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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Wohnen & Service

Glossar - V

Validation

Insbesondere in der Pflege demenzkranker Menschen spielt Validation eine bedeutende Rolle. Validieren bedeutet jemanden wertschätzen, akzeptieren und annehmen. Die Validation beschreibt als Methode den Umgang und die Form der Kommunikation mit demenziell oder geistig verwirrten Menschen. Im Grundsatz geht es darum, die Realität des Menschen als "echt" anzunehmen, auch wenn diese nicht den gegebenen Umständen entspricht. So muss man beispielsweise auf Falschaussagen des Demenzkranken nicht mit Korrektur reagieren, sondern kann die Aussagen als solche stehen lassen. Neben dem respektvollen Umgang, sollte sich das Gegenüber an der individuellen Sicht- und Erlebniswelt des Erkrankten orientieren. Andersherum ist es aufgrund der Krankheitsbildes nicht mehr möglich. Für Pflegefachkräfte ist es deshalb sehr wichtig die Biographie eines Menschen zu kennen, um situationsbedingt im Rahmen der Validation auf ihn eingehen zu können.

Verhinderungspflege

Das Risiko für pflegende Angehörige, insbesondere (Ehe-)partner, infolge der Dauerbelastung selbst zu erkranken, ist hoch. Für maximal vier Wochen pro Jahr können sie aber "Urlaub von der Pflege" machen. Bei Bedarf stellt die Pflegekasse für die Verhinderungspflege ein Budget in Höhe von 1.510 Euro pro Jahr zur Verfügung. Voraussetzung: Die Pflegeperson muss den Pflegebedürftigen vor der Verhinderung mindestens sechs Monate in seinem Zuhause gepflegt haben. Wie auch bei der Kurzzeitpflege haben Angehörige die Möglichkeit, pflegebedürftige Angehörigen für den Zeitraum ihrer Abwesenheit in einer Pflegeeinrichtung fürsorglich und kompetent versorgen zu lassen.

Weitere Informationen zur Kurzzeit- oder Verhinderungspflege bei KWA

Vollstationäre Pflege

Die meisten Menschen, die pflegebedürftig werden, wollen dennoch so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung bleiben. Die Pflege in den eigenen vier Wänden wird in der Regel durch Angehörige oder durch der Einsatz von ambulanten Pflegediensten ermöglicht. Ist dies aus verschiedenen Gründen nicht oder nicht mehr möglich, bieten Einrichtungen auch vollstationäre Pflege an. Der Pflegebedürftige zieht dann dauerhaft in eine Einrichtung ein.

Pflege stellt eine Vertrauensleistung dar, deren Qualität nicht nur nach fachlichen Maßstäben gemessen werden kann. Die pflegerische Unterstützung muss den Bedürfnissen des Einzelnen entsprechen und individuell auf ihn zugeschnitten werden.

Stationäre Pflege bei KWA im Wohnbereich Pflege

In vielen KWA Stiften gibt es neben der ambulanten Pflege in der Stiftswohnung auch so genannte stationäre Pflegebereiche, die bei KWA Kuratorium Wohnen im Alter Wohnbereich Pflege genannt werden. 

Hier wohnen die Bewohner in Pflegezimmern und werden von qualifizierten Mitarbeitern gepflegt und begleitet. Durch kleine Gruppen mit festen Bezugspersonen finden die Individualität, die Lebensstile und Gewohnheiten jedes Einzelnen Beachtung. Angehörige und Freunde werden dabei gerne involviert und sind jederzeit willkommen.

Nähere Information zur stationären Pflege bei KWA.

Vorsorgevollmacht

In einer Vorsorgevollmacht kann eine Person eine oder mehrere Personen des Vertrauens benennen, die bereit sind, für ihn im Bedarfsfall zu handeln. Die Vorsorgevollmacht wird erst dann relevant, wenn durch Krankheit oder einen Unfall die eigene Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden ist. Die Vertrauensperson kann dann beispielsweise in allen Angelegenheiten der Gesundheitssorge entscheiden, ebenso über alle Einzelheiten einer ambulanten oder (teil-) stationären Pflege. Sie ist befugt, den in einer Patientenverfügung festgelegten Willen durchzusetzen. Die Vertrauensperson darf Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag über eine Wohnung einschließlich einer Kündigung wahrnehmen sowie einen Haushalt auflösen. Außerdem vertritt der Bevollmächtigte die Person bei Behörden, Versicherungen, Renten und Sozialleistungsträgern vertreten und verwaltet das Vermögen. Anders als ein gesetzlich bestellter Betreuer ist der Bevollmächtigte dem Gericht nicht rechenschaftspflichtig.

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