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Fragen an Christoph Burkhardt

Im Gespräch: KWA-Prokurist Christoph Burkhardt

KWA-Prokurist Christoph Burkhardt

KWA-Prokurist Christoph Burkhardt

Unterhaching, 30. März 2024

Könnten Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang erzählen und dabei auf ein Schlüsselerlebnis eingehen, von welchem Sie rückwirkend am meisten gelernt haben?

Christoph Burkhardt: Bei PricewaterhouseCoopers gab es praktisch nie Diskussionen über Deadlines, Aufgabenverteilungen oder Arbeitsumfang. Als Kaufmännischer Leiter eines mittelständischen Dienstleistungsunternehmens bin ich dann anderen Anforderungen und Erwartungshaltungen an mich als Führungskraft begegnet. Durch Neugier, Offenheit und Pragmatismus, ebenso wie durch mein Interesse an den Menschen, bin ich in diese Welt hineingewachsen. Heute bei KWA arbeite ich unheimlich gern mit anderen Menschen zusammen und lerne viel Neues. Zum Beispiel, dass eine heterogene Teamstruktur spannende Lösungsansätze liefert.

Wie identifizieren Sie sich mit den Zielen und der Vision von KWA, und welchen Beitrag glauben Sie, dass Sie persönlich leisten können?

KWA hat eine klare Positionierung. Wir möchten zu den besten Anbietern zählen, wenn es um das selbstbestimmte Leben im Alter geht. Für mich ist in diesem Zusammenhang klar: Die Leistung am Bewohner und damit den Ertrag des Unternehmens erbringen die wunderbaren Kolleginnen und Kollegen in den KWA-Einrichtungen und nicht wir in der Unternehmenszentrale. Dabei ist das Arbeitsumfeld in den Einrichtungen nicht einfach die emotionale Belastung ist hoch. Gerade deshalb sehe ich meinen Verantwortungsbereich Buchhaltung und Controlling als Dienstleistungsabteilung. Wir tragen dazu bei, dass die Einrichtungen gute Leistungen erbringen können. Je besser unsere Dienstleistungen sind, desto besser können auch die Kolleginnen und Kollegen dort wirken. Ein Beispiel: Damit ein Koch in einem KWA-Wohnstift gutes und leckeres Essen zubereiten kann, braucht er Zeit. Und deshalb soll er sich so wenig wie möglich um administrative Aufgaben wie die Bearbeitung von Eingangsrechnungen kümmern. Hier kommen wir ins Spiel und unterstützen, indem wir alle Verwaltungsprozesse so weit wie möglich digitalisieren.

Der 7. Sinn bei KWA ist die Freude. Was ist ihr 7. Sinn? Warum ist heutzutage Freude im Berufsalltag wichtiger denn je?

Wenn ich an den 7. Sinn denke, kommt mir zunächst die gleichnamige TV-Sendung aus den 1960er Jahren in den Sinn. Mein siebter Sinn ist Humor. Und der darf im Arbeitsalltag auf keinen Fall verloren gehen. In einem ausgesprochenen Arbeitnehmermarkt entscheiden sich Menschen bei vergleichbaren Rahmenbedingungen eher für ein Unternehmen, bei dem ihnen das Arbeiten Freude macht. Und die Generation Z muss ich als Arbeitgeber zunächst einmal überzeugen und dann auch mit einbeziehen. Beschäftigte merken rasch, ob eine Führungskraft ihre Aufgaben ernst nimmt oder Anforderungen einfach nur durchreicht. Freude im Beruf und Humor dürfen nicht auf der Strecke bleiben. Da wir mehr Zeit am Arbeitsplatz als zu Hause verbringen, muss das berufliche Umfeld auf jeden Fall passen.

Wie wird das Miteinander in Ihrer Unternehmenskultur gelebt und zeigt sich dabei im Arbeitsalltag?

Die strengen beruflichen Hierarchien der 1980er und 1990er Jahre haben ausgedient. Und zwar nicht nur für die Generation Z. Als Führungskraft muss ich heute viel mehr Coach und Berater als klassischer „Boss“ sein. Operativ leisten meine Mitarbeitenden ohnehin hervorragende Beiträge. Als Führungskraft muss ich mein Team zusammenhalten. Dafür sind Werte wie Vertrauen, Flexibilität und Wertschätzung das A und O. Für mich zählt nicht die Zeit, die ein Mitarbeitender anwesend ist, sondern das Ergebnis. Und dann ist es egal, ob er seine Arbeit in den Abendstunden leistet, wenn es tagsüber mal einen dringlichen privaten Termin gibt. Wichtig ist, dass die Arbeitszeit effizient und effektiv genutzt wird.  Aus meiner Zeit in der Unternehmensberatung ist mir die Einstellung „Wo, wann und wie du arbeitest, interessiert hier keinen, Hauptsache nächste Woche sind die Unterlagen fertig“ wohlbekannt. Daraus ergibt sich eine gehörige Portion Flexibilität, die ich gerne gewähre. Meine Mitarbeitenden schätzen genau das sehr. Und damit heben wir uns als KWA auch im Markt ab.

 

„Einer für Alle und Alle für einen!“ – Was ist heutzutage in einem modernen Unternehmen im Umgang mit Kolleginnen und Kollegen nicht mehr wegzudenken?

Mobiles Arbeiten, Teams, Smartphone. Humor und Freude beim Arbeiten. Unabdingbar sind für mich auch Vertrauen, Kommunikation auf Augenhöhe, Flexibilität. Und natürlich Transparenz in dem, was man als Team tut.

Welche Herausforderungen müssen sich Arbeitgeber im Bereich des senior livings (Gesundheits- und Sozialwesens) mehr und mehr stellen? Und warum ist es so wichtig, manchmal outside-the-box zu denken?

Nicht nur für unsere Branche ist die Mitarbeiterbindung derzeit die größte Herausforderung. Denn die beruflichen Optionen für gut ausgebildete Menschen sind enorm. Ein neuer Job ist oft nur ein Telefonat entfernt. Als gute Führungskraft muss es mir deshalb gelingen, die Fluktuation niedrig zu halten. Das bedeutet: auf Augenhöhe kommunizieren und meinen Kolleginnen und Kollegen jederzeit Respekt und Wertschätzung entgegenbringen.

Fahrrad oder Auto? Was würden Sie wählen?

Wir leben auf dem Land, leider mit unzureichender öffentlicher Verkehrsanbindung. Mit zwei Teenagern ist da ein Auto fast schon „Pflicht“. Da meine Frau als Lehrerin keine Chance hat, den beruflichen und privaten Alltag mit öffentlichen Verkehrsmitteln unter einen Hut zu bringen, nutzen wir zwei Autos. Einem E-Fahrzeug stehe ich positiv gegenüber, eine Wall Box ist vorhanden und einsatzfähig. Privat besitze ich ein E-Bike, mit dem ich gern durch die Natur radle und dabei abschalten kann.

Früher Vogel oder Nachteule?

Beides – ich gehe spät schlafen und stehe früh auf J Mit zwei Teenagern ist langes Schlafen eher selten, dafür genieße ich die Ruhe am Abend.

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