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KWA Stift am Parksee
Leben - so wie ich es will im KWA Stift am Parksee

Auch für ältere Menschen gilt: Bewege dich!

Wissenschaftlich fundiertes Training für Rollator-Nutzer im KWA Stift am Parksee

Unterhaching, den 30. März 2015. – Mephistos Rat an Faust, der sich Verjüngung wünschte, war bekanntermaßen: „Begib dich gleich hinaus aufs Feld, fang an zu hacken und zu graben!“. Professor Dr. Martin Halle, Ordinarius und Ärztlicher Direktor des Lehrstuhls für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin an der Medizinischen Universitätsklinik in München, hatte dieses Zitat in seine Festrede zu 30 Jahren KWA Stift am Parksee eingebaut und leidenschaftlich dafür plädiert, es auch im hohen Alter mit Goethe zu halten, sich also möglichst viel zu bewegen.

Dieses Plädoyer fiel bei Stiftsdirektorin Gabriele Franke-Lechner auf fruchtbaren Boden: Insbesondere für Bewohner mit bereits eingeschränkter Bewegungsfähigkeit, wünschte sie sich Übungen. Denn: Viele ältere Menschen haben den Wunsch, möglichst lange selbständig und unabhängig zu leben. Aufgrund von Sturzangst, Orientierungsproblemen, oder fehlender Motivation reduzieren Menschen mit zunehmendem Alter jedoch oftmals körperliche Aktivitäten, was langfristig zu Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit und einer verminderten Lebensqualität führt. Und so kam ein Projekt der Technischen Universität München zur rechten Zeit. 

Die Forschungsabteilung der sportmedizinischen Fakultät der TU untersucht, inwieweit durch gezieltes Kraft- und Gleichgewichtstraining die Mobilität und Gehfähigkeit verbessert und das Sturzrisiko reduziert werden kann. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts hat Diplom-Sportwissenschaftlerin Barbara Geilhof von der TU München im KWA Stift am Parksee in Unterhaching von August bis November 2014 ein Trainingsprogramm mit Gleichgewichts- und Kräftigungsübungen für Rollator-Nutzer angeboten. 

Die Teilnehmer trafen sich zwölf Wochen lang einmal pro Woche, in drei Kleingruppen mit jeweils bis zu acht Teilnehmern. Jede Stunde begann mit einer kurzen Aufwärmphase, beispielsweise mit Laufen auf der Stelle oder mit Armkreisen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Im Anschluss wurde ein Gleichgewichtstraining durchgeführt. Dabei sollten die Teilnehmer beispielsweise versuchen, auf einem Bein zu stehen und das Gleichgewicht zu halten. Abgeschlossen wurden die Stunden mit Lockerungs- und Dehnübungen. Die Übungen waren so konzipiert, dass sie von allen Teilnehmern problemlos ausgeführt werden konnten. 

Schon nach wenigen Trainingseinheiten war eine Verbesserung der Gleichgewichtsfähigkeit der Teilnehmer erkennbar. Zu Beginn des Trainingsprogramms sowie nach Abschluss der zwölf Trainingseinheiten wurde ein kurzer Test durchgeführt, um die Trainingseffekte zu evaluieren. Die Ergebnisse werden zum einen den Teilnehmern ausgehändigt, zum anderen in die Studie einfließen. 

Ein Hauptbestandteil des speziell konzipierten Trainings sind einfach durchführbare Kräftigungsübungen. Sie tragen dazu bei, die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern und somit auch die Lebensqualität zu erhöhen. Doch auch der Spaß an der Bewegung war ein wesentliches Element.

 


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