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Leben, wo dem Schwarzwald Heilquellen und Hochkultur entspringen

Ein Blick auf das "Ländle" und die Stadt Baden-Baden, die seit Ende des 18. Jahrhunderts zum Inbegriff des Luxusbades wurde.

Baden-Baden, im Sommer 2018. - Baden-Baden liegt an beiden Seiten des Flüsschens Oos in einem Talkessel, dicht umgeben von mit Tannen und Buchen bewaldeten Bergen, die bis 1160 Meter ansteigen. Aufgrund der geschützten Lage zieht der Frühling zeitig ein und die warmen Tage reichen bis in den November hinein. Hierzu gesellen sich heiße, heilkräftige Quellen. Etwa 75 n. Chr. kam die Gegend für 200 Jahre unter die Herrschaft der Römer. Sie gründeten eine Militärstation, bauten Straßen und legten Städte an. Die heißen Quellen im nasskalten Germanien wussten sie zu schätzen, erbauten Bäder für Heerführer und Kaiser, aber auch für Soldaten und Pferde. Während der Regierungszeit Caracallas wurden die Bäderanlagen ausgebaut. Noch heute sind Reste davon vorhanden.

Ab Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich Baden-Baden zum Inbegriff eines Luxusbades von Weltruf, wo Kaiser, Könige, Adel und die geistige Elite aus Europa zu Gast war, darunter Schriftsteller wie Dostojewski und Turgenev. Größen aus dem Musikleben wie Clara Schumann und Johannes Brahms hatten hier ihre Häuser. Auch durch seine im Jahr 1838 eröffnete Spielbank wurde Baden-Baden berühmt. Damals wie heute kommen Besucher von nah und fern, um im Casino ihr Glück zu finden.

Unter Einbeziehung des ehemaligen Stadtbahnhofs Baden-Baden konnte ein Festspielhaus gebaut und im Jahr 1998 eröffnet werden. Mit 2500 Plätzen gilt es als Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Hier treten regelmäßig international renommierte Orchester, Künstler und Ensembles auf und machen den Besuch der Veranstaltungen mit gleichzeitigem Aufenthalt in Baden-Baden immer wieder attraktiv. Für die Unterkunft stehen zahlreiche Hotels, Pensionen sowie Sanatorien bereit. 

Unzählige Spazierwege säumen das langgestreckte Tal. Hinzu kommen gepflegte Parkanlagen mit altem, exotischem Baumbestand, alte Herrensitze, Schlösser sowie sagenreiche Burgen und Aussichtspunkte. Der Merkur, der auch mit einer Bergbahn zu erreichen ist, ist der Hausberg der Baden-Badener. Die Lichtentaler Allee führt zum Kloster Lichtental. Auf dem Wege dorthin liegt in der Gönneranlage ein wundervoller Rosengarten – ein weiterer auf dem Beutig. Auch die hervorragende Gastronomie lockt Besucher an. Doch auch die Bewohner der Stadt schätzen die kulinarischen und kulturellen Angebote. Dazu gehören auch das Theater und die Konzerte des Philharmonischen Orchesters. 

Viele betrachten das Leben in Baden-Baden als ein Privileg. Sie und die Menschen in der Region lieben ihr "Ländle", sind gesellig und feiern gerne, gleich ob Fastnacht, Stadt- oder Dorffest, die Weinlese oder die Zwetschenernte. Sie essen auch gerne heimische Gerichte wie Flädlesuppe, badische Schneckensuppe, Rehrücken, Schäufele, Käsespätzle, Maultaschen oder Schupfnudeln sowie Bibeleskäs. Nicht vergessen darf man den Kirschenplotzer und die Schwarzwälder Kirschtorte. An den alten Bräuchen hält man vor allem in ländlichen Gegenden fest. Das Neujahrssingen, die Weihe von Wachskerzen, der Blasiussegen, das Maibaumaufstellen, die Fronleichnamsprozessionen und die Johannisfeuer zeugen davon.

Wenn man die Schwarzwaldhochstraße in Richtung Freudenstadt fährt, bieten sich entlang der Strecke viele herrliche Ausblicke in die Täler des Schwarzwalds, ins Rheintal, ins Elsass – bis in die Vogesen. Auf der Strecke lohnt sich ein Besuch des Mummelsees. Zwischen Ruhestein und Bühlerhöhe erstreckt sich der Nationalpark Schwarzwald, der 2014 eröffnet wurde und die Schätze der Natur bewahren soll.

Autorin: Margit Geppert
Erschienen in: Alternovum 2/2018


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