Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
KWA Stift am Parksee
Leben - so wie ich es will im KWA Stift am Parksee

Gundi Edhofer-Simon: Die Blumenfotografin zeigt „Die Kraft der Natur“

Noch bis zum Jahresende sind im KWA Stift am Parksee fotografische Bildimpressionen der Hobbyfotografin ausgestellt. Zur Ausstellungseröffnung hielt die Kunsthistorikerin Dr. Barbara M. Winter eine Laudatio. Konstantin Lukinov sorgte am Klavier für den musikalischen „Bilderrahmen“.

Unterhaching, 5. September 2018. – „Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut“, philosophierte im 5. Jahrhundert nach Christus Augustinus Aurelius. Diesen Gedanken griff Gundi Edhofer-Simon in ihrer Einladung zur Vernissage auf und beschrieb ihn auf ganz eigene Weise: „Ich freue mich über jede Minute, die ich mit der Kamera in der Natur verbringen kann. Ein Garten gibt mir neue Kraft und die Impressionen aus Farben und Licht sind für mich wichtige Helfer zum Entspannen und Innehalten. Sie sind mir eine Quelle der Freude.“

Die Hobbyfotografin leitet die soziale Betreuung im KWA Stift am Parksee, braucht dazu sehr viel Einfühlungsvermögen. Das zeigt sich auch in ihren Fotografien. Sie sieht sich die Natur quasi mit einer Lupe an und lässt sich von den jeweiligen Lichtstimmungen, Farben und Besonderheiten einzelner Blüten oder Blumenensembles zu einzigartigen Aufnahmen inspirieren. „Das hab ich noch nie so gesehen“, äußerte sich eine der ersten Ausstellungsbesucherinnen beim Betrachten einer Blüte.

Der Saal im Unterhachinger KWA Wohnstift war bei der Vernissage voll besetzt. Viele Stiftsbewohner wollten sich nicht entgehen lassen, was die geschätzte langjährige Mitarbeiterin endlich einmal großformatig hatte entwickeln lassen und nun für einige Monate zu sehen ist: eine Auswahl besonderer Fotografien. Wobei die Stiftsbewohner schon seit einigen Jahren von diesem Hobby wissen und profitieren. Dafür bedankte sich Stiftsdirektorin Alexandra Kurka-Wöbking explizit im Rahmen der Begrüßung: Gundi Edhofer-Simon stellt der Hausleiterin jeden Monat für die Geburtstagskarten an die Bewohner eine Auswahl von Blumenmotiven zur Verfügung, passend zur Jahreszeit. Edhofer-Simon lässt damit andere an ihrem Blumenglück teilhaben. Denn genau das ist es, was die Fotografien vermitteln.

Goethes und Edhofer-Simons Gartenliebe im Fokus von Laudatorin Dr. Barbara M. Winter

Die Kunsthistorikerin Dr. Barbara M. Winter ist dem Stift seit vielen Jahren verbunden, unter anderem als Leiterin der Malgruppe SILBERBUNT und als kompetente Begleiterin bei Ausstellungsbesuchen. Wie sehr auch sie Gundi Edhofer-Simon schätzt, zeigte sich bei der sorgfältig ausgearbeiteten Laudatio, in der sie die Gartenliebe der Hobbyfotografin mit der von Johann Wolfgang von Goethe verglich. Die Laudatorin zitierte aus Tagebucheinträgen und Notizen Goethes, zudem ein Gedicht – und beschrieb die große Naturliebe des Dichters, der von seinen vielen Reisen auch viele Impressionen mit nach Hause nahm. Nach seinen Vorgaben verwandelten Gärtner Ende des 18. Jahrhunderts in der Ilm-Aue in Weimar ein verwildertes Gartenstück „in ein blühendes Paradies“.

Doch nicht jeder hat einen eigenen Garten, so Winter weiter. Der 1812 von Gartenbaumeister Friedrich Ludwig von Sckell angelegte Botanische Garten bot erstmals allen Münchner die Möglichkeit, unbekannte und exotische Gewächse zu entdecken. München zeigte sich begeistert. Reste dieser Gartenanlage sind in der Nähe des Stacchus zu sehen. Vieles in diesem Alten Botanischen Garten wurde jedoch dem Ausbau und Wachstum der Stadt „geopfert“. 

Der Botanische Garten in München: ein unerschöpfliches Schatzkästchen voll von Motiven

Seit 1912 gibt es in Nymphenburg einen neuen, größeren Botanischen Garten. Auf dem 22 Hektar großen Areal, das an den Schlosspark grenzt, „inszenierten die Erbauer wunderbare Landschaftsbilder“, so die Laudatorin. Die dort entstandenen Heide-, Wasser- und Sumpflandschaften, ein Alpengarten, ein Rosengarten sowie Nutz- und Heilpflanzenbereiche sind heute oftmals das Ziel von Gundi Edhofer-Simon, wenn sie in ihrer Freizeit unterwegs ist. „Denn wie Goethe und Sckell liebt Gundi Edhofer-Simon schöne Gärten. Anstelle des Skizzenbuchs und bunter Wasserfarben hat sie allerdings eine Kamera dabei", führte die Laudatorin aus.

„In so manchem Blütenkelch verstecken sich zarte Elfen“, denkt Dr. Barbara M. Winter, „in so mancher Seerose wohnt ein kleines Nixlein und unter den Wurzeln des Tulpenbaums hausen winzige Zwerge.“ Um Naturgeheimnisse zu sehen, müsse man jedoch ganz genau hinschauen und eine Portion Fantasie brauche es obendrein. Das alles sieht die Laudatorin in den Fotografien von Edhofer-Simon. Deshalb riet sie zur Eröffnung der Ausstellung: „Packen wir das Glück am Schopf und genießen wir bei einem Glas Sekt Gundi Edhofer-Simons wunderbare Naturfotografien.“

Sieglinde Hankele


Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich die Bilder ebenfalls anzuschauen:
täglich von 9 bis 18 Uhr, im KWA Stift am Parksee in Unterhaching, in der Rathausstraße 34
 

 

 


« zurück
nach oben

© KWA

nach oben