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Einge Mitarbeiter von KWA

Andrea Wurm Nachfolgerin von Manfred Zwick im KWA Albstift Aalen

Unter den Ehrengästen bei der Feier zur Schlüsselübergabe: KWA Vorstand Dr. Stefan Arend, der Bürgermeister der Stadt Aalen Karl-Heinz Ehrmann und Oberbürgermeister a. D. Ulrich Pfeifle. Musikalische Umrahmung durch das Duo >con emozione<.

Aalen, 25. März 2019. – Bei der Feier zur Schlüsselübergabe wurde nicht nur die neue Stiftsdirektorin, Andrea Wurm, offiziell in ihr Amt eingeführt, sondern gleichzeitig ihr Vorgänger, Manfred Zwick, als Hausleiter verabschiedet. Er ist seit Januar Mitglied der KWA Geschäftsleitung am KWA Firmensitz in Unterhaching, nimmt nun übergeordnete Aufgaben war, in Bezug auf Personal und Pflege. Insgesamt waren 180 Gäste der Einladung gefolgt – darunter Vertreter von Kooperationspartnern sowie zahlreiche Mitarbeiter, Stiftsbewohner und Freunde des Hauses. Unter den Ehrengästen: KWA Vorstand Dr. Stefan Arend, der amtierende Bürgermeister der Stadt Aalen Karl-Heinz Ehrmann und Oberbürgermeister a. D. Ulrich Pfeifle. 

KWA Vorstand Dr. Stefan ArendKWA Vorstand Dr. Stefan Arend begrüßte die Gäste. Dass so viele gekommen waren, wertete er als Zeichen der Verbundenheit des Albstifts mit der Region, der Stadt und den Menschen. Das sei der Verdienst von Manfred Zwick und seinem Team. Als Pflegedienstleiter hat Zwick vor 23 Jahren im KWA Albstift Aalen zunächst Verantwortung für Begleitung und Pflege übernommen, im Jahr 2000 dann schließlich die Hausleitung. Als Stiftsdirektor habe er die Strukturen und Angebote konsequent weiter ausgebaut. Durch seine Expertise, sein großes Wissen und seine Fähigkeiten hat er, so Arend, nicht nur die Einrichtung hervorragend und sehr erfolgreich geführt, sondern auch Mitarbeiter geprägt und gefördert. 

Das Lob des Vorstands ging noch darüber hinaus: „KWA wäre heute ohne Sie und das Albstift nicht da, wo wir heute sind.“ Zwick habe die Senioreneinrichtung so geformt, dass sie immer wieder in der Fachwelt zitiert werde. Überdies werde Zwick als Experte von der Landes- und Bundespolitik gefragt, wenn es um die Weiterentwicklung von Pflege geht. Der von Zwick initiierte Betrieb einer Kindertagesstätte im Albstift – durch die Stadt Aalen – sei ein ganz besonderer Meilenstein in der Geschichte des Hauses. Die Berufung von Manfred Zwick zum Prokuristen von KWA ist laut Arend verbunden mit der Aufgabe, „all Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten konzernweit einzusetzen und zur Entfaltung zu bringen“.

Andrea Wurm übernimmt zum 1. April 2019 die Hausleitung im Albstift. Im Oktober 2000 wurde ihr hier die Leitung der Hauswirtschaft anvertraut, Mitte 2009 schließlich die Bereichsleitung Hauswirtschaft für ganz KWA. Die in Dillingen a. d. Donau Geborene hat nach einer Berufsausbildung zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin und erster Berufspraxis ein Studium der Betriebswirtschaft mit der Fachrichtung Controlling angeschlossen. Durch eine Zusatzausbildung im Qualitätsmanagement hat sich Andrea Wurm noch breiter aufgestellt und als Mitgründerin der Qualitätskonferenz Hauswirtschaft Dienstleistungsstandards und betriebswirtschaftliche Bewertungsinstrumente mitentwickelt. Aber auch Führungskräfteentwicklung, Organisationsentwicklung und Reorganisation von Dienstleistungsbereichen zählen zu ihren Fähigkeiten. 

Arend zitierte schließlich noch Aussagen der neuen Stiftsdirektorin, die sie für das KWA Unternehmensmagazin Alternovum getroffen hat. Andrea Wurm möchte sicherstellen, dass das KWA Albstift Aalen in der Region weiterhin als attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber wahrgenommen wird. Und als guter Lebensort für Seniorinnen und Senioren. Dazu seien immer wieder neue Ideen und Wege notwendig. Gleichzeitig möchte sie den knapp 200 Stiftsbewohnern und gut 200 Mitarbeitern „ein Gefühl von Sicherheit und Heimat“ vermitteln. Dazu wünschte der KWA Vorstand „alles erdenklich Gute und viel Erfolg“.

