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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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Einge Mitarbeiter von KWA

50 Jahre KWA: geprägt von Visionär Hermann Beckmann

Festakt zum Jubiläum 50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter im Festsaal des Alten Rathauses München. Der Mitbegründer und langjährige Geschäftsführer Hermann Beckmann und seine Gattin als Ehrengäste. Grußworte von Staatsministerin Emilia Müller, den KWA Vorständen Dr. Stefan Arend und Horst Schmieder, dem Vorsitzenden des KWA Aufsichtsrats Prof. Dr. Manfred Matusza, den KWA Stiftsdirektorinnen Verena Dietrich und Gisela Hüttis, dem Stiftsbeiratsvorsitzenden Friedrich Wilhelm Möll und der Vorsitzenden des KWA Gesamtbetriebsrats Peggy Schade. Festvortrag des Gerontologen Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, mit Klaviermusik von Johann Sebastian Bach. Musik von „Quadro Nuevo“ und vom „Monaco Swing Ensemble“.

München, 10. Oktober 2016. - Rund 250 Gäste feierten im historischen Festsaal des Alten Rathauses in München das goldene Jubiläum von KWA Kuratorium Wohnen im Alter. Das Unternehmen wurde genau 50 Jahre vorher als Verein Münchner Altenwohnstift gegründet, am 10. Oktober 1966, um „alten Menschen neue Häuser“ zu bauen, mit dem Ziel, ihnen ein von Wertschätzung und Autonomie geprägtes Leben im Alter zu ermöglichen.

KWA Vorstand Dr. Stefan ArendKWA Vorstand Dr. Stefan Arend begrüßte die Festgäste, unter ihnen Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, der KWA Mitbegründer Hermann Beckmann und seine Gattin, die Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer, der Präsident des Bayerischen Bezirkstags Josef Mederer, Landrat Franz Meyer sowie zahlreiche weitere Vertreter der Politik, der Kirche, von Vereinen und Freundeskreisen, von allen KWA Standorten. Arend dankte insbesondere Hermann Beckmann und unterstrich dessen tragende und prägende Rolle in der Unternehmensgeschichte von KWA: „Sie waren einer der Visionäre, die sich vor genau 50 Jahren auf den Weg machten, neue Senioreneinrichtungen zu schaffen. Mehr als 30 Jahre lenkten Sie die Geschicke von KWA, immer unterstützt von ihrer Frau.“ Die allermeisten Festgäste seien Weggefährten, die KWA begleiten.

KWA Vorstand Horst SchmiederKWA Vorstand Horst Schmieder dankte Förderern, Geschäfts- und Kooperationspartnern und hielt einen kurzen Rückblick auf die 50-jährige Unternehmensgeschichte. Schmieder berichtete auch von Herausforderungen der vergangenen Jahrzehnte – wie zum Beispiel der Verschmelzung der regionalen Trägervereine zu einem Gesamtverein im Jahr 1996 und der Rechtsform-Umwandlung vom gemeinnützigen Verein zur gemeinnützigen Aktiengesellschaft im Jahr 2005. Aus Vereinsmitgliedern wurden Aktionäre, die sich ehrenamtlich für KWA engagieren, Ideen zur Weiterentwicklung einbringen und KWA vor Ort vernetzen. Auch wenn KWA auf das bisher Erreichte stolz sein dürfe – „wir dürfen und werden uns nicht darauf ausruhen“, betonte der Vorstand. Es gebe viele Themen, auf die reagiert werden müsse, unter anderem auf den Fachkräftemangel und die Digitalisierung der Arbeitswelt. Auch hinsichtlich der Erwartungshaltung der Bewohner an Qualität, sowohl bei den Wohnungen und bei der Infrastruktur der Wohnstifte als auch bei den Leistungen der Pflege und Gastronomie rechne man mit zunehmend höheren Ansprüchen, so Schmieder. Dennoch blickt der Vorstand zuversichtlich in die Zukunft, sagt: „Auf die zukünftigen Aufgaben ist KWA bestens vorbereitet.“

