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KWA Luise-Kiesselbach-Haus
Leben - so wie ich es will im KWA Luise-Kiesselbach-Haus

Der Regenbogen meines Lebens

Seelsorge im KWA Luise-Kiesselbach-Haus

München, im Dezember 2017. - Die Pastoralreferentin Beate Schwaiger hat in München und Erfurt Katholische Theologie studiert. Seit 1998 ist sie bei der Erzdiözese München und Freising angestellt und arbeitet im Gemeindedienst des Pfarrverbandes der katholischen Pfarreien St. Peter und Paul und St. Florian im Osten von München. Fester Bestandteil ihres Aufgabengebietes ist die Seelsorge im KWA Luise-Kiesselbach-Haus.  

In kleinen Gesprächskreisen mit Bewohnern, aber auch in Einzelgesprächen werden sowohl aktuelle Ereignisse als auch vergangene Lebenssituationen reflektiert. Erzählen und Zuhören. Und dann gemeinsam überlegen, wie man Situationen bewältigen oder sogar gestalten kann. Zum Thema „Neuanfang“ gibt es nicht nur Zuspruch aus der Bibel, sondern auch viele praktische Überlegungen. Welche Vorsorge kann ich treffen? Bin ich noch wichtig im Gefüge des Lebens? Manchmal bieten die Farben des Regenbogens eine mächtige Bildsprache für die vielen Facetten eines Lebens. Gelb kann für leichte Lebensphasen stehen, violett für besonders schwere. 

Neue Mitbewohner werden willkommen geheißen und zu der 14-tägig im Haus stattfindenden Wort-Gottes-Feier eingeladen. Palliative Betreuung für Bewohner, aber auch für Angehörige und Mitarbeiter, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Aufgabenspektrums von Beate Schwaiger. Zur Verabschiedungskultur des Hauses gehört ein gemeinsames Abschiednehmen am kunstvoll gestalteten Gedenkstein im Garten. Ein Ort der Besinnung. Er trägt zur Erinnerung an jeden verstorbenen Bewohner einen Kieselstein, der in einem würdevoll gestalteten Rahmen aufgelegt wird.

Für die etwas kleinere evangelische Glaubensgemeinschaft im Haus werden ebenfalls Gottesdienste liebevoll gestaltet. Auch über regelmäßige Besuche aus der evangelischen Gemeinde freuen sich viele Bewohner. In ökumenischer Zusammenarbeit beider Gemeinden sowie unter Mithilfe unserer Mitarbeiter des Bereichs Aktivierung & Betreuung werden speziell angepasste Andachten für demente Bewohner gestaltet. Brigitte Brinkmann, Seelsorgerin der lutherischen Sophiengemeinde, bietet insbesondere Bewohnern mit kognitiven Einschränkungen spirituelle Begleitung. Und zu Kirchenfesten kommen im Luise-Kiesselbach-Haus konfessionsübergreifend alle zusammen, um gemeinsam zu feiern – in gelebter Ökumene.

Autorin: Ursula Sohmen
Erschienen in: Alternovum 3/2017


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