Karl-Heinz Ehrmann, Bürgermeister der Stadt AalenBürgermeister Karl-Heinz Ehrmann dankte dem scheidenden Stiftsdirektor für alles, was er für die Stadt und das Albstift getan hat. „Sie haben große Fußspuren hinterlassen. – Die laufenden Umbauarbeiten für den Parkplatz und für die Kindertagesstätte zeigen, dass das Albstift immer offen ist für Neues.“ Andrea Wurm wünschte er eine glückliche Hand. Der Mix von Jung und Alt mache im Albstift den Reiz aus. Dies werde auch in der Kooperation mit der Hochschule deutlich und mit dem KWA Jugendliteraturwettbewerb Aalen. 

25 Prozent der Bewohner von Aalen sind laut Ehrmann älter als 60, und es sei erkennbar, dass der Anteil dieser Altersgruppe weiter steigen wird. Die Stadt versuche, eine passende Infrastruktur bereitzustellen. Aktuell werde ein Leitbild für eine seniorengerechte Stadt entwickelt. Der Stadt-Seniorenrat – eine Arbeitsgemeinschaft, in der sich Bürger ehrenamtlich für die Belange älterer Menschen einsetzen – gebe diesbezüglich wichtige Hinweise. Der Seniorenratsvorsitzende Günter Höschle belegte durch seine Anwesenheit, dass er auch die Bewohner des Albstifts im Fokus hat. Ehrmann warb für Engagement. „Alle, die sich einbringen möchten, sind eingeladen. – Das Wissen und die Fähigkeiten von Senioren brauchen wir in unserer Gesellschaft“, so der Bürgermeister. Er schloss sein Grußwort mit einem Brecht-Zitat: „Man muss vom Alten lernen, um Neues zu machen.“

KWA Prokurist Manfred ZwickManfred Zwick, der scheidende Hausleiter, ließ seine Zeit als Stiftsdirektor Revue passieren. Als Beispiele für innerbetriebliche Meilensteine nannte er unter anderem die Einführung der Balanced Scorecard und das Magnethausmodell, welches die Gewinnung von Mitarbeitern stützt. Zur von Vorstand Arend bereits genannten Außenwirkung des Albstifts – weit über Aalen hinaus – benannte Zwick zwei besondere Veranstaltungen aus der jüngeren Vergangenheit: Am 17. Oktober 2018 war Manfred Zwick vom Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Andreas Westerfellhaus, nach Berlin geladen, als Diskutant einer Podiumsdiskussion, in der Schlüsselfaktoren guter Arbeitsbedingungen in der Pflege beleuchtet wurden. Am 6. Februar dieses Jahres war er beim baden-württembergischen Landespflegetag Referent zum Thema „Moderne Altenpflege – mit gutem Beispiel voran“. 

Während andere über Pflegekraftmangel diskutierten, ist es Manfred Zwick gelungen, die Zahl der Mitarbeiter im Albstift binnen zwei Jahren um 18 Prozent zu steigern. Sieben Schwangere haben ihn währenddessen auf die Idee mit der Kita in Räumlichkeiten des Seniorenstifts gebracht. Damit will er die Weichen für eine baldige Rückkehr von Eltern in die Berufstätigkeit im Albstift stellen. Zwick versteht nicht, warum andere nicht auf neue Ideen zur Fachkräftegewinnung und –bindung kommen. Diesbezüglich verwies er auf Albert Einstein, der die Position vertrat: Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind. Manfred Zwick sieht das ähnlich, sagt: „Probleme kann man niemals mit denselben Instrumenten lösen, durch die sie entstanden sind.“

Alles konnte und kann laut Manfred Zwick jedoch nur mit einem engagierten, motivierten Team gelingen. Probleme wurden im Albstift immer gemeinsam gemeistert. Dafür bedankte er sich explizit bei seinem Team. Zahlreiche Mitarbeiter der ersten Stunde nannte er namentlich, um ihre Leistung und die langjährige Verbundenheit mit dem Albstift besonders zu würdigen. Auch den Stiftsbewohnern dankte Zwick für das vertrauensvolle Miteinander, allen voran dem Stiftsbeirat, insbesondere den Vorsitzenden. Dies waren während Zwicks Zeit als Stiftsdirektor: Herr Lange, Dr. Erich Heynacher, Gertraud Kettermann und Norbert Fink. Zwicks weinendes Auge gilt all jenen Menschen, die ihn unterstützt haben und immer fair und ehrlich mit ihm umgegangen sind: Bewohnern, Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, dem Förderverein, Ärzten, Therapeuten, Kooperationspartnern, der Stadtverwaltung und dem Landratsamt. Zwicks lachendes Auge freut sich auf die Vielfalt der neuen Aufgaben.

KWA Stiftsdirektorin Andrea WurmAndrea Wurm, die neue Stiftsdirektorin, zeigte sich beeindruckt von den Leistungen ihres Vorgängers. Deshalb verstehe sie auch, dass man sich Kontinuität wünsche und dies auch im Rahmen von Glückwünschen zur neuen Position mehr oder wenig deutlich ausgesprochen wurde. „Man kann jedoch keine eigenen Fußspuren hinterlassen, wenn man in die Spuren anderer tritt“, so die neue Hausleiterin. 

