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Beste Lehr- und Lernvoraussetzungen geschaffen

Im Herbst wurde das KWA Bildungszentrum in Pfarrkirchen eingeweiht

Pfarrkirchen, 09.10.2013. Im Jahr 2002 war es nur eine kleine Zweigstelle des KWA Bildungszentrum in Bad Griesbach mit gerade einmal 23 Schülern – jetzt ist es der Hauptsitz mit modernem Schulgebäude und 445 Schülern. „Die Entscheidung für den Standort Pfarrkirchen war richtig“, sagte der Leiter des KWA Bildungszentrums Karl-Heinz Edelmann bei der feierlichen Einweihung Anfang Oktober. „Mit dem Schulneubau haben wir beste Lehr- und Lernvoraussetzungen geschaffen. Zwölf Klassenzimmer, zwei Werkräume, drei Demonstrationsräume und ein Saal für Musik und Bewegung, das sind ideale Raumverhältnisse“, fuhr Edelmann fort und erinnerte augenzwinkernd an die ehemalige „Tropfsteinhöhle", wie er die alten Räumlichkeiten bezeichnete. Auch die hätten ihre Vorteile gehabt: Es sei so eng gewesen, dass Informationen innerhalb von Sekunden an allen Stellen, auch den falschen, angekommen seien und zu spät kommende Schüler sofort ertappt worden seien. 

Insgesamt verfügt das KWA Bildungszentrum über drei Berufsfachschulen, zwei Fachschulen, eine Fachakademie und Fortbildungszentren für Pflege, pädagogische, psychologische und heilpädagogische Berufe sowie das Podokolleg. 4.600 Ausbildungsstunden seien Garant dafür, dass die Absolventen der Schulen Senioren in jeder Lebenssituation kompetent betreuen können, betonte Edelmann und wies auf die Durchlässigkeit des Schulsystems hin. Diese ermögliche Jugendlichen mit und ohne Schulabschluss die Aufnahme und könne im besten Fall zum Studium führen. Der Leiter des Bildungszentrums begrüßte an dieser Stelle auch den KWA „Gründervater“ Hermann Beckmann, „der schon seit den 1980er Jahren gewusst hat, dass Altenpflege eine eigene Profession braucht“, und mit dem Fortbildungszentrum für die Berufe der Pflege den Grundstein für das KWA Bildungszentrum gelegt habe.

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend, der laut Edelmann den Neubau „mit viel Herzblut begleitet hat“, begann seine Rede mit einem Goethe-Zitat: "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas Schönes bauen.“ Arend dankte allen Beteiligten, die dabei geholfen haben, die Steine aus Weg zu schieben, wie Pfarrkirchens Bürgermeister Georg Riedl, Landrat Michael Fahmüller, Konrad Freutsmiedl von der Wohnungsbau GmbH und last but not least Herrn Edelmann und seinen Mitarbeitern. Neben der Begleitung und Pflege von Senioren sei die Bildung für das Unternehmen ein zentraler Moment. Die öffentliche Wahrnehmung der Pflegeberufe müsse man aber noch positiv verstärken und mit Mythen und Mären aufräumen. Das seien die nächsten Steine, „die aus dem Weg geräumt werden müssten“, so der KWA Vorstand.

Auch Georg Riedl betonte den hohen Stellenwert der Bildung und der sozialen Berufe, ohne die die Welt kälter wäre. Der Bürgermeister sieht im KWA Bildungszentrum eine wichtige Perspektive, nicht nur für Pfarrkirchen, sondern für die gesamte Region Ostbayerns. Für den Neubau habe die Wohnungsbau GmbH rund 3,5 Mio. Euro investiert, und dafür habe er Kritik einstecken müssen, zumal es günstiger gewesen wäre, die Schule am Ortsrand statt mitten in der Stadt zu bauen. Doch diese „Zukunftswerkstatt“ sei zugleich auch ein Stück weit Stadtsanierung. 

Dass die „Lehrkräfte an dieser Schule Zukunft gestalten“, davon ist auch der Leitende Schulamtsdirektor Franz Thurner überzeugt. Neben Schülern und Lehrern sei die Ausbildungsstätte die dritte Säule einer guten Ausbildung. Auch dem Freistaat sei Bildung und Ausbildung ein großes Anliegen und so freute er sich, gleich zwei Zuschussbescheide überreichen zu können: neben den 1,7 Mio. für den Bau hatte die Regierung 125.000 Euro für die Erstausstattung der Schulräume gewährt. „Das soll uns ein Ansporn sein, weiterzubauen ... ähm, weiterzumachen“, sagte Edelmann schmunzelnd. Für die musikalische Umrahmung sorgten Georgi Mundrov, Roman Kupperschmidt und Alik Texler mit passender „Gute-Laune-Musik“. 

Am Ende des offiziellen Teils segneten die Pfarrer Hans Eder und Heinrich Soffel das neue Schulgebäude und wünschten allen Schülern und Lehrern „stets eine gute Hand und Gottes Segen“. Nach dem anschließenden Imbiss nutzten viele Gäste die Möglichkeit zur Besichtigung der Schule.


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