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KWA Stift am Parksee
Leben - so wie ich es will im KWA Stift am Parksee

Der Schatten der Bäume – Griechische Impressionen

Bilder der Künstlerin Dr. Barbara M. Winter im KWA Stift am Parksee

Unterhaching, 24. August 2016. – Zur Ausstellungseröffnung im KWA Stift am Parksee spielte das Duo „Fast Lane“ griechische Musik und schuf damit einen wunderbaren Rahmen für die zahlreichen Besucher und die ausstellende Künstlerin Dr. Barbara M. Winter: Kalimera sas ke kalo irsate! – Grüß Gott und herzlich willkommen!

Die gebürtige Münchnerin hat im Alter von 4 Jahren mit dem Malen angefangen. Wenn ihr die Mutter Papier und Stifte gab, hat sie stundenlang gemalt – obwohl sie noch so klein war. „Das war meine bunte Periode“, erinnert sich die Künstlerin und zeigt als Beispiel ein Bild, das ein buntes, undefinierbares Wesen darstellt – Lano, eine ihrer damaligen Schildkröten. 

Als sie jung war, wollte sie keine Malerin werden, eher Dirigentin oder Architektin. Doch manchmal weiß man so früh im Leben noch nicht, was dann wirklich kommt. Barbara M. Winter hat sich entschieden, an der Ludwig-Maximilian-Universität Kunstgeschichte und Philosophie zu studieren und an der Akademie der Bildenden Künste in München, Athen und Rom Malerei – und gleichzeitig an der Hochschule für Musik Musikgeschichte und Musikwissenschaften. Musik und Kunst waren ihr gleichermaßen wichtig: Am Konservatorium promovierte sie über Gustav Mahler, an der LMU über Tilman Riemenschneider. Kunst und Design bestimmten dann ihr Berufsleben.

Barbara M. Winter: Ein Leben zwischen Atelier und Akademie, mit Ausstellungen von Amerika bis Asien

Zunächst gründete sie eine eigene Firma, das ATELIER FÜR GESTALTUNG, wurde mit Provenienz-Forschung und Ankäufen beauftragt. Später dozierte sie an Uni und Akademie, hielt Vorträge und verfasste Fachliteratur. Ihre Bilder hingen nicht nur in München und anderen deutschen Städten, sondern auch in Athen, Paris, Rom, Boston und Peking.

Heute wendet sie fast alle Maltechniken an – Aquarell, Acryl, Pastell- und Ölkreide. Bei Zeichnungen kommen Tusche, Bleistift, Sepia, Kohle und Rötel zum Einsatz. Zudem kreiert sie Collagen und gestaltet große Wandflächen in Innenräumen und an Häusern. Im Bereich Gebrauchsgrafik entwarf sie unter anderem Illustrationen, Anzeigen und Präsentationen.

Vor sieben Jahren hat sie im KWA Stift am Parksee – sie nennt es „KWA Kunstwohnstift am See“ – den Malzirkel „Silberbunt“ gegründet. Diese Gruppe stellt zumindest einmal im Jahr selbst Bilder aus. Doch dieses Mal ist es die Lehrerin, die ihre Werke öffentlich im Unterhachinger KWA Wohnstift zeigt. 

Texte des Nobelpreisträgers Odysseas Elitys haben Barbara M. Winter zu der Reihe "Der Schatten der Bäume" inspiriert

Es ist eine ganz besondere Ausstellung, mit einer Bilderreihe unter dem Titel „Der Schatten der Bäume – Griechische Impressionen“. Die Künstlerin ließ sich von Griechenland und dem großen griechischen Literaten und Nobelpreisträger Odysseas Elitys, den sie mehrfach getroffen hat, zu Acryl-Impressionen inspirieren. Barbara M. Winter berichtet: „Es war in den 1990er Jahren – Elitys war schon ein alter Herr, über 80 – als mich seine Ausdruckskraft und Fantasie so begeisterten, dass ich begann, seine Sprache in Farben zu kleiden.“ Erste Bilder dieser Reihe wurden in Athen ausgestellt, doch sie führte und führt das Projekt fort. Der Text, der die Künstlerin zum jeweiligen Bild inspiriert hat, hängt in der Ausstellung direkt daneben. Sie sagt: „Vielleicht springt sogar ein kleiner Funke meiner Begeisterung für die Sprache Odysseas Elytis und für ein wunderbares Land über: Für mein Griechenland.“

Bäume haben laut Barbara M. Winter in Griechenland schon immer eine große Bedeutung. Doch nach Abholzungen durch Venezianer für den Bau von Schiffen und Palazzi seien ganze Landstriche verkarstet. Heute machen ausgedehnte Waldbrände Bemühungen, wieder aufzuforsten, teilweise zunichte. „Man braucht viel Geduld und Zeit will man einen Baum in Griechenland groß werden sehen, um einmal im seinem Schatten zu rasten“, philosophiert die Künstlerin, zumal die Griechen dem Motto „siga, siga“ – „langsam, langsam“ – folgen. Wenn nicht heut, dann morgen oder übermorgen oder einfach irgendwann. Das ist griechische Mentalität. Das Bewusstsein für die Natur sei noch nicht stark ausgeprägt. „Inzwischen gibt es aber wieder ein paar, die stolz sind, wenn auf ihrem Land über hundert Jahre alte Olivenbäume stehen, 20 Meter hohe Zypressen, knorrige Johannisbrotbäume und  – wie auf meinem Stückchen Land – ein uralter Nussbaum.“ Ihre überaus interessanten Ausführungen beendete Barbara M. Winter mit „Evkaristo poli“ – Vielen Dank.

Die 10 Acryle der Reihe „Der Schatten der Bäume“ sind eine Leihgabe der Künstlerin und können im Festsaal des Hauses noch bis zum Jahresende besichtigt werden, täglich von 8.00 bis 19.00 Uhr. – Dr. Barbara M. Winter wurde mehrfach ausgezeichnet. Mit einem Klick gelangen Sie zur Vita der Künstlerin.

Impressionen von der Vernissage:

Mit einem Klick lassen sich die Bilder vergrößern. 


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