Staatsministerin Emilia Müller: KWA erfüllt die Bedürfnisse vieler Menschen

Emilia Müller, Bayer. StaatsministerinEmilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, überbrachte – auch im Namen von Ministerpräsident Horst Seehofer – die Glückwünsche der Bayerischen Landesregierung. Die Ministerin sprach in ihrem Grußwort über die Erfolgsgeschichte von KWA und lobte die gelungene Umsetzung des KWA Leitspruchs „Leben - so wie ich es will“. „KWA erfüllt mit seinem Angebot die Bedürfnisse vieler Menschen“, so die Ministerin. Das Unternehmen bleibe dabei jedoch nicht stehen, sondern passe sich mit seinem Angebot laufend an. Besonders hervor hob Emilia Müller die vielfältigen kulturellen, sozialen und gemeinschaftsfördernden Angebote der KWA Wohnstifte, nannte zudem die besondere Qualität der Betreuung, beispielsweise in Form der persönlichen Assistenz, sowie den hohen Servicekomfort in den Häusern. So vielfältig die Generationen der Zukunft sein werden, so vielfältig würden auch die Wohnwünsche werden, denkt Emilia Müller. „KWA leistet dazu einen ganz wichtigen Beitrag“, so die Ministerin.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Matusza sieht bei KWA eine gesunde finanzielle Basis

Der KWA Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Manfred Matusza, ein Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer, der von 1994 bis 2002 als Oberbürgermeister die Geschicke von Villingen-Schwenningen lenkte, sieht als Ökonom eine gesunde finanzielle Basis bei KWA. So konstatierte Matusza: „Uns geht es besser als der Deutschen Bank - mit Sicherheit!“ Man gehe keine unkontrollierbaren Risiken ein. Ziel sei es, weiterhin organisch, mit Vernunft und Augenmaß zu wachsen. „Stillstand gab es nie und gibt es nicht. KWA hat sich immer dem gesellschaftlichen Wandel angepasst, die Bedürfnisse der Menschen gesehen und diese berücksichtigt“, so der Aufsichtsratsvorsitzende. KWA sei wie eine große Familie, in der man sich geborgen fühlen könne und sich gegenseitig helfe.

Festvortrag von Altersforscher Andreas Kruse über J. S. Bach und die Potentiale des Alters

Andreas Kruse ist Professor für Gerontologie und Direktor des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg. Er hat Psychologie, Philosophie und Musik studiert. In seinem Festvortrag zur Jubiläumsfeier führte er die Gäste aus einer ganz neuen und ungewöhnlichen Perspektive an das Leben und Schaffen von Johann Sebastian Bach heran. „Bachs Werk ist ein besonderes Beispiel für Alterskreativität und kann helfen, die schöpferischen Potenziale des Alters zu veranschaulichen“, erklärte der Gerontologe. Die Biografie Johann Sebastian Bachs sei immer wieder von Krisen und Grenzsituationen geprägt gewesen. Bach habe daraus eine sehr starke Resilienz, also seelische Widerstandsfähigkeit, entwickelt, die es ihm ermöglichte, auch oder gerade im Alter noch außerordentliches, schöpferisches Potenzial zu entfalten. Kruse sprach in diesem Zusammenhang von den „Grenzgängen“ Bachs am Ende seines Lebens, als Werke wie die h-Moll-Messe und die „Kunst der Fuge“ entstanden. Der Gerontologe und Musiker untermalte seinen Vortrag mit Auszügen aus Werken von Bach, die er virtuos auf dem Flügel darbot.

