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Perchten im KWA Stift am Parksee in Unterhaching

Obwohl sie schaurig aussehen, sind sie die Guten, die das Böse vertreiben.

Unterhaching, 29. Dezember 2017. – Zu Tode erschrecken kann man sich, wenn in der Dunkelheit so ein düsterer Geselle ohne Vorwarnung auftaucht. Maskiert und gehörnt. Zum Glück wussten die Bewohnerinnen und Bewohner des KWA Stifts am Parksee, was sie kurz nach Weihnachten im Stiftsgarten erwartete. Und so gruselte man sich zwar und hielt sich von den finsteren Gestalten fern, wusste jedoch: Diese Perchten meinen es nur gut mit ihnen. Was es mit den Perchten auf sich hat? Dazu gab es im Gemeindeblatt "Dahoam in Unterhaching" folgende Info:

Beim Perchtenlauf vertreibt der Percht die Dämonen und überträgt mit Stock, Goaßfuß oder Rosshaar das Glück auf die berührten Personen oder Dinge. Neben dem Ziel, das Böse zu vertreiben, spielte in der Zeit der Wintersonnenwende auch die Herstellung einer Verbindung zu Fruchtbarkeitsgöttern und Wachstumsgeistern eine Rolle. In früheren Zeiten lebten die Menschen in ständiger Abhängigkeit vom Wetter, welches oft Aussaat und Ernte bedrohte. Besonders im Bergland bangten die Leute um ein beständiges Klima. Die Angst vor dem Winter und vor der Dunkelheit hat unseren Vorfahren überall unheimliche Gestalten vorgegaukelt. Der Brauch des Perchtenlaufens ist gleichsam als Gegenbewegung entstanden. Die dämonischen Mächte mussten mit ihren eigenen Waffen – wildem Getöse und furchteinflößenden Masken – geschlagen werden.

Die Erinnerung an das alte Brauchtum halten in Bayern und Österreich zahlreiche Perchtenbünde wach. Im Münchener Süden sind es seit dem Jahr 2008 »D’Boch Peachtn« aus dem Hachinger Tal, die die Leute im Ort weg vom Fernsehsessel hin auf die Straße locken und mitten im Winter einen willkommenen Anlass zu einem Treff, Ratsch und gemeinsamen Rätselraten bieten wollen, wer sich wohl hinter diesen grausam-schönen Masken verbergen könnte. 

So viel zum Thema Percht. Tja, und dann gibt es da aber auch noch den Krampus. Im Herzen von München findet in der Adventszeit zwei Mal ein "Krampuslauf" statt, ebenfalls mit schaurigen Gesellen in zotteligen Fellkostümen. Sie greifen immer wieder in die Zuschauermenge und schwärzen dabei insbesondere vorwitzigen Kindern oder kreischenden Frauen das Gesicht. Ein Spektakel ohnegleichen, ein "Mords-Radau" auch angesichts der Glocken, die in großer Anzahl einen unglaublichen Lärm produzieren. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Percht und Krampus? Ist der Krampus böse? Oder doch auch ein Guter? Dazu gibt es - aus Tirol - einen wirklich interessanten Artikel. Unser Lesetipp:

KRAMPUS- UND PERCHTENLÄUFE UNTERSCHEIDEN SICH IM URSPRUNG WESENTLICH!


Fotos: Gundi Edhofer-Simon


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