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25 Jahre Mauerfall in Berlin

Am Nachmittag des 9. November 2014 waren 14 Schüler der Evangelischen Schule Neukölln und ihre Lehrerin Annette Malur zu Gast im KWA Stift im Hohenzollernpark: zum Start einer Ausstellung und zur Vorstellung eines Filmprojekts zur Berliner Mauer

Berlin, im November 2014. – Am 9. November 2014 jährte sich der – wohlgemerkt: friedliche – Fall der Berliner Mauer zum 25. Mal. Die Mauer hatte Berlin und seine Bewohner vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 in "Westberlin" und "Ostberlin" geteilt. Zum Jahrestag des Mauerfalls kamen nun 14 Schüler der Evangelischen Schule Neukölln und ihre Lehrerin Annette Malur ins KWA Stift im Hohenzollernpark. Etwa 70 Bewohner warteten im Festsaal gespannt auf die Vorführung des Films "In der ganzen Stadt ... Eine Spurensuche auf dem Berliner Mauerweg" im Rahmen einer Vernissage zur Ausstellung "Mauerfall". Den Film haben die jungen Gäste entwickelt und produziert.

Wie es zum Film gekommen war? Die Schüler der 11. Klasse hatten sich im Profilkurs Geschichte mit Fahrrädern auf die Spurensuche begeben: nach Zeitzeugen, Mauerresten und Mahnmalen, die etwas über die Zeit der Teilung erzählen können. Dazu inspiriert hatte sie ZDF-Redakteur Werner Gernot Doyé, der im Jahr 1986 mit dem Fahrrad die Mauer gefilmt hatte, von der Westberliner Seite. Diesen historischen Weg waren die Jugendlichen nun selbst mit dem Rad abgefahren. So wurde Geschichte real "erfahrbar" – im doppelten Wortsinn. 

Der Film der Neuköllner Schüler wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet

Von dieser einst schicksalsträchtigen und jetzt kaum noch sichtbaren Mauer haben die Schüler viele neue Erkenntnisse gewonnen. So berichten sie in ihrem Film von Begegnungen mit Menschen aus Ost und West und von allerlei interessanten Stätten. Dabei gestanden sie, dass sie manchmal Mühe hatten, den Verlauf der Mauer nachzuvollziehen. Besonders eindrucksvoll sind die Gegenüberstellungen von Orten an der Mauer 1989 und heute sowie die spontanen Interviews entlang der Mauer. Die Schüler wurden dafür mit dem Sonderpreis "Der freieste Gruppenbeitrag" der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO und der Bundesstiftung Aufarbeitung ausgezeichnet.

Auch die Stiftsbewohner zeigten sich beeindruckt: sowohl von den Gedanken der Schüler als auch von der filmischen Umsetzung. Unters Publikum gemischt hatte sich unter anderem KWA Vorstand Dr. Stefan Arend, der zur Veranstaltung aus München angereist war – in Begleitung seines sichtlich interessierten Sohnes. Ein herzliches Dankeschön von KWA geht an die Vorsitzende des Stiftsbeirats Ursula Meyer-Luyken. Sie hat maßgeblich an der Organisation dieser Veranstaltung mitgewirkt.

Reger Austausch der Generationen beim "Berliner Buffet"

Im Anschluss an die Filmvorführung und die Ausstellungseröffnung gab es ein „Berliner Buffet“, bestehend aus Vollkornhappen mit Schmalz, Röstzwiebeln und Schnittlauch, Pumpernickel mit Harzer Käse, garnierten Minibouletten, Gewürz- und Senfgurkenhappen aus dem Spreewald sowie Minipfannkuchen mit verschiedenen Füllungen.

So gab es an den Tischen noch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Dabei konnten die Schüler von Bewohnern erfahren, wie diese den Mauerbau, die Zeit danach und den Mauerfall erlebt haben. Dann waren die Schüler jedoch auch schon wieder an anderer Stelle gefragt: Sie waren Paten von einigen Ballons, die um 19.30 Uhr in den Himmel steigen sollten und hatten noch den Weg in die Innenstadt zurückzulegen.

Eine Fortsetzung der Gespräche ist geplant!


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