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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Wohnen & Service

Glossar - H

Härtefall / Härtefallregelung

Ein sogenannter Härtefall liegt in besonderen Fällen der Schwerstpflegebedürftigkeit vor. Wenn rund um die Uhr ein intensiver Pflegebedarf sowie mehrfach wöchentlich Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung notwendig ist, können Betroffene im Rahmen der Härtefallregelung ihren Anspruch auf höhere Pflegesachleistungen geltend machen. Gelegentlich wird anstelle von 'Härtefallregelung' auch von der Pflegestufe 3+ gesprochen.

Häusliche Pflege

Die meisten Menschen, die pflegebedürftig werden, wollen dennoch so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung bleiben. Die Pflege in den eigenen vier Wänden wird in der Regel durch Angehörige oder durch der Einsatz von ambulanten Pflegediensten ermöglicht. Für die Finanzierung der häuslichen Pflege kann bei der sozialen Pflegeversicherung Pflegegeld beantragt werden.

Das Konzept von KWA Kuratorium Wohnen im Alter ist auf die Bedürfnisse von Senioren abgestimmt. Jeder Bewohner lebt in seiner privaten Wohnung und alle, die Hilfe oder Unterstützung brauchen, bekommen sie direkt im Wohnstift. Der hauseigene ambulante Pflegedienst ist Tag und Nacht präsent und stellt sicher, dass die Bewohner des Hauses auch bei Pflegebedarf in Ihrer Wohnung bleiben können.

Viele der Bewohner der KWA-Häuser benötigen weder Pflege noch Unterstützung im Alltag. Aber es ist auch für Sie beruhigend, dass im Bedarfsfall alle Möglichkeiten verfügbar sind.

Service-TIPP

Mit KWA Club bieten wir die Möglichkeit, viele Leistungen der KWA Wohnstifte zu nutzen, ohne dort zu leben. KWA Club unterstützt mit seinen Angeboten auch das Betreute Wohnen zu Hause.

Haushaltshilfe

In den KWA Wohnstiften wird jedem Bewohner so viel Eigenständigkeit wie möglich und so viel Hilfe wie nötig geboten. Das Leben im eigenen Apartment erlaubt eine selbstständige und unabhängige Lebensführung. Die Bewohner werden individuell abgestimmt bei der Haushalts- und Lebensführung unterstützt. Alle Mitarbeiter in den Wohnstiften sind in der Wahrnehmung von Veränderungsprozessen, die das Alter mit sich bringt, geschult. Weitere Informationen zur Hauswirtschaft bei KWA.

Ganz orientiert an den individuellen Wünschen begleitet darüber hinaus die Persönliche Assistenz die Bewohner bei Besorgungen oder zum Arzt, unterstützt sie bei der Korrespondenz, geht mit ihnen spazieren und gestaltet mit ihnen gemeinsam den Tag. Diese Leistungen sind wesentlicher Bestandteil der Sorgestrukturen in den KWA Wohnstiften.

Service-TIPP

Mit KWA Club bieten wir die Möglichkeit, viele Leistungen der KWA Wohnstifte zu nutzen, ohne dort zu leben. KWA Club unterstützt mit seinen Angeboten auch das Betreute Wohnen zu Hause.

 

 

 

Hausnotruf

Selbstständigkeit und Sicherheit haben für viele Menschen oberste Priorität. Für allein lebende Menschen kann ein besonderer Schutz beruhigend sein. Damit im Bedarfsfall notwendige Hilfen und Unterstützung gewährleistet sind, empfiehlt es sich, bestimmte Vorsorgemaßnahmen zu treffen.  

Ein Hausnotrufgerät besteht aus einem Basisgerät mit Freisprechanlage sowie aus einem Notrufknopf (= Funksender), der entweder als Armbanduhr, Brosche oder Halsband getragen werden kann. Für sturzgefährdete Menschen empfiehlt sich außerdem der Falldetektor, der bei einem Sturz automatisch den Notruf auslöst. Für Bewohner der KWA-Häuser steht die Notrufbereitschaft rund um die Uhr zur Verfügung.

Auch KWA Club bietet in seinem Servicepaket diese Möglichkeit an: Der KWA Hausnotruf kann schnell und einfach in jeder Wohnung installiert werden. Dazu wird lediglich ein Telefonanschluss benötigt. Zusätzlich kann man an das Hausnotrufsystem auch Gas-, Rauch- und Wassermelder anschließen oder sich an die Einnahme von Medikamenten erinnern lassen.

Heilerziehungspflege

Heilerziehungspfleger widmen sich der Betreuung, Förderung und Beschäftigung von behinderten und pflegebedürftigen Menschen. Für diese Aufgabe sind Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Hilfebedürftige Menschen mit ihrer Würde und Einzigartigkeit anzunehmen und zu unterstützen, erfüllt aber auch mit sehr viel Freude und Stolz. 

