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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Wohnen & Service

Glossar

In unserem Glossar finden Sie Erläuterungen aller relevanten Begriffe aus der
(Alten-)pflege.

AEDL-Pflegemodell

Die Abkürzung „AEDL“ steht für „Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des Lebens“. In der Pflegepraxis geht es darum, die Erhaltung und Weiterentwicklung von Unabhängigkeit und das Wohlbefinden des Menschen an erste Stelle zu setzen.

Ein wichtiger Baustein ist es, jeden Menschen mit seiner individuellen Lebensgeschichte und seinen persönlichen Bedürfnissen zu sehen und anzunehmen. Eine weitere wichtige Grundhaltung des AEDL-Pflegemodells ist die Ressourcenorientierung. Das heißt, in der Pflege wird sich nicht an den Defiziten des Einzelnen orientiert, sondern an den Stärken und Fähigkeiten. So kann es im Alltag ausreichen, bei bestimmten Tätigkeiten wie beispielsweise der Körperpflege, lediglich Unterstützung oder eine teilweise Übernahme zu leisten. Auch wenn diese Förderung zumeist länger dauert, als die vollständige Übernahme.

Das AEDL-Pflegemodell wurde von der deutschen Pflegewissenschaftlerin Monika Krohwinkel entwickelt und hat in Deutschland bereits weite Verbreitung gefunden.
Das KWA Konzept - Pflege und Betreuung nach Maß


Aktivierende Pflege

Unter aktivierender Pflege ist eine alltägliche Pflegepraxis zu verstehen, die die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit des Menschen fördert. Sie berücksichtigt die Fähigkeiten des zu Pflegenden, sodass dieser unter Beaufsichtigung bzw. Anleitung selbst tätig sein kann. Sie hat die Erhaltung bzw. Wiedergewinnung der Selbständigkeit des zu pflegenden Menschen zum Ziel. Die aktivierende Pflege soll dem Pflegebedürftigen helfen, trotz seines Hilfebedarfs eine möglichst weitgehende Selbstständigkeit im täglichen Leben zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Dabei ist insbesondere anzustreben:

  • vorhandene Selbstversorgungsaktivitäten zu erhalten und solche, die verloren gegangen sind, zu reaktivieren,
  • bei der Leistungserbringung die Kommunikation zu verbessern,
  • dass geistig und seelisch behinderte Menschen, psychisch kranke und geistig verwirrte Menschen sich in ihrer Umgebung und auch zeitlich zurechtfinden.

Quelle: Bundesgesundheitsministerium, 15.01.2010


Alltagskompetenz (eingeschränkte)

Psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen können in ihren Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung stark eingeschränkt sein. Die Betroffenen sind oftmals in erheblichem Maße auf Betreuung angewiesen. Die bei der Pflegebegutachtung relevante Begrifflichkeit "Einschränkung der Alltagskompetenz" umfasst unterschiedliche Bereiche von Hilfebedarf: Dazu zählen beispielsweise das unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches oder das Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen.

Abhängig von Umfang und Schwere der Einschränkungen, zahlt die Pflegeversicherung einen Betreuungsbetrag für sogenannte zusätzliche Betreuungsleistungen. Auch wenn ansonsten keine Pflegestufe vorliegt, können Betroffene den Betreuungsbetrag erhalten. Offiziell gibt es keine Pflegestufe unter 1, dennoch spricht man in diesem Fall von der "Pflegestufe 0".


Altenpfleger/in

In der Altenpflege unterstützt man bei der Behandlung und Rehabilitation kranker, pflegebedürftiger, behinderter oder desorientierter älterer Menschen. Die Tätigkeiten der Grund- und Behandlungspflege nehmen einen Großteil der Zeit in Anspruch. Dazu gehören die Hilfe bei der Körperpflege, beim Essen, bei der Ausführung ärztlicher Verordnungen wie Verbandswechseln, Spülungen und Medikamentenverabreichungen sowie die Anleitung bei Bewegungs- und Atemübungen. Außerdem spielt die soziale Betreuung eine wichtige Rolle in der täglichen Arbeit einer Altenpflegefachkraft. Sie plant gemeinsame Aktivitäten wie Spaziergänge und ist ein guter Gesprächspartner.

Weitere Informationen: www.pflegewiki.de/wiki/Altenpfleger


Altersgerechtes Wohnen

Für ältere Menschen können Treppen, Duschen mit hohem Einstieg oder sehr hoch angebrachte Schranktüren zu Alltagsfallen werden, die ein unabhängiges Leben in der eigenen Wohnung erschweren oder unmöglich machen.

Das Thema barrierefreies oder altersgerechtes Wohnen umfasst deshalb zum einen die baulichen Anforderungen an Wohnanlagen. Zum anderen geht es aber auch um persönliche Bedürfnisse und Vorstellungen, wie das Leben im Alter aussehen sollte. Auch Ängste vor dem Alleinsein oder vor dem Pflegeheim können eine Rolle spielen.

Gute Alternativen wie das betreute Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser stehen dem entgegen. Möglich sind außerdem ein Umbau der eigenen vier Wände und die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes. Altersgerechtes Wohnen für Senioren kann grundsätzlich sehr unterschiedlich aussehen. Eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema und entsprechende Planung ist in jedem Fall sinnvoll.

Altersgerechtes Wohnen in KWA Wohnstiften
KWA Club Betreutes Wohnen zu Hause


Alzheimer

Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit und stellt eine spezielle Form der Demenz dar. Im Gehirn von Alzheimerpatienten sind Ablagerungen zu finden, die in medizinischer Fachsprache „Plaques“ genannt werden. Diese sind nach heutigem Wissensstand für die Zerstörung von Nervenzellen und den Abbau von Hirnsubstanz verantwortlich. Betroffene leiden unter Gedächtnis-, Sprach- und anderen Funktionsstörungen, häufig zeigen an Alzheimer erkrankte Menschen auch Persönlichkeitsveränderungen. Demenzkranke erkennen im Verlauf der Krankheit oft selbst nahestehende Personen nicht mehr. Für Angehörige stellt dies eine äußerst belastende Situation dar.

Der Verlauf von Alzheimer wird in drei grundlegende Stadien eingeteilt, wobei die Dauer der Stadien und der individuelle Krankheitsverlauf jeweils sehr unterschiedlich aussehen können. Warum ein Mensch an Alzheimer erkrankt, ist bis heute unklar. Vieles deutet aber darauf hin, dass es unterschiedliche Auslöser sowie genetische Risikofaktoren gibt. Die Alzheimer-Krankheit ist nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864 - 1915) benannt. Erstmals beschrieb Alzheimer die Krankheit im Jahre 1906.

KWA und Pflege bei Demenz 


 

 

Ambulante Pflege

Viele Menschen wollen trotz Pflegebedürftigkeit in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Ist eine Betreuung durch Angehörige nicht oder nur zum Teil möglich, kann ein ambulanter Pflegedienst bei vorübergehender oder länger andauernder Pflegebedürftigkeit die qualifizierte Betreuung in den eigenen vier Wänden übernehmen. Zu den angebotenen Leistungen zählen neben Körperpflege, Unterstützung bei der Ernährung und Aktivierung unter anderem auch die Hilfe im Haushalt.

Kurzzeit- oder Verhinderungspflege bei KWA
KWA Club Betreutes Wohnen zu Hause

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