Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
KWA Stift Rupertihof
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Rupertihof

Alter als Geschenk

45 Jahre KWA Stift Rupertihof – Ansprachen von Stiftsdirektorin Lisa Brandl-Thür und KWA Vorstand Dr. Stefan Arend – Grußworte von Bürgermeister Christian Köck und der Stiftsbeiratsvorsitzenden Edigna von Godin – Dankgottesdienst – Musik von Joseph Kandlinger und Band – Interaktiver Vortrag von Ulla Eichner – Konzert der Sunshine Gospels – Geburtstagsständchen von Mitarbeitern

Rottach-Egern, 29. September 2016. – Stiftsdirektorin Lisa Brandl-Thür begrüßte Bewohner und Gäste und führte durch die Feier zum 45-jährigen Bestehen des KWA Stifts Rupertihof. Diese begann im Atrium, welches an einer Seite zum Stiftsgarten hin offen ist und die Sicht auf den Wallberg freigibt. In diesen idyllischen Rahmen eingebettet, zelebrierten vier Geistliche, die dem Wohnstift verbunden sind, einen Festgottesdienst: Dekan Monsignore Walter Waldschütz, Pastoralreferentin Angelika Stauber, Lektor Joachim Böttcher und Religionspädagoge Klaus Beckel. Pfarrer Waldschütz ging unter anderem auf ein Wort von Karl Valentin ein: „Heit bsuach i mi – hoffentlich bin i dahoam.“ Er wünschte den Stiftsbewohnern, dass sie sich im Rupertihof zu Hause fühlen und auch zu Hause bei Gott. Als Jubiläumsgeschenk hatte er einen Rosenquarz mitgebracht,  weil er ganz viel Göttliches ausstrahle.

Lisa Brandl-Thür, Stiftsdirektorin im KWA Stift Rupertihof in Rottach-EgernStiftsdirektorin Brandl-Thür betonte, dass die Menschen im Rupertihof durchaus verschieden seien, einig jedoch in dem Wunsch nach Autonomie und nach Sicherheit im Alter. 45 Jahre Rupertihof bedeute 45 Jahre Jung und Alt miteinander. Nicht nur zum Sommerfest waren viele junge Menschen aus der Region zu Gast, jedes Jahr gebe es beispielsweise auch ein Treffen zu Gesprächen von Bewohnern mit Schülern des Gymnasiums Tegernsee. 45 Jahre Rupertihof bedeute auch 45 Jahre Begleitung und Pflege – und 45 Jahre aktives Mitglied der Gemeinde Rottach-Egern. Aktiv zeigte sich dann auch ein „interdisziplinärer Stiftschor“: Mitarbeiter aus verschiedenen Arbeitsbereichen, von der Pflege über die Verwaltung bis zur Küche, boten ein Geburtstagsständchen. Auch die Stiftsdirektorin selbst und ihr Stellvertreter Hauke Thomas sangen mit.

KWA Vorstand Stefan Arend zitiert den Gerontologen Thomas Klie: „Wir empfinden es als Geschenk, unser Alter leben zu können.“

 

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend überbrachte die Grüße des gesamten Unternehmens. Das KWA Wohnstift in Rottach-Egern war 1971 das dritte Wohnstift des Unternehmens – heute sind es insgesamt zwölf, zudem zwei Pflegestifte. „Zu den traditionellen Eckpfeilern des Wohnstifts – Wohnen, Sicherheit, diskrete Begleitung und Pflege, Gastronomie und Kultur – kamen im Laufe der Zeit viele weitere Angebote hinzu, welche die Sorgestrukturen eines modernen Wohnstifts ergänzen: unter anderem persönliche Assistenz und Tagesbetreuung.“  Mit der neuen Tagesbetreuung,  dem umgebauten Restaurant mit Frontcooking, dem neuen Haus mit neuen Wohnungen und einer neuen Tiefgarage hat KWA viel geschaffen und investiert. „Das ist ein deutliches Zeichen und Bekenntnis für den Standort Rottach-Egern“, so der Vorstand.


„Die alternde Gesellschaft – eine Bedrohung?“, ist eine Schlagzeile, die den Vorstand ärgert. „Wir hören leider immer wieder solche Angst machenden Verlautbarungen. Das ist gefährlich und passt nicht in die Zeit.“ Er setzte diesen und ähnlich seniorenfeindlichen Schlagzeilen Ausführungen des Gerontologen Thomas Klie entgegen. Dieser schreibt: „Im 21. Jahrhundert haben wir die Chance und sind wir herausgefordert, der historisch noch jüngeren eigenständigen Lebensphase Alter (...) eigenständige Gestalt zu geben. Vielleicht auch mit dem Ziel, die Idee und Wirklichkeit des Alters als menschenfreundliche Aufgabe des beginnenden dritten Jahrtausends zu begreifen! (...) Wir empfinden es als Geschenk, unser Alter leben zu können.“

