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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Stift Rottal
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Rottal

Soziotherapeutische Wohngruppen zielen auf Eingliederung

Im KWA Stift Rottal in Bad Griesbach gibt es vielfältige Angebote für Menschen mit seelischer Behinderung

Bad Griesbach, im Juli 2015. – Der Wohnbereich für Menschen mit seelischer Behinderung des KWA Stifts Rottal entstand in den 1990iger Jahren und konzentrierte sich zunächst auf Bewohner, die auf der Grundlage des Sozialgesetzbuchs XI ins Pflegestift zogen. Im Juli 2007 erfolgte die Umstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu SGB XII, mit Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung. Im Rahmen der Eingliederungshilfe versuchen fachlich entsprechend qualifizierte Mitarbeiter, die Bewohner – soweit dies der Grad ihrer Erkrankung sowie ihre Selbständigkeit zulassen – zu einem eigenständigeren Leben anzuleiten und zu begleiten, bis hin zum Wohnen in einer eigenen Wohnung mit ambulanter Weiterversorgung.

Aktuell leben 26 Bewohner im Hauptgebäude und 8 Bewohner in einer Außenwohngruppe, mit jeweils eigenem Angebot an Gruppen und Aktivitäten. Ein breitgefächertes Freizeitangebot steht für alle offen: von Malen mit Musik über gemeinsames Musizieren bis hin zu Kegeln.

Neben der festen Struktur im Bereich Wohnen durch Aufgaben wie Küchen-, Getränke- und Wäscheabholdienst bieten wir tagesstrukturierende Maßnahmen in Form einer Tagesbetreuung an. Um eine gesunde Balance zwischen Aktivität und Ruhe sicherzustellen, gibt es verschiedene Beschäftigungsangebote. Unter anderem wird mit Ton, Holz, Textilien, Papier und Seide gearbeitet. Die Dauer der Teilnahme pro Tag hängt dabei von der individuellen Belastungsfähigkeit ab. Die hergestellten Produkte kommen im stiftseigenen Laden wie auch beim Oster- und Weihnachtsmarkt zum Verkauf. 

Mit der Beschäftigung werden handwerkliche sowie kognitive und kreative Fähigkeiten gefördert, das Selbstvertrauen gestärkt und soziale Kompetenzen ausgebaut. Durch Regelmäßigkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen entwickeln sich Arbeitskompetenzen. Bei dauerhafter psychischer Stabilität sowie Kernkompetenzen im Arbeits- und Sozialverhalten ist ein Bewohner damit auf ein Arbeitsverhältnis in einer Werkstatt für behinderte Menschen vorbereitet. Auch mit tiergestützten Aktivitäten wie der Versorgung von Zwerghasen einschließlich der Säuberung des Stalls unter entsprechender Anleitung werden Selbstvertrauen, Selbstachtung und ein Verantwortungsgefühl aufgebaut.

Im Rahmen der sozialen Betreuung werden beispielsweise Sitztanz und Nordic Walking angeboten, sowie Feste und Tagesausflüge. Auch der Klinikseelsorger bringt sich ein in die Wohngruppenarbeit, mit dem monatlichen Fixtermin „Gott und die Welt“. 

Die Verantwortlichen des Wohnbereichs für Menschen mit seelischer Behinderung arbeiten derzeit daran, das bestehende Angebot um eine ambulante Wohnform zu erweitern.


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