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Helfen macht Freude: Spenden für Flüchtlinge – eine Stiftsbewohnerin berichtet

Die täglichen Nachrichten über die Flüchtlingswelle berührten und bedrückten uns alle. Spätestens mit dem Eintreffen der ersten Flüchtlinge in Berlin fragte ich mich, in welcher Form wir Bewohner helfen könnten.

Eines der ersten Flüchtlingsheime im Wilmersdorfer Bürgeramt war in kürzester Zeit überbelegt. – Wer war ein kompetenter Ansprechpartner? Ich wurde fündig in Lichterfelde in Daniela Seyda, Betreuerin von fünf Flüchtlingsheimen.

Sie gab mir per Telefon eine genaue Liste der am dringendsten benötigten Hygieneartikel durch. Diese Liste leitete ich an Stiftsdirektorin Monika Belowski weiter. Sie gab spontan eine Bestellung auf – der Geld-Spendenaufruf war kurzfristig angelaufen. Fünf große Kartons lieferten wir bereits am darauffolgenden Dienstag im Flüchtlingsheim Lichterfelde ab. In der Toreinfahrt wimmelte es von kleinen Kindern, herumstehenden Männern, Menschen mit Einzelspenden. Inmitten des Trubels Daniela Seyda, alles im Auge und im Griff, Handy am Ohr, fünf Dinge auf einmal dirigierend (so was können nur Frauen). Gleichzeitig erklärte sie uns den Tagesablauf. Rohre seien oftmals verstopft, Toilettenpapier und Toilettenspülung vielen unbekannt und so weiter. Doch alle Probleme werden gelöst.

Unser Spendenaufruf hatte rund 2.000 Euro gebracht und die Wunschliste Nr. 2 bezog sich nun auf Putzmittel – Eimer, Besen et cetera sowie Kinderspielzeug. Die Freude über die zweite Lieferung war riesengroß, handelte es sich doch um neue Sachen. Als dritte Aktion starteten wir die Sammlung von Kleidung. In kürzester Zeit wurden von KWA Bewohnern hochwertige Kleidungsstücke gespendet.
Hier gilt Mitbewohnerin Renate Ramke das größte Lob. Sie war es, die täglich die im Kegelkeller abgegebenen Sachen sortierte, Säcke vollpackte und beschriftete. Zusätzlich waren begehrte „Leggings“ und warme Socken besorgt worden. Unser Bus war randvoll mit 21 Kleidersäcken und löste großen Jubel aus. Wir werden den Kontakt nicht abbrechen lassen.

Erschienen in alternovum. Das KWA Journal | 2/2016
Autorin: Marie Luise Gericke


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