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KWA Parkstift St. Ulrich
Leben - so wie ich es will im KWA Parkstift St. Ulrich

Stiftsbewohner „on tour“

Urlaubszeit - ausspannen - genießen - andere Kulturen erleben - Kraft tanken: Für all diese schönen Dinge hat man im Ruhestand viel mehr Zeit als vorher. Drei Bewohnerinnen des KWA Parkstifts St. Ulrich schreiben über ihre persönlichen Reiseerfahrungen.

Elisabeth Kohri und Ruth Kraus haben im Sommer 2016 für ein paar Tage das KWA Parkstift Rosenau in Konstanz am Bodensee besucht. Dazu schreibt Elisabeth Kohri:

Eine liebe Mitbewohnerin, die noch ein Auto hat, schenkte mir zu meinem 90. Geburtstag eine Fahrt zu einem Urlaubsort. Der Spruch: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah.“ Das Ziel war bald gefunden: das KWA Parkstift Rosenau in Konstanz. 

Schon bei der Ankunft begeisterten uns die herrliche Lage des Hauses am See und der gepflegte, große Park mit den vielen Rosen. Im Haus beeindruckte uns die großräumige, schön gestaltete Eingangshalle. Am Nachmittag besichtigten wir das Haus und staunten über die großen schönen Räume. Auf der Terrasse verbrachten wir eine gemütliche Kaffeestunde und unterhielten uns mit Hausbewohnern.

Morgens genossen wir das vorzügliche, reichhaltige Frühstück. Dann besichtigten wir die Stadt Konstanz und beschäftigten uns mit ihrer Geschichte. An den anderen Tagen fuhren wir mit den Schiffen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten. An den Spätnachmittagen spazierten wir am See entlang und wagten sogar ein Bad darin. Leider war der dreitägige Urlaub viel zu kurz. Die Erlebnisse und schönen Eindrücke bleiben in Erinnerung. Wir hatten unser Reiseziel gut gewählt. Wir fühlten uns geborgen und hätten in der Not gleich Hilfe gehabt. So konnte ich als Neunzigjährige die Fahrt wagen. Diese Fahrt ist zur Nachahmung empfohlen.

Irmgard Fretz berichtet über ihre KWA Reise 2016 nach Lüneburg:

Bei meiner ersten KWA-Reise im September 2016 hat mich vor allem die mir bis dahin unbekannte Stadt Lüneburg interessiert. Organisation, Unterkunft und Betreuung waren hervorragend. Während dieser Woche hatten wir Gelegenheit, mit guten Reiseführern viele Sehenswürdigkeiten im Ort und in naher Umgebung zu besichtigen. Das Kennenlernen der zahlreichen Bewohner aus verschiedenen deutschen Gebieten fand ich besonders interessant und erfreulich.

Beim gemütlichen Zusammensitzen wurden viele Erfahrungen über die jeweiligen KWA Wohnstifte ausgetauscht. Ich war sehr zufrieden mit dieser Reise und habe mich bereits für das Jahr 2017 wieder angemeldet.

Helga und Klaus Muttzall organisieren ihre Reisen noch selbstständig. Sie schreiben:

Sobald die Kinder groß genug waren, wurde gewandert. Erst in der näheren Umgebung, dann mit dem Auto auch in neuen Landschaften. Triebfeder war das Naturerlebnis. Um nichts zu versäumen, gingen wir zu Fuß, Blumen und Insekten kann man nur so studieren! Bald schien der Spruch “Immer nur zu Hause hocken, das macht Schimmel in den Socken” für uns erfunden zu sein. Doch wir hatten eher Pfeffer als Schimmel in den Socken. Aus Wald und Wiesen wurden Berge, bald konnten sie nicht hoch genug sein. Nur vom Klettern wollten wir nichts wissen. Hüttentouren in den Alpen, bei Gletschern mit Führer, und am Seil, wurden unser Ideal. Schauen wir uns heute die alten Aufnahmen an, so sind wir immer wieder beeindruckt von unseren körperlichen Leistungen.

