haus, die seinen Arbeitstag bestimmen.
„In der Haustechnik sind wir zu zweit. Dazu kommt unser Gärtner Bernd Neumann, der uns immer mal wieder unterstützt. Und wenn es um die Elektrik, um sanitäre Probleme oder auch kleinere Malerarbeiten geht, sind wir zur Stelle. Ich arbeite gerne hier. Man muss flexibel sein. Aber genau das macht ja oft auch den Reiz aus“, berichtet er. Wenig später steht er am Brunnen vor dem Haus und überprüft die Auslaufrinnen. Am Tag davor hat er gemeinsam mit Bernd Neumann die Wasserpumpe repariert. Keine Minute später fährt der Gärtner auf seinem Rasentraktor vor. „Läuft alles?“, fragt Bernd und steigt ab. „Läuft“, erwidert Hakan. Sein Kollege steht kurz darauf schon wieder im Stiftspark und beschneidet Hecken. Auch Bernd Neumann ist bereits seit über zehn Jahren im Charlottenburger Wohnstift tätig. Er pflegt den Stiftspark mit den Bänken und Minigolf-Bahnen, vertikutiert, mäht den Rasen und pflegt den Teich.
Immer ein offenes Ohr für die 171 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnstifts hat Nadin Collowino. Heute führt die Kundenbetreuerin und ausgebildete Pflegefachfrau die Interessentin Brigitte B. durch das moderne Wohnstift. Die 81-Jährige ist seit Kurzem verwitwet und möchte sich das Haus ansehen, das ihr von Freunden empfohlen wurde. Nadin zeigt ihr zunächst das Café-Restaurant, die Bibliothek und den Festsaal, den Weg zur hauseigenen Physiotherapie und berichtet dabei auch vom ehrenamtlichen Stiftsbeirat, dem Bindeglied zwischen Stiftsdirektion und Bewohnerschaft. Im Untergeschoss führt sie die ältere Dame, die als Psychologin über 30 Jahre lang Gutachten für Gerichte erstellt hat, zum Schwimmbad, zum Fitnessraum und zur Kegelbahn, in der jeden Mittwoch die Kugel rollt.
Im ersten Stock präsentiert die Kundenbetreuerin eine gerade frei gewordene Wohnung. Sie besteht aus einem großen Zimmer, einem Bad und einer kleinen Küche. Der Balkon bietet einen direkten Blick auf den eingewachsenen Stiftspark. Brigitte B. nickt und sagt: „Es ist schön hier!“ Nach der Besichtigung des Dachgeschosses mit einem lichtdurchfluteten Raum, der von Bewohnern für Geburtstage oder andere Feiern gebucht werden kann, geht es mit dem Fahrstuhl wieder ins Erdgeschoss und ins Büro von Nadin. Hier erzählt Brigitte B., dass sie in den nächsten zwei Jahren ihr Haus verkaufen und dann in das KWA-Wohnstift einziehen möchte. „Eineinhalb bis zwei Jahre Wartezeit sind in unserem Wohnstift zurzeit normal. Wenn Sie sich für eine Wohnung bewerben möchten, sollten sie es bald tun“, erklärt die Kundenbetreuerin. „Ich möchte am liebsten gleich mein Interesse bekunden“, sagt die ältere Dame. Nadine Collowino überreicht ihr die Unterlagen: „Lesen Sie sich alles in Ruhe durch und rufen Sie mich dann bei Fragen immer gerne an.“ Was hat Brigitte Baumgärtel für das KWA-Haus eingenommen? „Die Menschen. Allen, denen wir begegnet sind, waren so freundlich und scheinen gerne hier zu wohnen.“ Nadin nickt und ergänzt: „Es ist wirklich ein warmer Ort hier, ein Gefühlsort!“ – Und das von morgens bis abends.
Neben der für sie wie maßgeschneiderten Wohnungsgröße schätzen die beiden auch die individuell angepassten Einbauschränke und die Küche. „Die ist für mich ideal, weil ich mich auf einer Inselküche, wie sie Freunde von uns haben, nicht so gut zurechtfinde“, sagt Wolfgang Habel. Das breite Kulturprogramm im Wohnstift an der Hochstraße nutzen beide gerne. In Kürze fährt das Paar für einige Tage in die eigene Wohnung nach Bad Reichenhall. Von dort geht es dann zu einigen klassischen Konzerten. Und danach hat das Paar im Bielefelder Wohnstift viel zu erzählen. Kein Zweifel: Renate Habel-Pollen und Wolfgang Habel leben nun im KWA Caroline Oetker Stift genau so, wie sie es wollen.
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