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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Sanfte Küche im KWA Stift Urbana im Stadtgarten ...

... weil auch Menschen mit Schluckstörungen Geschmacksvielfalt lieben

Bottrop, im Dezember 2014. – In Pflegeeinrichtungen spielen Ernährung und Nahrungsaufnahme eine ganz besondere Rolle: Weil hier auch Pflegebedürftige leben, die aufgrund einer Erkrankung unter Schluckstörungen leiden. Betroffen sind davon oftmals Menschen, die an einer schweren Form der Demenz erkrankt sind, aber auch Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben.

Um Menschen mit Schluckbeschwerden überhaupt die Nahrungsaufnahme zu ermöglichen, bekommen sie in der Regel Püriertes gereicht. Das war bisher der einzige Weg, künstliche Ernährung zu umgehen. Allerdings lehnen viele Betroffene konventionell Püriertes schon nach wenigen Wochen ab, manche hören ganz auf zu essen: Weil es nicht so schmeckt, wie sie es gewohnt waren. Und: weil es oft nicht gut aussieht.

Das ist natürlich fatal, weil eine vollbilanzierte und auf das Krankheitsbild abgestimmte Ernährung gerade für Pflegebedürftige wichtig ist. Deshalb beschreitet KWA Kuratorium Wohnen im Alter mit KWA Gastronomie neue Wege: Unter Einbindung des Fachbereichs Diätetik der Universität Ulm hat KWA Küchenbereichsleiter Georg Tragenkranz – angeregt von Heimküchen-Experte Markus Biedermann – mit seinem Küchenteam komplette Menüs für Menschen mit Schluckstörungen entwickelt.

Die Gerichte werden täglich frisch zubereitet und kurz vor dem Verzehr, optisch ansprechend, in Gläsern oder Schälchen appetitlich aufgespritzt. Die Rezepte stellen sicher, dass Betroffene zum einen die erforderliche Kalorienzahl erreichen, zum anderen eine große Bandbreite an authentischen Geschmackserlebnissen haben. Es gibt Aufgeschäumtes, das nach Brot und Leberwurst schmeckt, aber auch Speisen, die einem reichhaltigen Frühstück entsprechen: "Buffet komplett" beispielsweise.

Seit nunmehr einem Jahr zaubert die Urbana-Küche unter der Leitung von Erich Kubischok Gerichte der sanften Küche. Pflegedienstleiter Volker Hilbert zeigt sich begeistert: „Wenn man Pflegebedürftigen auf diesem Weg ein wenig von dem zurückgeben kann, was sie durch die Krankheit verloren haben, ist das ein gutes Gefühl. Hiermit zeigen wir, wie innovativ Pflege und Heimküche sein können.“ Der Hausleiter des KWA Stifts Urbana im Stadtgarten Stiftsdirektor Arnd-Werner Schug ergänzt mit Blick auf das Gesamtunternehmen: „Die Einrichtungen von KWA sind ein großes Netzwerk. Wir profitieren ständig voneinander – zum großen Nutzen unserer Bewohner. Neben Gerichten der sanften Küche bieten wir beispielsweise Demenzkranken auch Fingerfood an: Weil wir aufgrund unserer Erfahrungen wissen, dass Betroffene damit besser zurechtkommen und deutlich mehr essen.“

Auch Menschen ohne Schluckbeschwerden bietet die Stiftsküche in der Urbana etwas Besonderes: Schon seit geraumer Zeit können die Bewohner beim sogenannten „Frontcooking“ im Restaurant mittags direkt in den Kochtopf und in die Pfanne schauen und sich davon überzeugen, dass ausschließlich mit erstklassigen, frischen Zutaten gekocht wird.

Das Rezeptbuch "Sanfte Küche" ist bei KWA Club erhältlich. Einige Infos dazu im Vorwort.

 

 


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