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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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„Ein Geschenk für alle, die hier leben dürfen"

KWA Parkstift Rosenau feierte 40-jähriges Jubiläum

Konstanz, 30.09.2013 „Alten Menschen neue Häuser bauen“ – so war im Jahr 1973 auf den Bautafeln zu lesen, die auf das gerade entstehende KWA Parkstift Rosenau hinwiesen. „KWA hat damals in vielfacher Hinsicht Neues gewagt“, sagte Dr. Stefan Arend, Vorstand von KWA Kuratorium Wohnen im Alter (KWA), in seiner Ansprache zum 40-jährigen Jubiläum. Insbesondere in Konstanz habe man einen Ort gefunden, der seinesgleichen sucht: auf historischen Grund, direkt am See, angebunden an eine Stadt mit großer Geschichte und zukunftsweisenden Perspektiven. Das alles sei den Persönlichkeiten zu verdanken, die vor 40 Jahren ihre Vision einer modernen Einrichtung für Senioren gegen so manche Widrigkeit in die Realität umgesetzt haben, so Arend weiter. Auch im Namen seines Vorstandskollegen Horst Schmieder begrüßte er die anwesenden „Pioniere von damals“: den KWA Gründervater Hermann Beckmann, den Architekten der Rosenau, Alexander Friemel, und Dr. Theodor Lüßling, ehemaliger Vorstand des Konstanzer Altenwohnstift e.V. „Die Rosenau und ihr Konzept seien noch immer hochmodern – vielleicht sogar moderner denn je, denn seit der Errichtung des „Pflegehaus Loretto“ und dem Betreuten Wohnen in 2003 biete KWA hier die ganze Bandbreite vom selbstständigen, barrierefreien Wohnen, über Leistungen des eigenen Ambulanten Pflegedienstes bis hin zur Pflege bei Schwerstpflegebedürftigkeit an." 

Und so konnten an diesem Tag gleich drei Jubiläen gefeiert werden: 40 Jahre KWA Parkstift Rosenau und 10 Jahre Haus Loretto bzw. Betreutes Wohnen. Für die bauliche Neugestaltung der Rosenau (Empfangshalle, Schwimmbad und Gartenanlage) habe man aktuell 1,85 Mio. Euro investiert, berichtete der Vorstand. Auch Dr. Peter Messmer, bis 2012 Sozialplaner im Sozialministerium Baden-Württemberg, hob in seinem Festvortrag über die verschiedenen Wohnformen im Alter die Versorgungsvielfalt der Konstanzer Einrichtung hervor. Hier sei jede Art von Lebensform abgedeckt.

Sichtlich stolz auf die hervorragend gelungene und von den Festgästen hochgelobte Umsetzung der Modernisierungsmaßnahmen zeigte sich Stiftsdirektor Herbert Schlecht, der die Gelegenheit nutzte, sich öffentlich bei Gerhard Schaller, dem Leiter der Abteilung Immobilien und Bau bei KWA, zu bedanken. Angesichts der Vielzahl der Gäste, darunter auch der Aufsichtsratsvorsitzende von KWA, Uwe Freiherr von Saalfeld, Aufsichtsratsmitglied Wolf-Dieter Krause sowie Konstanz’ Bürgermeister Dr. Andreas Osner, fand die Feier im zum Teil nach historischen Plänen zauberhaft umgestalteten Park statt. Herbert Schlecht ließ die Geschichte der Rosenau in seiner Ansprache Revue passieren und berichtete, dass die Nachfrage nach den derzeit 240 Wohnungen im Wohnstift groß sei, was auch die Belegungsrate von 96 Prozent bestätige. Er dankte auch den 200 Mitarbeitern des Hauses, „die dafür sorgen, dass sich unsere Bewohner in ihrem neuen Zuhause wohl fühlen“. Eine von ihnen ist Sybille Stephan aus dem Bereich Hauswirtschaft, die von der ersten Stunde an in der Rosenau beschäftigt ist und als Dank für ihre langjährigen Dienste einen Blumenstrauß überreicht bekam.

Wie wohl sich die Bewohner in der Rosenau fühlen, dass zeigte u.a. der Auszug eines Briefes, den eine Seniorin dem Stiftsdirektor zum Jubiläum geschrieben hatte: „Konstanz hat großes Glück gehabt, 1973 diese Einrichtung für Senioren erhalten zu haben und ich möchte Ihnen sagen, das ich sehr glücklich bin, hier meinen Le-bensabend verbringen zu dürfen“ hieß es darin. Das konnte der seit letztem Jahr im Haus lebende Stiftsbeiratsvorsitzende Dieter Klug nur unterstreichen. Er habe sich vom ersten Tag an hier zu Hause gefühlt, sagte er und dankte allen, die ihm das Einleben so leicht gemacht hatten. Sozialdezernent Axel Goßner fasste es in seinem Grußwort noch einmal mit folgenden Worten zusammen: „Es ist ein Geschenk für alle, die hier leben dürfen, in dieser bevorzugten Lage, direkt am Ufer des Bodensees.“ Dem stimmten auch Andreas Jung MdB und Bürgermeister Osner zu. „KWA und das Parkstift Rosenau erfreuen sich eines ganz besonderen Renommees in Deutschland“, so Osner. Konstanz sei stolz auf dieses große Angebot für ältere Menschen, das KWA hier realisiert habe und das ein wichtiger Bestandteil der Stadt sei. Die Verbundenheit zeige sich u.a. in der konstruktiven Beteiligung des Stifts an der Weiterentwicklung des regionalen Versorgungsnetzes.

Nach dem offiziellen Teil wurde dann bis weit nach Mitternacht gefeiert. Küchenchef Pius Wolf hatte mit seiner Mannschaft ein Buffet gezaubert, das fast zu schön zum Essen war – Fingerfood vom Feinsten. Und natürlich darf bei solch einem Fest auch die Musik nicht fehlen. Dafür sorgte die Freiburger Jazz-Formation „Angela Avetisyan 4-tet“, die zwischenzeitlich am Schlagzeug Unterstützung von einer Bewohnerin des Parkstifts erhielt. Elsa Ballmann war früher Berufsmusikerin (Schlagzeug und Konzertgitarre), hatte jedoch die letzten 40 Jahre nicht gespielt. „Die jungen Musiker haben mir so gut gefallen, dass ich ganz plötzlich die Idee hatte, mit ihnen zu spielen“, sagte die Seniorin. „Nach dem dritten Takt war alles klar.“ Einfach sensationell, so die einhellige Meinung der Musiker und des gesamten Publikums. So schön kann Alter sein!


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