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„Vom Baden in Milch und einem geheimnisvollen Kabinettschrank“

Bewohner des KWA Albstifts Aalen besuchen das Ellwanger Schlossmuseum

Ellwangen, 17. März 2015 – Bei strahlendem Sonnenschein führte der monatliche Ausflug die Bewohnerinnen und Bewohner des KWA Albstifts ins Schloss nach Ellwangen.

Die ehemalige Residenz der Äbte und Fürstpröpste, um das Jahr 1200 erbaut, wurde im  17. Jahrhundert zu einem vierflügeligen Schloss im Renaissancestil umgebaut und wird heute als kultureller Veranstaltungsort und Sitz der Forst- und Landwirtschaftsbehörde genutzt.

Obschon das Museum seine Pforten erst am 04. April 2015 öffnet, bot sich die Möglichkeit, im Rahmen einer Sonderführung die barocke Innenausgestaltung, die aufwendig gestalteten Prunkräume sowie zahlreiche Ausstellungsstücke zu bestaunen. Nachdem die vielen Stufen und Treppen des repräsentativen Treppenhauses überwunden waren (den Fürstpröpsten schien wohl Repräsentativität wichtiger als Barrierefreiheit!), konnten die auf neun Schauräume verteilten Zeugnisse aus vergangenen Jahrhunderten betrachtet werden. Zu entdecken waren u.a. gußeiserne Ofenplatten aus Wasseralfingen, Fayencen und Porzellane aus Schrezheim, Altarbilder und Skulpturen aus Kirchen und Kapellen der Ellwanger Gegend. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Kabinettschrank aus dem Jahre 1670, der neben zwei Dutzend sichtbaren Schubladen ein weiteres Dutzend geheimer Schubladen in seinem Korpus verbarg. Nach fachkundiger Erläuterung unserer Führerin Judith Wettemann-Ebert und nach genauem Hinsehen blieben aber auch diese Schubladen dem interessierten Betrachter nicht länger verborgen. Ebenfalls für große Begeisterung sorgten rund 30 liebevoll gestaltete Puppenstuben, die verschiedene Szenen aus dem Wohn- und Arbeitsalltag des gehobenen Bürgertums im 19. Und 20. Jahrhundert zeigen. Am Ende der Führung erheiterte unsere Führerin die Gemüter mit einer kleinen Anekdote über die Milchbäder des Bruders von Napoleon. Jérôme Bonaparte, der 1802-1803 die Residenz kurzfristig als Apanageschloss bezog, badete liebend gern in Kuhmilch. Nach dem Bad schien der Inhalt, der dann auch noch seinen Untertanen kredenzt wurde, allerdings nicht mehr so recht in die vorher vollen Milchkannen zu passen.

Den Abschluss des interessanten Nachmittags bildete die Einkehr ins Ellwanger Landhotel Hirsch. Bei leckeren Speisen und Getränken konnte sich gestärkt werden, ehe die Rückfahrt ins Albstift angetreten wurde. Der nächste Ausflug im April führt in die ehemalige Ott-Pausersche Fabrik nach Schwäbisch Gmünd.


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