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Applaus, Applaus, für alle Fluthelfer!

Ehrung von Studierenden und Schülern des KWA Bildungszentrums für „Hands-on-Aktion“ bei der Flutkatastrophe in Passau

Unterhaching, 25. Juli 2014. – Wir alle brauchen permanent Wasser: zum Trinken, zum Kochen, zum Waschen – zum Leben! Deshalb freuen wir uns insbesondere in Trockenperioden über Regen. Nicht allerdings nach verregneten Wochen wie im Mai vergangenen Jahres. Und vor allem nicht, wenn uns die Natur so viel Regen schickt, dass Flüsse, Wiesen und Wälder die Wassermassen nicht mehr fassen können.

Anfang Juni 2013 wurde das „Jahrhunderthochwasser“ von 2002 in einigen Gebieten Deutschlands leider noch übertroffen. Unter anderem in Passau. Die Stadt und ihre Bewohner mussten die schlimmste Flut seit Jahrhunderten erleben, viele Menschen mussten evakuiert werden. Doch immerhin war nicht nur das Mitgefühl groß, sondern auch die Hilfsbereitschaft, als es darum ging, Straßen, Höfe und Häuser von Schlamm zu befreien. Auch Studierende der Fachakademie für Sozialpädagogik sowie Heilerziehungspflegeschüler des KWA Bildungszentrums in Pfarrkirchen waren mit ihrem Lehrer Karl Bauer vor Ort, um mit Schaufeln und Muskelkraft dazu beizutragen, verschlammte Häuser wieder bewohnbar zu machen.

Medaillen und Urkunden vom Freistaat Bayern für die Fluthelfer

Das Schuljahr hält Schüler und Lehrer auf Trab. Deshalb wurden die Fluthelfer erst jetzt zum Schuljahrsende offiziell für ihr Engagement zur Beseitigung der Hochwasserschäden geehrt, in der KWA Hauptverwaltung in Unterhaching: mit Medaillen und Urkunden des Freistaates Bayern, überreicht von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend und der Schulleiterin der Fachakademie für Sozialpädagogik Bettina Schmidbauer.

Die Initiatorinnen der Hilfsaktion erinnern sich noch gut an die schlimmen Fernsehbilder. Veronika Piller hat spontan vorgeschlagen, nach Passau zu fahren, um mitzuhelfen – und bei den Studienkolleginnen Ingrid Allwang und Martina Göth damit offene Türen eingerannt: Auch sie hatten den gleichen Gedanken. Die ganze Klasse F1 und auch vier Heilerziehungspflegeschülerinnen wollten mit. Nach Kontaktaufnahme der Klassensprecherin Martina Göth mit der studentischen Hilfsorganisation „Passau räumt auf“ wurde in Abstimmung mit Schulleiterin Bettina Schmidbauer Sportlehrer Karl Bauer damit betraut, Studierende und Schüler nach Passau zu begleiten.

Die Helfer wurden mit Bussen in die Altstadt gefahren, als das Wasser schon weg war: um Schlamm zu schaufeln und Möbel auszuräumen – gemeinsam mit Feuerwehrleuten und Freiwilligen des Technischen Hilfswerks. „Das war alles sehr gut organisiert“, sagt Martina Göth. „Wir wurden fürs Kinderheim an der Ortsspitze eingeteilt. Weil wir aber so viele waren, haben einige von uns auch in Wohnhäusern mitgeholfen.“ Ingrid Allwang erinnert sich noch gut an die Situation vor Ort: „Betroffene haben unter Tränen beschrieben, wie sie vergeblich versucht haben, Hab und Gut zu retten. – Und im Kinderheim war es nur traurig. Weil die Kinder als Waisen ja ohnehin ein schweres Schicksal haben.“ Als sie nach ihrem eintägigen Einsatz heimgefahren sind, war der komplette Innenhof des Kinderheims von Schlamm befreit und die Kapelle sogar schon ausgespült. Dass sie am Ende ihrer körperlichen Kräfte waren, haben die jungen Helferinnen erst am Abend gemerkt.

Große Anerkennung des Engagements durch KWA Vorstand

Bei der Ehrung wies KWA Vorstand Dr. Stefan Arend darauf hin, wie gut die „Hands-on-Aktion“ bei KWA Mitarbeitern und Bewohnern von KWA Einrichtungen angekommen ist: „Gerade ältere Menschen waren sehr beeindruckt von Ihrem Einsatz.“ Das Bildungszentrum sei KWA eine „große Herzensangelegenheit“, umso mehr freue er sich über so viel Engagement von Schülern und Studierenden. Arend überreichte die Medaillen, Schmidbauer die Urkunden.

Bei jedem Einzelnen gab es Beifall von den Studienkollegen. Die Geehrten waren sichtlich gut gelaunt, und zwar aus gutem Grund: Alle anwesenden Geehrten – außer Lehrer Bauer – waren frischgebackene Absolventen. Schulleiterin Bettina Schmidbauer zog in ihrer Ansprache ein überaus positives Resümee zur Arbeit mit der Klasse und betonte: „Die F1 wird immer etwas Besonderes bleiben. Es ist ja der erste Abschlussjahrgang, der jetzt nach zwei Jahren Fachakademie ins Berufspraktikum geht."

KWA sagt nochmals danke und wünscht allen Absolventen einen guten Start ins Berufspraktikum!

 

 


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