 „Leben - so wie ich es will“ – KWA aus der Perspektive von Mitarbeitern und Bewohnern

Die KWA Stiftsdirektorinnen Verena Dietrich und Gisela Hüttis boten auf der Festbühne einen Dialog über das Leben und die Arbeit bei KWA. Beide hoben die visionäre Denkweise der KWA Vorstände hervor, den gesunden Freiraum, der den Führungskräften zugestanden werde und das positive Miteinander von Mitarbeitern und Bewohnern. Sie sprachen zudem über die Herausforderungen, die ihnen und KWA als Arbeitgeber bevorstünden. So gehörten künftige Arbeitnehmer zur Generation Y (Englisch: Why?), zu der man die Jahrgänge 1980 bis 1995 zählt. Diese Generation sei dafür bekannt, Althergebrachtes in Frage und die Arbeitswelt auf den Kopf zu stellen. Auch Themen wie „Smart Health“, also die Einführung technischer und computergestützter Assistenzsysteme bei der Versorgung älterer Menschen, brachten die beiden Stiftsdirektorinnen ins Gespräch. 

Friedrich Wilhelm Möll, KWA Stiftsbewohner und -beiratsvorsitzenderFriedrich Wilhelm Möll, Stiftsbewohner und Stiftsbeiratsvorsitzender, richtete sein Grußwort aus der Perspektive der Bewohner an die Festgäste. Er und seine Frau würden es genießen, in Ruhe in die Zukunft blicken zu können und sich im KWA Stift am Parksee in Unterhaching bestens um- und versorgt zu wissen. Er lobte das Angebot des Hauses und betonte den Stellenwert der sozialen Gemeinschaft. Viele Aktivitäten gingen auch von den Bewohnern selbst aus. Wichtig sei allerdings, dass der Einzug in ein Wohnstift bereits in einem Alter erfolge, in dem noch eine Teilhabe stattfinden könne, so Moll.

Peggy Schade, KWA GesamtbetriebsratsvorsitzendePeggy Schade, Vorsitzende des KWA Gesamtbetriebsrates als Vertreterin der KWA Mitarbeiter richtete ihren Dank an die Vorstände und betonte, es habe immer, auch in strittigen Fragen, einen Dialog auf Augenhöhe und eine grundsätzliche Bereitschaft zur Konsensfindung gegeben. Sie sprach jedoch auch kritische Punkte wie den hohen Bürokratieaufwand in der Pflege sowie den Fachkräftemangel an.

Als visuelle Schmankerl wurden den Festgästen zum einen historische Bilder aus den Anfangsjahren gezeigt, zum anderen der neueste KWA Film – im Video beschreiben die KWA Vorstände, Mitbegründer Hermann Beckmann sowie Bewohner und Angehörige die unterschiedlichen Angebote von KWA und vermitteln einen Eindruck vom Leben in den Wohnstiften. 

Ein Fest auch für die Sinne - kulinarische Highlights und aufmerksamer Service 

Nach dem offiziellen Festakt rundete ein entspanntes „Get together“ im Foyer den Abend ab, begleitet von Klängen des „Monaco Swing Ensemble“. Mitarbeiter der KWA Betriebs- und Servicegesellschaft verwöhnten die Gäste mit Getränken und ausgewählten, kulinarischen Besonderheiten vom Buffett. Auf Schautafeln konnten noch einmal Informationen zur Unternehmensgeschichte und den einzelnen Standorten nachgelesen werden. Den schwungvollen und heiteren musikalischen Reigen eröffnet hatte das Akustik-Quartett „Quadro Nuevo“ – es ist KWA seit vielen Jahren verbunden. Unter anderem boten die Künstler den Klassiker „Miserlou“ - ein Stück, das auch auf der Jubiläums-CD von KWA zu finden ist, die exklusiv für Stiftsbewohner und Festgäste produziert wurde. Evelyn Huber begeisterte mit ihrem Spiel an der Harfe, insbesondere mit ihrem Lieblingsstück „Black Orpheus“.

KWA Film 
Historische Fotos
Bilderalbum zur Feier im Alten Rathaus

Film zur Feier im Alten Rathaus

Buchtipp:
Die Grenzgänge des Johann Sebastian Bach: Psychologische Einblicke
Von Andreas Kruse
ISBN-13: 978-3827425782

 


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