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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Stift Rottal
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Rottal

Wohnbereich für Menschen mit seelischer Behinderung

Eine Besonderheit im KWA Stift Rottal sind soziotherapeutische Wohngemeinschaften für Menschen mit psychischen Problemen. Im Rahmen der Eingliederungshilfe versuchen fachlich entsprechend qualifizierte Mitarbeiter, die Bewohner – soweit dies der Grad ihrer Erkrankung sowie ihre Selbständigkeit zulassen – zu einem eigenständigeren Leben anzuleiten und zu begleiten, bis hin zum Wohnen in einer eigenen Wohnung mit ambulanter Weiterversorgung. Ziel ist es, die Bewohner so zu stabilisieren, dass sie nach Möglichkeit wieder in ihr früheres Umfeld zurückkehren können.

Für gut 30 Menschen stehen entsprechende Wohngemeinschaftsräume zur Verfügung. Ein breitgefächertes Freizeitangebot steht für alle offen: von Malen mit Musik über gemeinsames Musizieren bis hin zu Kegeln. Im Rahmen der sozialen Betreuung werden beispielsweise Sitztanz und Nordic Walking angeboten, sowie Feste und Tagesausflüge. Auch der Klinikseelsorger bringt sich ein in die Wohngruppenarbeit, mit dem monatlichen Fixtermin „Gott und die Welt“. Durch die Nähe zum Stadtplatz haben die Bewohner zudem die Möglichkeit, am Leben in Bad Griesbach teilzunehmen.

Strukturierung durch feste Aufgaben und Tagesbetreuung

Neben der festen Struktur im Bereich Wohnen durch Aufgaben wie Küchen-, Getränke- und Wäscheabholdienst bieten wir tagesstrukturierende Maßnahmen in Form einer Tagesbetreuung an. Um eine gesunde Balance zwischen Aktivität und Ruhe sicherzustellen, gibt es verschiedene Beschäftigungsangebote. Unter anderem wird mit Ton, Holz, Textilien, Papier und Seide gearbeitet. Die Dauer der Teilnahme pro Tag hängt dabei von der individuellen Belastungsfähigkeit ab. Die hergestellten Produkte kommen im stiftseigenen Laden wie auch beim Oster- und Weihnachtsmarkt zum Verkauf. 

Stärkung des Selbstvertrauens durch Beschäftigung

Mit der Beschäftigung werden handwerkliche sowie kognitive und kreative Fähigkeiten gefördert, das Selbstvertrauen gestärkt und soziale Kompetenzen ausgebaut. Durch Regelmäßigkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen entwickeln sich Arbeitskompetenzen. Bei dauerhafter psychischer Stabilität sowie Kernkompetenzen im Arbeits- und Sozialverhalten ist ein Bewohner damit auf ein Arbeitsverhältnis in einer Werkstatt für behinderte Menschen vorbereitet.

Auch mit tiergestützten Aktivitäten wie der Versorgung von Zwerghasen einschließlich der Säuberung des Stalls unter entsprechender Anleitung werden Selbstvertrauen, Selbstachtung und ein Verantwortungsgefühl aufgebaut.

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