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„Altenpflege kann nicht jeder!“

Die Initiative PfLair informierte Realschüler über das Berufsbild „Altenpfleger/in“

Ottobrunn, 27.02.2013  Berufsinformationstage, bei denen sich viele unterschiedliche Berufssparten vorstellen, finden an Schulen regelmäßig statt. Allerdings zeigt sich dabei immer wieder, dass die Infostände, die über soziale Berufe informieren, von den Schülern nur wenig frequentiert werden. Um dem entgegenzuwirken, hat die Schulleitung der Realschule Neubiberg der Initiative für mehr Fairness in der professionellen Pflege (PfLair) im letzten Jahr erstmalig die Möglichkeit eröffnet, einen „Berufsinformationstag Altenpflege“ für alle Schüler der achten Klassen durchzuführen. Nachdem diese Aktion erfolgreich verlaufen war, hatte Schulleiter Christian Ceglarek die Initiative PfLair gleich anschließend für 2013 „gebucht“.

Am 26.02.2013 informierten Gisela Hüttis, Stiftsdirektorin des KWA Stift Brunneck, André Schinck, Leiter vom Ludwig-Feuerbach-Haus, Stefanie Johnen, Lehrerin für Pflegeberufe am Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales, München, sowie vier Auszubildende die Achtklässler über den Altenpflegeberuf.
Neben den Informationen bekamen die Realschüler auch Gelegenheit zu praktische Übungen wie Blutdruck und Blutzucker messen, Essen eingeben, und konnten die Erfahrung machen, wie es sich anfühlt, wenn man nicht mehr richtig sehen kann, kein Gefühl mehr in den Händen hat und kaum noch etwas hört. 

Interessante Karrieremöglichkeiten bis hin zum Studium, krisensicherer Arbeitsplatz als Pflegefachkraft, abwechslungsreiche Tätigkeiten, überdurchschnittliches Gehalt als Azubi – diese  positiven Aspekte haben ein starkes Gewicht gegenüber dem als negativ bewerteten Schichtdienst. 
Gleichwohl haben die Schülerinnen und Schüler insbesondere nach den praktischen Übungen erkannt, dass nicht jeder für diesen Beruf geeignet ist. „Man braucht Feingefühl, Geduld und Verständnis für alte Leute.“ „Man muss sich überwinden können“, sagte eine andere Schülerin. Die sogenannte Sozialkompetenz spielt bei Einstellungen die größte Rolle, bestätigte  André Schinck. Erfreulich offen stellten einige Achtklässler den angehenden Pflegefachkräften auch Fragen nach dem Umgang mit Tod und Sterben, die ebenso ehrlich beantwortet wurden.

Im Vergleich zum letzten Mal, stellte Gisela Hüttis fest, hätten Schülerinnen und Schüler mehr Kenntnisse und Wissen über den Altenpflegeberuf. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Christian Ceglarek und Konrektorin Christine Graf werden auch im kommenden Jahr mit der Initiative PfLair wieder einen Berufsinformationstag Altenpflege durchführen


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