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Wohnen & Service

Glossar - B

Barrierefreiheit

Um im Alltag gleichberechtigte Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen, muss unser Umfeld nach bestimmten Maßstäben gestaltet werden. Ein Beispiel: Damit Rollstuhlbenutzer und Nutzer eines Rollators eine Straße überqueren können, müssen die Borde an den dafür vorgesehenen Querungsstellen abgesenkt werden. Tatsächlich sind aber nur wenige Prozent aller Gehsteige barrierefrei ausgeführt.

Auch im Alter können durch eingeschränkte Mobilität kleine Hürden in der Wohnung zu großen Problemen werden. Die Türschwelle, eine Treppe, eine Dusche oder Badewanne mit hohem Einstieg - in manchen Fällen wird der Verbleib in der Wohnung schwierig bis unmöglich. In diesem Fall können eine barrierefreier Umbau und eine Wohnraumanpassung Hilfe verschaffen.

Barrierefreiheit betrifft dabei nicht nur bauliche Belange. Menschen mit Behinderung sollen grundsätzlich gleichberechtigt am Leben teilnehmen können. Dazu zählt auch die problemlose Nutzung von Kommunikationsmittel wie Fernsehen oder Internet. So können beispielsweise blinde Menschen mit Hilfe von Audiodeskription - also der Beschreibung der Film- oder Fernsehbilder - einem Film ebenso folgen wie Hörende. Barrierefreies Internet heißt, dass eine Internetseite für jede Benutzergruppe nutz- und lesbar ist. Für gehörlose Menschen können Audio- und Videodateien im Internet durch Text ergänzt werden.

Mittlerweile gibt es mehrere Gesetze und Verordnungen, die die rechtliche Grundlage für Barrierefreiheit in den Bereichen Bauen und Verkehr sowie Kommunikation sichern und vorantreiben sollen.

Behandlungspflege

Die Behandlungspflege ist ein Teilbereich der häuslichen Krankenpflege. Sie erfolgt ausschließlich auf ärztliche Verordnung und kann nicht, wie eine Pflegestufe, durch den Patienten beantragt werden. In die Kategorie "Behandlungspflege" fallen beispielsweise medizinische Hilfeleistungen wie Wundversorgung, Verbandswechsel, Injektionen, Katheterisierung, Blutdruckmessung und Medikamentengabe. Grundsätzlich umfaßt sie nur Tätigkeiten, die der Arzt nicht selbst durchführt, die aber dennoch für die ärztliche Behandlung wichtig und erforderlich sind. Bei vorliegender medizinischer Notwendigkeit wird die Finanzierung der Behandlungspflege nach Genehmigung durch die Krankenkasse übernommen.

Betreuungsbetrag

Den Betreuungsbetrag erhalten Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen). Es wird je nach Betreuungsbedarf ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag gewährt. Der Betreuungsbetrag beträgt bis zu 100 Euro monatlich (Grundbetrag) bzw. bis zu 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag) – also bis zu 1.200 Euro bzw. 2.400 Euro jährlich. Personen mit einem vergleichsweise geringeren allgemeinen Betreuungsaufwand erhalten den Grundbetrag. Personen mit einem im Verhältnis dazu höheren allgemeinen Betreuungsbedarf bekommen den erhöhten Betrag. Wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das darauffolgende Kalenderhalbjahr übertragen werden.

Quelle (Stand 11/2014) und weitere Infos: Bundesministerium für Gesundheit

Betreuungskraft

Die Betreuungskraft nach § 87b bezeichnet eine im Rahmen des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes zusätzlich geschaffene Stelle in Pflegeeinrichtungen und Seniorenwohnheimen. Der Bedarf an zusätzlichen Betreuungskräften ergibt sich vor allen Dingen aus dem erhöhten Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf von Menschen mit demenzbedingten Beeinträchtigungen oder vergleichbar begründeten Fähigkeitsstörungen. Die Aufgabe der Betreuungskräfte besteht im Schwerpunkt darin die Betroffenen zu aktivieren und zu mobilisieren und sie bei alltäglichen Aktivitäten zu unterstützen. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit.