Jetzt fängt unser Alter mit einer “8” an, da fällt das Steigen schwer. Aber immer nur Ostsee oder Lüneburger Heide ist auch keine Lösung. Wir laufen jetzt kürzer und langsamer, haben so reichlich Zeit, zu schauen und unsere Neugierde zu befriedigen. Auch freunden wir uns mehr und mehr mit Kunst und Geschichte an. So waren wir zum Beispiel im letzten September im Vinschgau in Südtirol. Die Berge haben wir nur von unten gesehen, aber die Waalwege an den praktisch ebenen Bewässerungskanälen sind seniorenfreundlich, so kam das Laufen nicht zu kurz. Zudem gibt es hier, wie in vielen Kulturlandschaften, mittelalterliche und mit Fresken ausgemalte Kirchen. Wahre Kleinode kann man da entdecken, so wurde der Kunstführer von Dumont unser Reiseführer. Dazu besuchten wir interessante Städte, voll mit Kunst, wie Bozen, Brixen und Trient, wirklich tolle Erlebnisse!

Das geht natürlich nur, solange wir noch Auto fahren können. Wir erlaubten uns auf Hin- und Rückfahrt Zwischenübernachtungen in netten Städten, so wurden auch die Stopps schon zu Abenteuertagen.

Doch mit der Heimkehr sind unsere Reisen noch nicht beendet. Hunderte von Bildern sind am Computer zu bearbeiten, Hintergrundinformationen, geschichtliche Details, alte Legenden müssen zusammengestellt werden. Dabei ist das Internet mit Google und Co. eine große Hilfe. Auch unser Wohnstift hilft; In Speisesaal und Lobby haben wir gratis W-LAN, was die Recherchen vereinfacht. Sind die Details endlich beisammen, so wird eine Bilderschau gebastelt, ein Text wird geschrieben und gesprochen, dann entsteht eine Silberscheibe, und endlich kann die Bilderschau nun am Fernseher angeschaut und -gehört werden. Viel Arbeit? Ja gewiss, die Nachbereitung dauert schnell 2- bis 3-mal so lang, wie die Reise! Aber es ist eine interessante und dankbare Beschäftigung, erleben wir doch alles ganz intensiv noch einmal. Und was ist schöner, als an Winterabenden mit Hilfe der Bilder noch einmal eine Reise im bequemen Sessel nachzuvollziehen.

Reisen wollen wir auch in Zukunft, unsere leere Wohnung ist im Stift in guten Händen. Und geht das Autofahren mal nicht mehr, dann machen wir Gruppenreisen. Auch die ideale Reiseform für das Alter haben wir schon mehrmals ausprobiert. Für uns sind das die Flusskreuzfahrten. Das ist noch schöner als unser Leben im Stift. Man wird betreut und verwöhnt, hat doch sein eigenes Reich, nette Unterhaltung, und, wenn man will, organisierte Landausflüge. An Bord sitzen wir in der Panorama-Lounge oder an Deck und lassen die Landschaft langsam an uns vorüberziehen, da kann selbst unser Wohnstift nicht mithalten. Vielleicht könnten wir ja im Speisesaal große Bildschirme aufstellen und darauf bewegende Landschaften zeigen? Übrigens ziehen wir Fahrten auf kleineren Flüssen vor, weil man da näher an der Natur ist. Vor der Reise vom Stift zum Hafen muss man keine Angst haben: Der Koffer wird zwei Tage vorher abgeholt, die meist kurze Fahrt mit dem ICE und ohne Gepäck ist komfortabel, und kommen wir an Bord, so steht der Koffer schon in der Kabine. So sind wir zuversichtlich, dass unsere Socken noch einige Jahre schimmelfrei bleiben werden.

Unser KWA Parkstift St. Ulrich bietet einmal im Monat einen begleiteten Ausflug für unsere Bewohner und Clubmitglieder an, bei dem die nahegelegenen Ausflugsziele des Schwarzwaldes oder der Rheinebene besucht werden. Auch da gehen wir gerne mit.

 

 


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