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KWA Stift am Parksee
Leben - so wie ich es will im KWA Stift am Parksee

Ein Bürgermeister zum Anfassen

Wolfgang Panzer kommt regelmäßig vom Unterhachinger Rathaus zu einer Bürgersprechstunde ins KWA Stift am Parksee.

Unterhaching, im März 2018. - Weit hat er es nicht zu seinem Auswärtstermin und so legt Unterhachings Erster Bürgermeister Wolfgang Panzer die kurze Strecke vom Rathaus bis zum KWA Stift am Parksee trotz dichten Schneetreibens zu Fuß zurück. Dort ist er ein willkommener Gast, führt er doch für die Stiftsbewohner eine Bürgersprechstunde im Wohnstift durch. Panzer selbst spricht lieber von einer „aktiv geplanten Infoveranstaltung“. Sein Amtsvorgänger hatte erstmals eine Gesprächsrunde im Stift eingeführt, Panzer diese dann sukzessive den sich wandelnden Wünschen der Bewohner angepasst. Auch Rathausführungen für die Senioren bietet der Bürgermeister in regelmäßigen Abständen an. Die übernimmt er dann persönlich, da ihm an einem regen Gedankenaustausch mit älteren Menschen gelegen ist.

Dreizehn Bewohner haben sich an diesem Morgen in der Bibliothek des Stifts am Parksee eingefunden. Konzentriert lauschen sie den Ausführungen ihres Bürgermeisters. Und sie ergreifen dann selbst das Wort zu Themen, die ihnen auf den Nägeln brennen. Die Palette ist breit – lokale Fragen von der Lärmbelästigung und der Wegverbreiterung im Ortspark über die Sicherheit auf den Unterhachinger Straßen bis zu den ganz großen Themen rund um die Lage von Flüchtlingen und Asylanten in der Gemeinde werden lebhaft diskutiert. Wolfgang Panzer hört sich die Anliegen verständnisvoll an, fragt bei Bedarf nach und bleibt keine Antwort schuldig. „Man kann natürlich nicht alle Probleme der Menschen lösen, aber man kann, nein, man muss ihnen zuhören“, erläutert der Bürgermeister. Es gibt aber durchaus konkrete Ergebnisse. So konnten beispielsweise die Parkbänke im angrenzenden Park mit Seitenstützen versehen und direkt vor dem Stiftseingang Behindertenparkplätze eingerichtet werden.

„Hier im Stift erhalte ich einen ungefilterten Zugang zu den Problemen, die die Bewohner wirklich berühren – und die sind nun einmal vielfältig“, fährt Panzer fort. Der Bürgermeister legt Wert darauf, dass er keine der Fragen vorab erhält. Vielmehr möchte er „situationsgerecht antworten“ und flexibel reagieren können. Die Bibliothek mit ihrer lockeren Bestuhlung befördert nach Ansicht Panzers und der Stiftsbewohner eine entspannte Gesprächsatmosphäre, bei der die Diskussion nicht nur symbolisch auf Augenhöhe verläuft. 

Auf seine eigenen Vorstellungen vom Leben im Alter angesprochen, kommt der Bürgermeister nur kurz ins Grübeln. Der bei KWA gelebte Stiftsgedanke gefällt ihm ausgesprochen gut, denn „vor allem ein gutes und lebendiges Miteinander führt zu einem regen gedanklichen Austausch zwischen Menschen“. Und das ist ihm gerade im Alter neben einer professionellen und zugleich menschlichen Betreuung das Wichtigste. Mit vielen Wünschen und Vorschlägen der Stiftsbewohner auf dem Notizblock macht sich Wolfgang Panzer nach mehr als zwei Stunden auf den Rückweg ins Rathaus. 

Autor: Jörg Peter Urbach
Erschienen in: Alternovum 1/2018



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