Betreuungsrecht

Das Betreuungsrecht wurde für Menschen geschaffen, die wegen Krankheit oder einer Behinderung nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten ohne Hilfe zu ordnen. Im Rahmen des Betreuungsrechts ist geregelt, dass für eine hilfsbedürftige Person ein Betreuer bestellt werden kann, der in einem gerichtlich festgelegten Umfang in Stellvertretung für den Betroffenen handelt.

Ein Antrag auf Betreuung kann durch einen Arzt oder auch durch Angehörige oder Freunde gestellt werden. Die Angst mancher Menschen "einfach so" entmündigt werden zu können, ist allerdings unbegründet. Nach Erstellung eines Gutachtens durch einen Sachverständigen, muss zusätzlich ein Mitarbeiter der Betreuungsbehörde mit dem Betroffenen sprechen. Erst dann entscheidet das zuständige Amtsgericht über die Veranlassung einer Betreuung. Zumeist bestellt das Gericht Familienangehörige. Es gibt aber auch Berufsbetreuer, die diese Aufgabe übernehmen können. In jedem Fall steht das Wohl und die Wünsche des Betroffenen immer im Vordergrund.

Betreutes Wohnen

Bei betreutem Wohnen wird altersgerecht ausgestatteter Wohnraum in Verbindung mit Betreuungsleistungen angeboten. Umfang und Art der Betreuungsleistungen schwanken von Angebot zu Angebot erheblich, werden vertraglich festgelegt.

KWA Betreutes Wohnen

KWA Betreutes Wohnen gibt es in Konstanz, Bad Nauheim und Baden-Baden. Durch die räumliche Nähe zu KWA Wohnstiften ist eine Vielzahl von Serviceleistungen buchbar, die bei konventionellem betreutem Wohnen nicht zur Verfügung stehen.

Wohnstifte: eine Sonderform von betreutem Wohnen

Im heimrechtlichen Kontext wird das Leben in Wohnstiften als Sonderform des betreuten Wohnens ausgewiesen. In einem Gutachten von Gunter Crößmann und Karlheinz Börner, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurde, wird das Leben im Wohnstift als Service-Wohnen bezeichnet.

Wer möchte, kann im Wohnstift zurückgezogen in seiner eigenen Wohnung leben. Wer Geselligkeit und Anschluss sucht, kann beides direkt im Wohnstift finden: bei Gesprächen und kulturellen Veranstaltungen, oder bei gemeinsamem Sport oder Spiel.

In Wohnstiften leben die Bewohner in mit eigenen Möbeln eingerichteten Wohnungen. Dort werden sie im Krankheitsfall und bei Pflegebedürftigkeit von Mitarbeitern eines hauseigenen Pflegedienstes umsorgt. Die Rund-um-die-Uhr-Präsenz des Pflegedienstes ist in vielen Wohnstiften Usus. Dank des individuell ausgerichteten Serviceangebotes können die Bewohner eines Wohnstifts auch bei Einschränkungen selbstbestimmt ihren Lebensstil fortführen.

Betreutes Wohnen zu Hause - ein besonderes Angebot von KWA Club

Viele Menschen verspüren den Wunsch, solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Das „Betreute Wohnen zu Hause“ ist dann eine alternative Wohn- und Betreuungsform. Selbstbestimmt – auch wenn die eine oder andere Unterstützung notwendig ist. KWA Club unterstützt mit seinem Angebot Betreutes Wohnen zu Hause.

Weitere Infos: KWA Club Betreutes Wohnen zu Hause

Bezugspflege

Bezugspflege ist die Bezeichnung für eine Pflegeform, bei der Bewohner einer Pflegeeinrichtung möglichst konstant von denselben Pflegern betreut werden. Nur so kann mit der Zeit Gemeinsamkeit zwischen den Bewohnern und den Mitarbeitern wachsen. Ein Vertrauensverhältnis entsteht, das Pflegeteam kann die Biografie des Einzelnen berücksichtigen und so eine individuelle Lebensbegleitung ermöglichen. Bezugspflege heißt weiter, dass sich auch die patientenbezogene Administration der Pflege und die Arbeitsorganisation weiterer Beteiligter, wie Pflegeschüler und Pflegehelfer, in der Verantwortung der Bezugspfleger befinden. Bezugspflege  bildet eine bestmögliche Basis für "gute Pflege" und sollte als Qualitätsmerkmal bei der Auswahl einer Pflegeeinrichtung durchaus berücksichtigt werden.

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