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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA setzt bei spanischen Mitarbeitern auf Nachhaltigkeit und Integration

Pflegefachkräfte und Praktikanten aus Spanien sind bei KWA Kuratorium Wohnen im Alter in ein Netzwerk eingebunden – Freundschaftsvertrag mit spanischem Pflege-Berufsverband und Kooperationen mit spanischen Hochschulen von MdL Kerstin Schreyer-Stäblein bei Landtagsbesuch gewürdigt

München, 19. Dezember 2014. – Angesichts des Pflegefachkraftmangels in Deutschland einerseits und der hohen Arbeitslosenrate vor allem bei Jugendlichen in Spanien andererseits bemüht sich KWA Kuratorium Wohnen im Alter darum, gut ausgebildete Pflegefachkräfte von der iberischen Halbinsel für Einrichtungen in Deutschland zu gewinnen. Dabei kam es den KWA Vorständen Horst Schmieder und Dr. Stefan Arend von Anfang an darauf an, nachhaltige Lösungen zu schaffen: mit einer fundierten Vorbereitung mit  bestmöglicher Integration und Transparenz in den Arbeitsbedingungen.

Doch KWA will mehr: Schon während ihrer Ausbildung sollen spanische Pflegekräfte das Arbeiten in Deutschland als mögliche Perspektive in Betracht ziehen und sich rechtzeitig fachlich und sprachlich auf das Land vorbereiten. Deshalb setzen die KWA Verantwortlichen auf langfristig ausgelegte, von gegenseitigem Vertrauen und Achtung geprägte Kooperationen mit spanischen Institutionen.

In Zusammenarbeit mit Dr. Axel Klopprogge von der internationalen Beratungsgesellschaft Strategy for People mit Sitzen in Unterhaching und Saragossa kam es Ende 2013 zu Besuchen von KWA bei der privaten Hochschule „San Jorge“ in Saragossa sowie bei der staatlichen Hochschule Saragossa. Die Gespräche mündeten in schriftlich fixierten Vereinbarungen zu Kooperationen mit den Hochschulen. Im Februar 2014 folgte ein Gegenbesuch in Deutschland. So konnten Hochschulabsolventen der kooperierenden Schulen für die Arbeit in KWA Einrichtungen gewonnen werden sowie spanische Praktikanten, die hier in Deutschland Einrichtungen der Altenpflege und unser Pflegesystem kennenlernen wollten. Auch Vorlesungen von KWA Experten in Saragossa stehen auf der Agenda.

Publikationen, die den Einsatz von spanischen Pflegefachkräften in Deutschland zum Teil sehr kritisch darstellen, haben die KWA Verantwortlichen nachdenklich gestimmt. So stellten sie sich die Frage, was getan werden könnte, damit spanische Mitarbeiter ihre Interessen in Deutschland und bei KWA gut vertreten sehen. Gleichzeitig wollte man Vorurteile und Ängste abbauen. Um das zu erreichen, wurde ein Kontakt mit dem spanischen Berufsverband der Pflegefachkräfte „Illustre Colegio Oficial de Enfermeria de Zaragoza“ (OCEZ) aufgebaut.

Im Rahmen eines Besuchs des OCEZ-Präsidenten Juan José Porcar bei KWA in Unterhaching konnte nun zum Jahresende 2014 eine „Vereinbarung über freundschaftliche Zusammenarbeit“ geschlossen und damit eine weiterer wichtiger Schritt vollzogen werden, der beispielgebend sein kann. Neben dem Ziel, hinsichtlich aller mit der Arbeit der „Enfermas“ bei KWA in Deutschland verbundenen Herausforderungen gemeinsam nach Lösungen zu suchen, geht es bei der Vereinbarung auch um allgemeinen Austausch im Hinblick auf die Unterschiede und Entwicklungen in den nationalen Gesundheits- und Pflegesystemen. Deshalb wurden auch gegenseitige Einladungen zu Fachkongressen schriftlich fixiert sowie Besuche zum weiteren fachlichen Austausch. Bereits für Februar 2015 ist der nächste Gedankenaustausch in Saragossa geplant.

Diese Vereinbarung schlägt eine offizielle Brücke zwischen einem deutschen Arbeitgeber der Pflegebranche und spanischen Arbeitnehmervertretern. Das wurde von der Landtagsabgeordneten und stellvertretenden CSU-Fraktionsvorsitzenden Kerstin Schreyer-Stäblein gewürdigt: Sie führte den spanischen Enfermeras-Chef aus Saragossa Juan Josè Porcar, den stellvertretenden Dekan der spanischen Hochschule San Jorge Emmanuel Echániz, Dr. Axel Klopprogge, KWA Vorstand Dr. Stefan Arend und KWA Mitarbeiterin Christin Blechschmidt durch den Bayerischen Landtag. Sie ließ sich die Details der Vereinbarungen vorstellen und ermutigte die Kooperationspartner, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Auch für sie hat die nachhaltige Gewinnung von Mitarbeitern für die Pflege eine hohe Priorität.


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