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60 Jahre KWA: Feine Feier hoch über München

Kuratorium Wohnen im Alter feierte in München sein 60-jähriges Bestehen mit rund 200 Gästen und einem fantastischen Menü, das die eigenen Werte betonte.

Unterhaching, 27. Juni 2026

Es war einer dieser herrlichen Sommerabende, wie gemacht für eine stilvolle Geburtstagsfeier. Zum 60-jährigen Bestehen hatte Kuratorium Wohnen im Alter in die exklusive Eventlocation MÜNCHEN HOCH5 geladen. Rund 200 Gäste waren gekommen, darunter die Direktorinnen und Direktoren der 17 KWA-Wohnstifte, Mitarbeitende, Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Reihe von Gästen aus Politik, Gesundheitswirtschaft und Pflegebranche. 

Der Auftakt war betont locker: Sekt, kleine Häppchen, ein erster Austausch der Gäste. Die Küche unter Leitung von Jesco Schambach schickte unter anderem eine Mini-Quiche mit Ochsenschwanz und Sommertrüffel sowie, für die vegetarischen Gäste, eine gegrillte Auberginenrolle auf die Dachterrasse. 

Sechs Jahrzehnte mit einem besonderen Selbstverständnis

Anschließend begrüßte KWA-Vorstand Dr. Johannes Rückert die Gäste. Er hob er insbesondere das Selbstverständnis, die Gründe für sechs erfolgreiche Jahrzehnte und die Einzigartigkeit von KWA in der Branche hervor: „Das Geheimnis unseres Erfolges ist, dass KWA eine Brücke schlägt zwischen Sozialwirtschaft und Marktwirtschaft. Symbolisch ausgedrückt wird das durch unsere Rechtsform einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft, die schon im Begriff beide Pole miteinander verbindet. Einzigartig ist dabei weder, dass wir ein großes Sozialunternehmen sind, noch, dass wir als ein solches eine Aktiengesellschaft sind. Einzigartig ist, dass KWA ein gemeinnütziges Sozialunternehmen im Privatbesitz ist. Eigentümer von KWA sind unsere aktuell 53 Aktionärinnen und Aktionäre und es ist ein Zeichen ihres ehrenamtlichen Engagements, dass sie bewusst auf jeglichen finanziellen Vorteil aus diesem Eigentum verzichten. Dafür gebührt ihnen die Bewunderung und der Dank aller, die für KWA da sind und für die KWA da ist.“

Vor diesem Hintergrund leitete Rückert das Selbstverständnis von KWA ab, das im Sozialsektor durchaus einzigartig ist: Weil die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohn- und Pflegestifte ihren Platz in der Regel selbst zahlten, seien sie echte Kunden und das Unternehmen fühle sich ihnen unmittelbar verpflichtet, mehr noch als den jeweiligen sozialstaatlichen Vorgaben. Das mache KWA weitgehend unabhängig von den Unwägbarkeiten der nächsten Pflegereform, über die zurzeit wieder diskutiert wird.

Beatrix Zurek, Leiterin des Münchner Gesundheitsreferats, betonte in ihrer Rede für die Landeshauptstadt, dass KWA aus der Stadtgesellschaft nicht mehr wegzudenken sei. Sie dankte KWA mehrfach für eine Arbeit, die nicht bloß Erwerbsquelle, sondern Passion sei. „KWA gibt auf drängende sozial- und gesundheitspolitische Fragen verlässliche Antworten und engagiert sich, was gern übersehen wird, auch in der Pflegeausbildung – ein Bereich, in dem Personal seit Langem knapp ist.“

KWA-Vorstand Dr. Johannes Rückert hob in seiner Rede die Einzigartigkeit von KWA hervor.
Beatrix Zurek, Leiterin des Münchner Gesundheitsreferats, dankte KWA für eine Arbeit, die echte Passion sei.

