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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Wohnen & Service

Glossar - W

Wachkoma

Das apallische Syndrom, umgangssprachlich "Wachkoma" genannt, bezeichnet ein schweres neurologisches Krankheitsbild. Der Patient kann im Regelfall nicht mehr motorisch reagieren oder sich äußern. Die selbstständige orale Nahrungsaufnahme ist oftmals nicht möglich. Zumeist sind die ausgeprägten Funktionsstörungen Folge einer schweren Verletzung des Gehirns. Das "Wachkoma" ist ein komplexes Krankheitsbild, das individuell sehr unterschiedlich aussehen kann.

Wohnen mit Service

Servicewohnen beschreibt barrierefreies Wohnen im Alter in einer entsprechenden Wohnanlage mit zahlreichen Service- und Komfortangeboten. Dazu zählen neben der Bereitstellung pflegerischer, hauswirtschaftlicher oder sonstiger benötigter Unterstützung auch ein gastronomisches Angebot sowie ein umfangreiches Programm, das verschiedene kulturelle und gesellige Aktivitäten umfasst. Servicewohnen wird oft auch als "Wohnen mit Hotelcharakter" beschrieben, so soll es doch den Bewohnern einer Einrichtung das Leben so sorgenfrei und komfortabel wie möglich machen.

Informationen zum Servicewohnen mit KWA

Wohnformen

Alternative und innovative Wohnformen für Senioren sind in Anbetracht der demographischen Entwicklung ein immer wichtigeres Thema. Doch schon heute ist das Klischee von "alleine und ins Heim abgeschoben" bei den meisten Senioren Lichtjahre von der Realität entfernt. Gerade im höheren Lebensalter erkennen und nutzen viele Menschen ganz bewusst diesen Lebensabschnitt, oftmals wesentlich sorgenfreier als noch in der Berufs- oder Familienphase. Fest steht - im Alter verändern sich die Ansprüche ans Zuhause. Die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Wohnformen gehört bei vielen Senioren deshalb selbstverständlich dazu. Will ich mich noch um ein großes Haus und Grund kümmern? Will ich selbst den Haushalt bewältigen, täglich kochen? Die Möglichkeit des Servicewohnens ist in diesem Fall eine attraktive Option, viele lästige Pflichten abgeben zu können. Andere ziehen weiterhin das Eigenheim vor, achten aber auf eine barrierefreie Ausstattung. Es entstehen Wohnprojekte mit anderen Generationen, wo sich jung und alt gegenseitig unterstützen. Auch Wohngemeinschaften für Senioren erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Gemeinsam statt einsam lautet die Devise. 

Wohngemeinschaft

Gemeinsam statt einsam. Die klassische Wohngemeinschaft, kurz WG, wird gerne erstmal vornehmlich mit Studenten in Verbindung gebracht, die sich aus Kostengründen eine Wohnung teilen. Doch mittlerweile hat sich das Konzept der WG weiterentwickelt. Auch Wohngemeinschaften für Senioren erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Oftmals spricht man in diesem Fall von einer "Plus-WG". Zumeist aktive ältere Menschen teilen sich Wohnraum ebenso wie Haushaltsarbeiten, unternehmen viel gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Die Bewohner einer Plus-WG leben im Regelfall selbstständig und ohne externe Hilfe.

Wohnstift

Wohnstifte sind Einrichtungen nach Heimgesetz. Ihre Besonderheit besteht darin, selbständiges Wohnen zu ermöglichen, Lebensqualität zu fördern, aber im Falle von Beeinträchtigungen im hohen Alter auch Sorgeverantwortung zu übernehmen und Menschen mit Pflegebedarf bis zuletzt nach dem State-of-the-Art zu versorgen.

Zum Grundservice von Wohnstiften zählen im Allgemeinen Dienstleistungen wie die Reinigung der Wohnung und Rezeptionsservice, ein Notruf-System, Kommunikation, Gastronomie, ein Kulturprogramm sowie eine zeitlich definierte Betreuung im Falle von Krankheit. Was im Grundservice enthalten ist, wird im jeweiligen Stiftsvertrag exakt festgelegt. Darüber hinaus ist es möglich, zahlreiche Zusatzleistungen nach persönlichem Wunsch oder individuellem Bedarf gegen Entgelt zu wählen.

Das Leben im Wohnstift: eine Sonderform von betreutem Wohnen

Im heimrechtlichen Kontext wird das Leben im Wohnstift als Sonderform des betreuten Wohnens ausgewiesen. In einem Gutachten von Gunter Crößmann und Karlheinz Börner, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurde, wird das Leben im Wohnstift als Service-Wohnen bezeichnet.

In Wohnstiften leben die Bewohner in mit eigenen Möbeln eingerichteten Wohnungen. Dort werden sie im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit von Mitarbeitern eines hauseigenen Pflegedienstes umsorgt. Die Rund-um-die-Uhr-Präsenz des Pflegedienstes ist in vielen Wohnstiften Usus. Dank des individuell ausgerichteten Serviceangebotes können die Bewohner eines Wohnstifts auch bei Einschränkungen selbstbestimmt ihren Lebensstil fortführen.

Wer möchte, kann im Wohnstift zurückgezogen in seiner eigenen Wohnung leben. Wer Geselligkeit und Anschluss sucht, kann beides direkt im Wohnstift finden: bei Gesprächen und kulturellen Veranstaltungen, oder bei gemeinsamem Sport oder Spiel.

Wohnraumanpassung

Im Alter können bei eingeschränkter Mobilität kleine Hürden in der Wohnung zu großen Problemen werden. Die Türschwelle, eine Treppe, eine Dusche mit hohem Einstieg - in manchen Fällen kann der Verbleib in der Wohnung schwierig bis unmöglich werden. In diesem Fall kann eine Wohnraumanpassung Abhilfe verschaffen. Neben dem Einbau schwellenloser Türschwellen, eines Treppenlifts oder einer bodengleichen Dusche gibt es zahlreiche Möglichkeiten Wohnraum möglichst barriere- und altersgerecht zu gestalten. Seniorenheime und Wohnstifte sind grundsätzlich barrierefrei eingerichtet und verfügen auch in den Hausfluren und Aufzugsanlagen bereits über entsprechende Vorrichtungen. 

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