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„Es gibt für jede Krankheit einen Doktor – für Einsamkeit nicht“

Abi Ofarim als Festredner beim 45. Hausgeburtstag im Ottobrunner Seniorenwohnstift KWA Hanns-Seidel-Haus – Grußworte von Bürgermeister Thomas Loderer, Pfarrer Michael Rabe, der Stiftsbeiratsvorsitzenden Dr. Susanne Eick-Wildgans und KWA Vorstand Horst Schmieder

Unterhaching/Ottobrunn, 8. Oktober 2015. – Mit Abi Ofarim als Festredner zum 45. Geburtstag des KWA Hanns-Seidel-Hauses hat Stiftsdirektorin Ursula Cieslar ihre Festgäste überrascht. Zumindest die ältere Generation kennt den heute 78-Jährigen noch gut aus den 1960er-Jahren, in denen er und seine damalige Ehefrau Esther als israelisches Gesangsduo international bekannt wurden. Die Hausleiterin des Seniorenwohnstifts hatte freilich noch andere Gäste geladen, konnte neben zahlreichen Bewohnern und Freunden des Hauses den Ottobrunner Bürgermeister Thomas Loderer, den Neubiberger Bürgermeister Günter Heyland, KWA Aufsichtsrat Dr. Ekkehart Meroth und die beiden KWA Vorstände Horst Schmieder und Dr. Stefan Arend begrüßen.

Im Fokus von Ursula Cieslar: Dialog der Generationen, Palliativversorgung und Ehrenamt

Als ein Projekt, das ihr sehr am Herzen liegt, nannte Cieslar den Dialog der Generationen, den man 2009 aktiv gestartet hat, mit dem Ziel, Jung und Alt zusammenzubringen. So gab und gibt es Aktionen mit Kindern und Jugendlichen umliegender Schulen und Kindergärten. Die Bürgervereinigung Ottobrunn trägt das Projekt mit – die anwesende Vorsitzende Erika Aulenbach bekam stellvertretend für alle, die dahinter stehen, Applaus.

Als weiteres bedeutendes Projekt führte die Stiftsdirektorin die Implementierung der Palliativversorgung an. „Es ist wichtig, dass die Menschen, die hier leben, wissen, dass sie jederzeit eine angemessene Betreuung und Versorgung erhalten – auch dann, wenn das Leben zu Ende geht.“ Zusammen mit dem Hospizkreis Ottobrunn hat man die Palliativversorgung im Hanns-Seidel-Haus umgesetzt. Dafür bedankte sie sich bei Gast Erwin Mühlbauer, einem stellvertretenden Vorsitzenden des Hospizkreises. Stellvertretend für viele andere Ehrenamtliche, die sich im Hanns-Seidel-Haus einbringen, nannte die Hausleiterin außerdem Traudl Schwandner von der Michaelskirchengemeinde: Sie engagiert sich seit 26 Jahren im Haus.

Kultur, Bildung und Unterhaltung wird laut Cieslar im Hanns-Seidel-Haus aus großgeschrieben. Deshalb freue Sie sich, wenn externe Organisationen das Haus für Veranstaltungen nutzen – so zum Beispiel die Ottobrunner Volkshochschule: für Yoga, Tai Chi, Studium Generale oder Impro-Theater.

Horst Schmieder: Hanns-Seidel-Haus ist auch noch nach 45 Jahren sehr gefragt

Die Entwicklung des Hanns-Seidel-Hauses ist laut KWA Vorstand Horst Schmieder seit seiner Eröffnung im Jahr 1970 eng mit der Firmengeschichte verknüpft. Dieses zweite Haus des damaligen Vereins Münchner Altenwohnstift wurde bereits geplant, ehe das erste – das Georg-Brauchle-Haus in München – eröffnet wurde. Die Idee war, durch den Bau von Wohnstiften die Wohnsituation älterer Menschen zu verbessern. Sowohl die Architektur als auch die Konzeption seien auf großen Zuspruch gestoßen, sodass die Wohnungen und Pflegeplätze in der Ottobrunner Einrichtung in kürzester Zeit belegt waren. Zur Finanzierung weiterer Bauprojekte wurde das Hanns-Seidel-Haus zwar schon kurz nach der Eröffnung an die Bayerische Beamtenversicherung verkauft, jedoch weiter betrieben. So war es auch in der öffentlichen Wahrnehmung nach wie vor ein KWA Wohnstift.

