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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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„Was soll Herr Laumann auf seine Agenda setzen?“

Das KWA Symposium 2014 zum Thema „QUALITÄT, DIE ICH MEINE – WORAUF ES DER PFLEGE ANKOMMT!?“ mündete in konkreten Forderungen an den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege, Karl-Josef Laumann.

Unterhaching, 21. Februar 2014. Die Frage „Was soll Herr Laumann auf seine Agenda setzen?“ stellte Prof. Dr. Thomas Klie beim KWA Symposium 2014 im KWA Stift im Hohenzollernpark in Berlin als Moderator an die Teilnehmer der abschließenden Podiumsdiskussion. Karl-Josef Laumann ist Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit und Bevollmächtigter der Bundesregierung für Patienten und Pflege. Und das waren die Antworten der sechs Gefragten:

Monika Nirschl, KWA Kuratorium Wohnen im Alter„Ich halte die Entbürokratisierung der Pflege und der Pflegedokumentation für ein zentrales Thema, damit sich Fachpersonal auf wichtige Dinge konzentrieren kann.“ – Forderung von Monika Nirschl, Leiterin der Abteilung Qualität, Prozesse und Strukturen bei KWA, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege. 

Karin Ihringer, KWA Kuratorium Wohnen im Alter„Die zahlreichen Hürden bei der Einstellung ausländischer Mitarbeiter müssen unbedingt abgebaut werden.“ – Forderung von Karin Ihringer, Leiterin Abteilung Kundenbetreuung und Marketing KWA, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege.

 

Prof. Dr. Stefan Görres, Universität Bremen„Ich wünsche mir eine nachhaltige Pflegestrategie, die über vier Jahre hinausreicht, sowie eine Roadmap mit einer Zeitschiene, auf der Meilensteine eingetragen sind.“ – Forderung von Prof. Dr. Stefan Görres, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege.

Dr. Ottilie Randzio, MDK„Ich wünsche mir eine gesellschaftliche Diskussion und bessere Infos für die Bevölkerung, damit Menschen Qualität besser beurteilen können. Die Kontrolldistanz könnte man ausweiten und dafür auffällige Einrichtungen enger begleiten, kontrollieren und beraten.“ – Forderung von Dr. Ottilie Randzio, MDK Bayern, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege. 

Prof. Dr. Roland Schmidt, Fachhochschule Erfurt„Ich wünsche mir „Pay-for-Performance“-Ansätze, damit sich Engagement auch lohnt. Und ein Disease-Management-Programm Demenz.“ – Forderung von Prof. Dr. Roland Schmidt, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Fachhochschule Erfurt, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege.

Martin Hölscher, Bank für Sozialwesen„Wir brauchen keine weitere Kommission zur Definition des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes, sondern auf der Basis der vorliegenden Kommissionsberichte endlich die politische Entscheidung für den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff. Die Pflegenoten in der jetzigen Form besitzen keine Aussagekraft mehr und gehören abgeschafft.“ – Forderung von Martin Hölscher, Bank für Sozialwirtschaft, an Karl-Josef Laumann, den Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege.

„Wenn wir starre Strukturen beibehalten, fliegt uns das System um die Ohren“, resümierte dann auch KWA Vorstand Horst Schmieder zum Abschluss des Symposiums. Dass Leistungen erst mit Kostenträgern verhandelt werden müssen, funktioniere nicht. Das müsse geändert werden. Schmieder brandmarkte außerdem die Unterfinanzierung des stationären Pflegebereichs und reflektierte über die Vorschläge der Experten, die unter anderem dezentrale Strukturen und Abgabe von Macht empfohlen hatten. 

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend forderte die Träger auf, eigene Qualitätsansprüche und    -konzepte zu entwerfen und in Sachen Qualität nicht nur staatliche Vorgaben und Forderungen der Kostenträger abzubilden. „So kommen wir in der Branche nicht weiter“, verdeutlichte Arend.

Die Antworten der Podiumsdiskussionsteilnehmer wurden nach dem Symposium auf Facebook eingestellt, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Weitere Informationen zum KWA Symposium 2014 gibt es in einem ausführlichen Bericht zum Symposium. Im Film zum Symposium sprechen Wohnstiftsbewohner über ihre Vorstellungen von Qualität.

Fotos: Frank Wecker

 

 


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