KWA Ausbildungs-TIPP

Zum KWA Bildungszentrum gehört die Fachschule für Heilerziehungspflege in Pfarrkirchen. Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger (m/w) dauert drei Jahre und teilt sich in theoretischen und praktischen Unterricht.

Heimaufsicht

Die Heimaufsicht ist eine Behörde zur Überprüfung und Beratung von Betreuungseinrichtungen. Welche Behörde für die Durchführung der Heimaufsicht zuständig ist, variiert von Bundesland zu Bundesland. Auch die Namen der Behörden unterscheiden sich, einige bezeichnen sich als Beratungs- und Prüfbehörde nach dem LWTG (BP-LWTG) oder als WTG-Behörde. Die Heimaufsicht prüft die Zuverlässigkeit der Heimbetreiber, die personelle Ausstattung sowie die Qualität der Betreuung, des Wohnens und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Hierzu werden regelmäßg unangemeldete Überprüfungen durchgeführt. Darüber hinaus geht die Heimaufsicht Beschwerden nach und erfüllt auch beratende Funktionen.

Heimgesetz

Das Heimgesetz, abgekürzt HeimG, dient der Regelung der stationären Pflege älterer Menschen sowie pflegebedürftiger oder behinderter Volljähriger. Das Heimgesetz beinhaltet Bestimmungen zum Schutz von Bewohnern stationärer Einrichtungen und beschreibt insbesondere die Qualitätsansprüche an Pflege und Betreuung. Darüber hinaus werden im Heimgesetz auch Mindeststandards festgelegt, die  Personal und bauliche Normen betreffen. Die Kontrolle der Auflageneinhaltung obliegt der Heimaufsicht.

Heimkosten

Heimkosten beschreiben ein im Heimvertrag festgelegtes Heimentgelt, das in der Regel monatlich bezahlt wird. Die Höhe der Kosten setzt sich aus den von den Bundesländern festgelegten Pflegesätzen und den von den Einrichtungsbetreibern festgesetzten Kosten zusammen. 

Das KWA Preissystem

Die Bewohner im Wohnstift bezahlen einen monatlichen Pensionspreis, der das Wohnen mit allen Nebenkosten sowie die Service-Grundleistungen abdeckt. Dazu gehören Veranstaltungen, allgemeine Beratungen, Rezeptionsservice und  Notrufbereitschaft. Partner, die gemeinsam in eine Wohnung einziehen, bezahlen einmal den umfassenden Pensionspreis sowie einen geringen Aufpreis für die zweite Person.Ganz nach Wunsch und Bedarf wählen die Bewohner aus dem umfangreichen Serviceangebot des Wohnstiftes gewünschte Leistungen gegen zusätzliches Entgelt.

Die Pflegekosten werden unter Berücksichtigung etwaiger Pflegestufen individuell berechnet. Wenn Sie eine Pflegestufe haben, übernimmt Ihre Krankenkasse einen festen Betrag der Kosten. Einen Teil müssen Sie jedoch selbst finanzieren.

Heimvertrag

Vor Einzug in eine Pflegeeinrichtung wird ein so genannter Heimvertrag zwischen dem Heimbewohner und dem Heimbetreiber geschlossen. Er enthält Elemente aus einem Mietvertrag und einem Dienstvertrag, d.h. er regelt sowohl die künftige Wohnsituation als auch die rechtliche Grundlage für die Pflege und den Aufenthalt in der stationären Pflegeeinrichtung. Der Heimvertrag dient in erster Linie dem Zweck, die Rechte der (pflegebedürftigen) Bewohner vertraglich zu schützen.

Hilfebedarf

Der Hilfebedarf dient als Grundlage bei der Feststellung oder Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Nach dem Pflegeversicherungsgesetz ist pflegebedürftig, wer "wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens" (§ 14 SGB XI) Hilfe braucht. Dieser Hilfebedarf muss auf Dauer bestehen, das heißt mindestens sechs Monate lang.

Wenn Versicherte bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf Pflegeleistungen stellen, beauftragt diese den zuständigen Medizinischen Dienst mit der Begutachtung. Dieser prüft regelmäßig, ob die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit gegeben sind, sprich ein Hilfebedarf vorliegt, und ordnet entsprechend der jeweiligen Pflegestufe zu.

Hilfsmittel

Hilfsmittel sind sächliche Mittel oder technische Produkte, die individuell gefertigt oder als serienmäßig hergestellte Ware abgegeben werden. Dazu zählen beispielsweise Seh- und Hörhilfen, Prothesen, Gehhilfen, Rollstühle oder andere orthopädische Hilfsmittel. Hilfsmittel können zu Lasten der Krankenkassen ärztlich verordnet werden, sie können aber auch durch die Krankenkassen leihweise überlassen werden. Im Bereich der Pflegeversicherung ist eine Verordnung als Voraussetzung nicht vorgesehen. Es ist jedoch notwendig, dass eine Pflegefachkraft oder der Medizinische Dienst die Notwendigkeit des Pflegehilfsmittels feststellt.

 

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