Ein Menü, das die Werte von KWA erzählt

Nach diesen Auftaktreden ging es für die Gäste eine Treppe tiefer in den Saal, an festlich gedeckte Tische. Hier übernahm das Küchen-Team um Jesco Schambach die Dramaturgie. Jeder Gang war einem der KWA-Werte zugeordnet – Freude, Wertschätzung, Gemeinschaft, Kontinuität, Zielorientierung und Sicherheit. So stand das Amuse Bouche für die Freude, die gegrillte Jakobsmuschel als Vorspeise für die Wertschätzung und das wunderbar cremige Risotto mit Pilz-Texturen, Parmesanespuma und Petersilienöl für die Gemeinschaft. Der Hauptgang – ein lang gereiftes Entrecôte von der Ayinger Färse – war der Kontinuität gewidmet, ein Käsegang der Zielorientierung, und zum Abschluss verbarg eine goldene Haube einen Kern aus köstlichem Valrhona-Schokoladenmousse mit Kirsch-Gel-Kern: die Sicherheit. Jeden Gang gab es auch als vegane, allergenfreie Variante. 

KWA-Wert Freude: Lachstatar-Praline mit Yuzu-Gel und Shiso-Blüte
KWA-Wert Wertschätzung: Gegrillte Jakobsmuschel mit Topinambur-Creme, fermentiertem Apfel und Haselnuss-Kugel
KWA-Wert Gemeinschaft: Risotto vom Acquerello-Reis mit Pilz-Texturen, Parmesan-Espuma und Petersilienöl
KWA-Wert Kontinuität: Dry-aged Entrecote von der Ayinger Färse im Kräutermantel mit Kakao-Nibs-Jus, glacierte Baby-Rüben, Sellerie-Vanille-Püree und Münchner Hollandaise
KWA-Wert Zielorientierung: Terrine vom Ziegenkäse mit Aschekern, Feigenkompott, Portweingel und Gewürz-Cracker
KWA-Wert Sicherheit: Goldene Kugel aus Valrhona-Schokoladenmousse mit Kirsch-Gel-Kern und Mandelknusper, serviert auf Kakaobohnenerde und Weinbergpfirsich

Rückblick, Anerkennung und Wertschätzung

Zwischen den Gängen blickte zunächst Prof. Dr. Manfred Matusza, Vorsitzender des Aufsichtsrats, auf sechs Jahrzehnte KWA zurück. Von Beginn an sei KWA von einer starken Idee getragen worden: das Leben im Alter würdevoll, selbstbestimmt und lebenswert zu gestalten. In 60 Jahren sei daraus eine beachtliche Organisation gewachsen: mit Wohnstiften in ganz Deutschland, der bewussten Verzahnung von medizinischer Kompetenz und Wohnen und der Gründung von KWA Club. Gerade die schwierigen vergangenen Jahre, sagte Matusza, hätten gezeigt, wie tragfähig diese Gemeinschaft sei. KWA sei ein erfolgreiches Unternehmen – „vor allem aber eine Gemeinschaft von Menschen für Menschen".

Einen Gang später übernahm Klaus Holetschek, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bayerischen Landtag, das Mikro. Er vertrat den kurzfristig verhinderten Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume. „Wenn es KWA nicht gäbe, müsste man es erfinden", sagte Holetschek. Seinen Respekt richtete er an die Beschäftigten der Branche: Für ihn seien sie „wahre Helden", weil sie einen Dienst an Menschen leisteten – ein Satz, der an diesem Abend hängen blieb.

KWA-Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. Manfred Matusza warf in seiner Rede einen Blick auf sechs Jahrzehnte Unternehmensgeschichte.
KWA-Aktionär Klaus Holetschek lobte die Mitarbeitenden in der Altenpflege als die "wahren Helden".

Ein Jubiläum als Blick nach vorn

Womit der Bogen zurück zum Auftakt der Geburtstagsfeier reichte. „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen", hatte Dr. Rückert in seiner Rede den französischen Schriftsteller Guy de Maupassant zitiert. 60 Jahre nach der Gründung war das Jubiläum auch ein starkes Statement für ein erfolgreiches Geschäftsmodell.

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