Für ihren eigenen Weg brauche sie vielerlei Schuhe: alltagstaugliche Slipper für alles, was im Albstift Tag für Tag zu tun ist; Baustellenstiefel für die laufenden Bauprojekte; eventuell rosa Glitzer-Sneaker, um bei den Kita-Kindern zu punkten; schicke Pumps für die Highlights des Jahres im Albstift; stabile Kletterstiefel zur Erkundung von unbekanntem, schwierigem Terrain; Langstreckenlaufschuhe für die Ausdauer; Wanderschuhe für Ausflüge; Trachtenschuhe, wenn es heimatlich wird. „Das Wichtigste sind aber Hausschuhe“, so die neue Stiftsdirektorin, „damit sich unsere Bewohner hier zu Hause und geborgen fühlen.“ Von den Mitarbeitern wünscht sich Andrea Wurm Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Und: „Dass wir gemeinsam für neue Ziele brennen.“

Norbert Fink, der Beiratsvorsitzende des Albstifts, hielt eine Rede, die gleichermaßen von Ernsthaftigkeit und Humor geprägt war. Dabei ging er auf die aktuelle Umbruchsituation ein: den Wechsel in der Hausleitung von einem Mann zu einer Frau; den Einzug von Kindern unter das Dach des Albstifts; die Umbauarbeiten in der Pflege. „Für uns Alte sind diese Ereignisse von unterschiedlichen Gefühlen begleitet“, so Fink. Die Integration einer Kindertagesstätte nannte der Stiftsbeiratsvorsitzende „das Ergebnis einer mutigen Entscheidung, um Mitarbeiter langfristig ans Haus zu binden“. Das komme den Bewohnern zugute. 

Ein Großteil des Umbruchs gehe auf Manfred Zwick zurück. Als Anerkennung verlieh der Stiftsbeirat dem „Stiftsdirektor a. D.“ eine Urkunde. Eine Dame des Beirats hängte ihm zudem eine Medaille um. Die Vorderseite zeigt das KWA-Logo und Lorbeer. Auf der Rückseite ist zu lesen: Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Stiftsbeirat. Für allgemeine Erheiterung sorgte die Übergabe eines Blatts, auf dem mit großen Lettern „GELÖSCHT“ stand. Es bezog sich auf eine Liste von unerledigten Wünschen und Aufgaben, die der Beirat Manfred Zwick angetragen hatte. Noch größer war das Gelächter als Norbert Fink wenige Minuten später Andrea Wurm für ihr neues Amt viel Glück und Erfolg wünschte – und ihr die Liste übergab, die man Manfred Zwick erlassen hatte, sodass er sich frei von „Altlasten“ neuen Aufgaben widmen kann. – Andrea Wurm bewies Sportsgeist, nahm die Liste mit einem Lächeln an. 

Die Mitarbeiter des Albstifts trugen wesentlich zur gelungenen Schlüsselübergabe bei. Aus der Stiftsküche kam eine spektakuläre Torte in Schlüsselform – die beim anschließenden Sektempfang von Manfred Zwick, Andrea Wurm, sowie Bewohnern, Mitarbeitern und Gästen verzehrt werden durfte. Das war aber längst nicht alles: Für Manfred Zwick hatten die Mitarbeiter eine Collage mit Bildern aus seiner Zeit im Albstift gestaltet und mit einer riesigen roten Schleife geschmückt. Zudem bekam Zwick – in der KWA-Farbe Blau – ein dickes Buch: gefüllt mit Geschichten, Erlebnissen und Anekdoten zu seiner Zeit im Albstift, verbunden mit guten Wünschen. Genauso herzlich wie das Abschiedsgeschenk fiel das Willkommensgeschenk der Mitarbeiter für Andrea Wurm aus: Gabi Hannemann spannte einen regenbogenfarbenen Schirm über ihr auf, Pflegedienstleiterin Birgit Northoff verkündete – als Sprecherin der Mitarbeiter – die Bedeutung: Man werde der neuen Hausleiterin stets den Rücken stärken, sie nie im Regen stehen lassen. Mitarbeiter verschiedener Abteilungen hängten als Morgengabe für die neue Chefin des Albstifts kleine Geschenke an den Schirm. 

Das Duo &amp;gt;con emozione&amp;lt; gratuliert Manfred Zwick und Andrea Wurm.Zum Start, zwischendurch, und zum Abschluss des offiziellen Parts unterhielt das Duo >con emozione< mit Musik. Für den scheidenden Hausleiter gab es ein „Leb wohl, Matrose“. Beiden Hauptpersonen der Schlüsselübergabe galten Zeilen von Theodor Fontane. „Wunsch“ und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ – vertont und gespielt vom Pianisten des Duos, Norbert Fietzke. Der äußerst empathische und gefühlvolle Gesang kam von seiner Partnerin, Sopranistin Liane Fietzke. Das Havelland ist die Heimat des Duos. Doch Fontanes Botschaft, die er mit Herrn Ribbeck hinterließ, kann weltweit gelten: Wichtig ist, dass von uns Menschen auch nach dem Tod etwas bleibt – im Fall von Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland war es ein Birnbaum auf dem Grab mit Früchten für alle, die davon naschen wollten.

Sieglinde Hankele

 
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