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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Einge Mitarbeiter von KWA

Bessere medizinische Versorgung für Heimbewohner – Einsparpotenzial in Millionenhöhe

KWA Forum in Stuttgart zur heimärztlichen Versorgung

Termin: Mittwoch, 3. Februar 2016, 15.00 – 17.00 Uhr
Adresse: Haus der Katholischen Kirche, Königstraße 7, 70173 Stuttgart

Die Teilnahme am Forum ist kostenfrei. Interessierte können sich anmelden bei:
KWA Albstift Aalen, Tel.07361 / 935-0 oder E-Mail: albstift@kwa.de

Stuttgart / Aalen, 20. Januar 2016. – KWA Kuratorium Wohnen im Alter befasst sich seit vielen Jahren mit der Thematik der (fach)ärztlichen Versorgung und Begleitung der Bewohner von Senioreneinrichtungen: Weil es immer wieder Rückmeldungen von Hausleitern und Pflegefachkräften gab und gibt, dass die Ärzte, die in die Einrichtungen kommen, zwar gute Arbeit leisten, jedoch vieles zugunsten der Patienten verbessert werden könnte, wenn es eine vertragliche und leistungsrechtliche Vernetzung und Kooperationen gäbe. Immerhin leben in Deutschland rund 800 000 Pflegebedürftige in Pflegeheimen.

Damit dieses – für so viele Senioren wichtige – Thema endlich die nötige Aufmerksamkeit bekommt, richtet KWA in Stuttgart ein Fachsymposium aus: um wissenschaftlich belegte Fakten zu präsentieren, den Handlungsbedarf zu skizzieren und darüber zu diskutieren – unter anderem mit Bärbl Mielich, MdL und Vorsitzende des Sozialausschusses im Landtag Baden-Württemberg, Ulrich Schmolz vom Baden-Württembergischen Sozialministerium, Robert Altmann von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Krankenkassen-vertretern und einem Hausarzt, der Patienten in einer KWA Einrichtung betreut.    

Unter der Leitung von Prof. Dr. Adelheid Susanne Esslinger (Leiterin des Studiengangs Gesundheitsmanagement an der Hochschule Fulda) hat KWA in Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen im Jahr 2012 erstmals ein Heimarztmodell beleuchtet: Mit dem Ziel, Bewohnern des KWA Albstifts Aalen einerseits unnötige Krankenhauseinweisungen zu ersparen, andererseits auch die Medikation bei komplexen Krankheitsbildern auf ein gesundheitsförderndes Maß reduzieren – nicht selten wird die Wechselwirkung verschiedener Medikamente zu einem eigenständigen Problem.

Heimarztmodell könnte im KWA Albstift Aalen für ganz Deutschland ein beispielgebendes Pilotprojekt werden

Die Ergebnisse der Studie zeigten: 37 Prozent der Krankenhauseinweisungen wären im Untersuchungszeitraum vermeidbar gewesen. Und: Das Einsparpotenzial für die Krankenkassen durch abgestimmte Medikation und Minderung von Krankenhauseinweisungen liegt allein im KWA Albstift Aalen bei 93.000 Euro im Jahr. – In dieser Einrichtung leben circa 200 alte Menschen.  

Trotz vieler Gespräche konnten weder Politiker noch Krankenkassen für das Heimarztmodell im KWA Albstift Aalen gewonnen werden. Und auch nicht für das enorme Einsparpotenzial, welches bundesweit mehrstellige Millionenbeträge pro Jahr ausmachen könnte.

Im Rahmen des KWA Forums in Stuttgart geht KWA in einem öffentlichen Rahmen nochmals auf Entscheidungsträger zu: Um Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des angestrebten Heimarztmodells nochmals aufzuzeigen. Als Pilotprojekt könnte das Heimarztmodell des KWA Albstifts Aalen auch für andere Träger beispielgebend werden und für zigtausend Menschen die gesundheitliche Versorgung verbessern. Dies setzt jedoch voraus, dass Krankenkassen und kassenärztliche Vereinigungen zum Wohl der Betroffenen kooperieren und entsprechende Verträge unterzeichnen.

Zum Forum sind sowohl Pressevertreter als auch interessierte Verantwortliche von Wohnstiften, Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen eingeladen, sowie interessierte Politiker und Verantwortliche von Krankenkassen.

Referenten: 
Prof. Dr. Adelheid Susanne Esslinger (Hochschule Fulda)
Prof. Dr. Thomas Klie (Gerontologe und Justiziar; Professur an der Ev. Hochschule Freiburg; Dozent an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) 
Manfred Zwick (Stiftsdirektor KWA Albstift Aalen)

Flyer zum Forum


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