Durch den Erfolg der Wohnstiftsidee und später auch durch die Einführung der Pflegeversicherung hat es dann laut Schmieder – vor allem im Pflegesegment – ein starkes Wachstum auf dem Wohnungsmarkt für Senioren gegeben, mit vielen neuen Einrichtungen. „Anders als andere Marktteilnehmer hat KWA sich jedoch auf den Bestand konzentriert und im Jahr 2000 das Hanns-Seidel-Haus zurückgekauft. Der Rückkauf hat sich als richtige Entscheidung erwiesen. Einstige Kritiker loben heute die Weitsicht“, so der Vorstand.

Im Fokus des KWA Vorstands: Sanierung, Modernisierung und Weiterentwicklung des KWA Hanns-Seidel-Hauses

In den vergangen 15 Jahren wurde das Hanns-Seidel-Haus kontinuierlich saniert, modernisiert und weiterentwickelt. Das Thema Brandschutz nimmt bei KWA einen hohen Stellenwert ein. Mit Abschluss der Brandschutzmaßnahmen im Jahr 2016 werde das Haus auch diesbezüglich alle Voraussetzungen erfüllen, die an eine moderne Einrichtung gestellt werden. Er wolle jedoch nicht nur auf die Immobilie blicken, sondern auf die Menschen, die hier wohnen und arbeiten: „Sie prägen letztendlich die Entwicklung des Hauses und die Wahrnehmung desselben in der Öffentlichkeit.“ Bewohner und Mitarbeiter hätten mit großem Engagement dazu beigetragen, dass das Hanns-Seidel-Haus und darüber hinaus einen guten Ruf genießt. Nur so lasse sich das ungebrochene Interesse für das Haus erklären. Und: „Ursula Cieslar hat in den 25 Jahren, die sie nun schon im Haus wirkt, ein dichtes Netzwerk geknüpft. Die Einrichtung ist ein wichtiger Teil der Gemeinde. Darauf sind wir Vorstände stolz.“

Dennoch sieht Schmieder große Herausforderungen auf das Unternehmen und die ganze Branche zukommen. Mindestens 200.000 Fachkräfte werden in den nächsten 10 Jahren in Deutschland fehlen. Deshalb sei die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland unabdingbar. Zudem müsse in den Ballungsräumen Wohnraum für die Beschäftigten geschaffen werden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in diesem Jahr 8 Prozent mehr für eine Ausbildung in der Altenpflege entschieden. Bisherige Bemühungen zeigen Wirkung. Deshalb zeigte sich Schmieder verwundert, dass die Altenpflegeausbildung einer generalistischen Pflegeausbildung weichen soll.

Das Pflegestärkungsgesetz II verbessert die Leistungen bei der ambulanten Pflege: Davon profitieren Stiftsbewohner mit Pflegebedarf

Erfreulicher sei die Reform der Pflegeversicherung: das Pflegestärkungsgesetz (PSG) II. Eine Verbesserung sieht der KWA Vorstand darin, dass dem System mehr Geld zugeführt wird, in Verbindung mit der Ausweitung der Anspruchsberechtigten. Eine Stärkung der ambulanten Versorgung sei erkennbar. Bewohner, die im Wohnstift leben und ambulant versorgt werden, können bessere Leistungen erwarten. Das Leben im Wohnstift wird dadurch noch attraktiver. Auch die Einbindung von Angehörigen und Ehrenamtlichen in die Pflege wird durch das PSG II gestärkt. – In den KWA Wohnstiften spielt das Ehrenamt schon heute eine wichtige Rolle.

Fortsetzung auf Seite 2

 


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