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KWA Hanns-Seidel-Haus
Leben - so wie ich es will im KWA Hanns-Seidel-Haus

Warum Netzwerke heute so wichtig sind

Als das KWA Hanns-Seidel-Haus 1970 eröffnet wurde, war es nicht üblich, dass man Kontakte nach außen pflegte. Das Haus zu öffnen für die Bürger der Gemeinde, war damals undenkbar. Man wollte unter sich bleiben. Ganz anders heute.

Ottobrunn, im Juli 2018. - Schon in den 1980er Jahren begann man in unserem Wohnstift mit dem Aufbau einer Gruppe von Ehrenamtlichen. Bereits damals erkannte die Hausleitung, dass die Begleitung der Stiftsbewohner durch engagierte Bürger eine große Bereicherung ist und einen Mehrwert für alle bieten kann.  

Kooperationen mit ortsansässigen Schulen ermöglichen jungen Menschen, auch mit pflegebedürftigen Bewohnern in Kontakt zu kommen und das Betreuungsteam zu unterstützen. Die Schüler kommen mit neuen, frischen Ideen, beleben dadurch das Haus sehr.

Ein anderer wichtiger Netzwerkbestandteil: Regelmäßig treffen sich die Akteure der verschiedenen sozialen Einrichtungen aus Ottobrunn und den umliegenden Gemeinden zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung der Arbeit in der Altenhilfe. So konnten in den letzten Jahren verschiedenste Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht werden. So zum Beispiel ein Palliativleitfaden, der zusammen mit Leitungskräften und Mitarbeitern aus verschiedenen Einrichtungen, dem Hospizkreis Ottobrunn, dem MDK und der Heimaufsicht des Landkreises erarbeitet wurde. Den Akteuren war es ein Anliegen, die zum Teil schon bestehende Hospizkultur möglichst transparent und verständlich zu machen. Zwei Jahre lang wurde an diesem Leitfaden gearbeitet, der dann 2016 den Einrichtungen im gesamten Landkreis zur Verfügung gestellt wurde.

Ein weiteres großes Gemeinschaftsprojekt lautet "Demenz verstehen", wozu im März in unserem Haus ein Informationsabend stattfand. Wie es dazu kam? Das Wissen, dass immer mehr Menschen mit Demenz zu Hause versorgt werden und die Angehörigen oft an ihre Grenzen stoßen, veranlasste den Seniorenbeirat der Gemeinde Hohenbrunn, sich Gedanken über eine Veranstaltung zu machen. Man wollte die Bevölkerung über das Krankheitsbild und den Umgang damit umfassend informieren. Alleine konnte der Seniorenbeirat das nicht auf den Weg bringen. Doch gemeinsam mit der Alzheimergesellschaft, dem KWA Hanns-Seidel-Haus, der Seniorenbeauftragten der Gemeinde Ottobrunn und Mitarbeitern des Landratsamtes, die einen Demenzparcours betreuten, wurde es möglich. Zur Auftaktveranstaltung kamen nahezu 100 Interessierte. Für das kommende Jahr ist bereits ein ganzer Tag rund um das Thema Demenz geplant.

Bei der Vielfältigkeit der Arbeit heute in Einrichtungen der Altenhilfe ist es gut, Akteure an seiner Seite zu haben, die ebenfalls das Ziel verfolgen, Senioren in den Gemeinden und in Einrichtungen der Altenhilfe ein würdevolles, möglichst selbstbestimmtes Leben bis zum Ende zu ermöglichen. Nur gemeinsam können wir den heutigen Anforderungen gerecht werden.

Autorin: Ursula Cieslar
Erschienen in: Alternovum 2/2018


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