Bürgermeister Christian Köck lobt die Weitsicht von KWA und das gute Miteinander

Bürgermeister Christian Köck bekannte, dass er erst wenige Wochen alt war, als der Rupertihof eingeweiht wurde. Dass man schon damals so weitsichtig war, so eine Einrichtung für alte Menschen zu bauen, wisse er zu schätzen. Insbesondere Kommunen mit vielen Senioren brauchen laut Köck solche Häuser wie den Rupertihof, wo es unter anderem ein Angebot zur Tagesbetreuung gibt, das nicht nur die Stiftsbewohner, sondern auch andere Gemeindebürger nutzen können. Zur Altersstruktur von Rottach-Egern nannte der Bürgermeister auch konkrete Zahlen: Das Durchschnittsalter in Rottach-Egern liege bei 51 Jahren. Und 42 Prozent der Bewohner, die ihren Hauptwohnsitz hier haben, seien über 60 Jahre alt. Das gute Miteinander vom Rupertihof und der Gemeinde sei überaus erfreulich, er sei auch zuversichtlich, dass das ein lebendiger Austausch bleibt. „Wenn im Rupertihof Veranstaltungen sind, können Bürger hierher kommen. So kann man einander kennenlernen. Und beim nächsten Mal kann man sich dann in einem Café am Ort treffen.“ 

Edigna von Godin, Stiftsbeiratsvorsitzende im KWA Stift BrunneckDie Vorsitzende des Stiftsbeirats Edigna von Godin sprach ein Grußwort im Namen der Bewohner und ließ die Festgäste an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben: „Nun lebe ich schon zehn Jahre hier und habe diesen frühen Entschluss nicht bereut. Es war mir möglich zu leben wie ich wollte, war aber zu jeder Zeit versorgt und behütet. Für meine Familie war es eine Entlastung, denn sie wusste, ich war gut aufgehoben.“ Das Haus sei ihr vertraut, mit ihren Mitmenschen lebe sie in Respekt und Würde zusammen. Im Hinblick auf die heute weit verbreitete „schnelle Art zu leben“ wünscht sie sich, dass alten Menschen dennoch zugestanden wird, ihren letzten Lebensabschnitt ruhig und still zu verbringen. Für die Fürsorge bedankte sie sich, auch wenn viele Bewohner verschiedene Situationen selbstständig meistern.

Sepp Kandlinger und seine Band übernahmen den unterhaltsamen Part, zunächst im Atrium zu Törtchen und Kaffee, dann im zum Festsaal umfunktionierten Anbau, zur Umrahmung der Festrede von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend und des Grußwortes von Bürgermeister Christian Köck, und zum Ausklang dann wieder im Atrium: als Extraschmankerl zu den Leckerbissen vom „Flying Buffet“ aus der Stiftsküche, welches von fesch gekleideten Mitarbeiterinnen serviert wurde – alle trugen wunderschöne Dirndl.

 

Humoristisches von Ulla Eichner, Musikalisches von den Sunshine Gospels

 

Als „Zwischenmahlzeit“ servierte die examinierte Krankenschwester Ulla Eichner in einem interaktiven Vortrag Infos zum Thema Humor in der Pflege und Begleitung älterer Menschen. Als „Putzfrau“ staunte sie über die Aussagen, die auf einer Leinwand eingeblendet waren. Lachen hilft beispielsweise beim Aufbau sozialer Beziehungen, stärkt den Teamgeist und motiviert  – ist somit gut für Mitarbeiter. Zudem ist Lachen gesundheitsfördernd, so zum Beispiel blutdrucksenkend. Dies führte die Putzfrau dann auch prompt vor, durch Blutdruckmessen bei einem Gast. Gelächter und Applaus gab es nicht nur für die kurzweiligen Ausführungen, sondern auch für eine artistische Einlage: das Jonglieren mit Toilettenbürsten.

 

Sunshine Gospels, unter der Leitung von Lorenz HößEin letztes Highlight war dann ein Konzert der Sunshine Gospels unter der Leitung von Lorenz Höß. Der junge Kirchenmusiker des Pfarrverbands Tegernsee-Egern-Kreuth ist als Organist, Korrepetitor und Chorleiter aktiv, arbeitet mit verschiedenen Ensembles zusammen, komponiert und doziert zudem. Er forderte die Sängerinnen und Sänger bei jedem einzelnen Stück mit Gestik, Mimik und vollem Körpereinsatz heraus. Seine sichtliche Begeisterung für Musik war auch beim Chor zu spüren, der die anspruchsvoll gesetzten Stücke mit Leidenschaft vortrug:  vom Zulu-Traditional „Mamaliye“ über „Hail Holy Queen“ aus Sister Act, „Amazing Grace“ und „Song of Joy“ bis hin zu „Go Tell it on the Mountain“, „Rock-a my Soul“ und „I’ve got Peace like a River." Bravo und dankeschön!

 

Wer Lust auf mehr Bilder hat, findet diese in einem Online-Album zur Feier.

 

45 Jahre KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern
v. l. Edigna Freifrau von Godin (Vorsitzende des Stiftsbeirats), Gisela Hüttis (Stiftsdirektorin im KWA Stift Brunneck in Ottobrunn), Josef Paul (Vorstand Raiffeisenbank), Lisa Brandl-Thür (Stiftsdirektorin im KWA Stift Rupertihof), Dr. Stefan Arend (KWA Vorstand), Dekan Monsignore Walter Waldschütz, Frau Paul, Christian Köck (Erster Bürgermeister von Rottach-Egern), Silvia Keitel (Geschäftsführerin MTG), Klaus Beckel (Religionspädagoge), Konrad Niedermaier (Altbürgermeister der Gemeinde Rottach-Egern), Gast Ulrike Zimmermann (Kaufmännische Direktorin, Orthopädische Klinik Tegernsee), Angelika Stauber (Pastoralreferentin)

 

nach oben

© KWA

nach oben