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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Stift Rupertihof
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Rupertihof

Was Sie schon immer über Sport und Gesundheit im Alter wissen wollten - Fakten und Vorteile

Zur Eröffnung des neuen Fitnessbereichs im KWA Stift Rupertihof, welcher als "Think Lab" Bewohnern des Tegernseer Tals in den kommenden sechs Monaten die Möglichkeit bietet, an der wissenschaftlich begleiteten Studie "bestform. Sport kennt kein Alter" unter der Leitung von Univ.-Prof. Martin Halle teilzunehmen, wurden Wissen und bisherige Erkenntnisse zusammengetragen.

Rottach-Egern/München, 14. Juni 2018. - Einiges über den Zusammenhang von Sport und Gesundheit im Alter vermutet man: Das ist nun Gegenstand der sportwissenschaftlichen Studie "bestform. Sport kennt kein Alter". Was man schon weiß, ist hier in einem Überblick zu nachzulesen. 

Prognose: Anzahl der über 80-Jährigen verdoppelt sich bis zum Jahr 2060

Nach Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) werden im Jahr 2035 knapp 26 Prozent der Bevölkerung älter als 67 Jahre sein, heute sind es 19 Prozent. (Quelle: Tagesspiegel, 2016)

Die demografische Alterung schlägt sich besonders deutlich in den Zahlen der Hochbetagten nieder: Im Jahr 2013 lebten 4,4 Millionen über 80-Jährige in Deutschland. 2060 wird ihre Anzahl mit insgesamt 9 Millionen etwa doppelt so hoch sein. Der Anteil der Hochaltrigen an der Gesamtbevölkerung betrug 2013 rund 5%, bis 2060 wird er auf etwa 13% zunehmen. Vier von zehn Menschen im Alter ab 65 Jahren werden dann 80 Jahre und älter sein. (Quelle: Statistisches Bundesamt, www.destatis.de, 2015)

Wenig Lebensqualität im Alter

Deutsche Frauen und Männer verbringen durchschnittlich nur 6,5 Jahre gesund im Ruhestand. (Quelle: OECD-Statistik 2016)

Mit dem Alter nehmen Krankheiten zu: Laut des ersten Berichts zur Seniorengesundheit in Bayern waren die Diagnosen unter den ambulant behandelten Frauen und Männern ab 65 Jahren in Bayern 2015 (Quelle: Bayerische Staatsregierung, www.bayern.de März 2018):

  • bei 85%: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall
  • bei 75%: Muskel-Skelett-Erkrankungen, vor allem Arthrose, Arthritis, Osteoporose
  • bei 36%: Verletzungen, etwa durch einen Sturz
  • bei 30%: Diabetes
  • bei 20%: affektive Störung, meist eine Depression
  • bei 11%: Krebs
  • bei 8%: Demenz in mindestens zwei Quartalen

Senioren und Sport: je älter, desto weniger aktiv

Ein- oder mehrmals wöchentlich sportlich aktiv sind 53% der 55- bis 69-Jährigen und 36% der 70- bis 85-Jährigen. Nicht aktiv sind 47% der 55- bis 69-Jährigen und 64% der 70- bis 85-Jährigen. (Quelle: Uni Mainz, im Auftrag des BMI, 2014)

Bewegungsmangel und seine Folgen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Typ 2-Diabetes
  • Rückenbeschwerden und andere Beeinträchtigungen des Skelettsystems
  • Muskelabbau / Sarkopenie: Bis zum 80. Geburtstag haben viele Ältere rund 50% ihrer Muskelmasse verloren = dramatischer Kraftabfall sowie erhöhtes Risiko für Stürze.
  • Knochenschwund / Osteoporose: Ca. 5,2 Mio. Frauen, ca. 1,1 Mio. Männer; ab 50 Jahren betroffen = jede 4. Frau, jeder 17. Mann über 50 Jahren. Jährliche Therapiekosten für Osteoporose in Deutschland: 9.000.000 Euro (2010). Nach einem Oberschenkelhalsbruch werden 20% zum Pflegefall, erleiden über 50% einschneidende Einschränkungen in ihrem zuvor selbstständig bewältigten Alltag und stirbt jeder 3. bis 4. Senior über 85 Jahren innerhalb eines Jahres an den Folgen des Bruchs. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie)
  • Arthrose / Gelenkverschleiß: Etwa 50% der Frauen und rund 30% der Männer ab 60 Jahren sind betroffen. (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie) Bei den 70-Jährigen sind etwa 80% betroffen. (Quelle: www.focus.de, 2015)

Körperliche Aktivität als Medizin – so profitieren Senioren

  • Senioren, die regelmäßig körperlich aktiv sind, steigern ihre Lebensqualität, sind deutlich leistungsfähiger, leiden seltener an chronischen Erkrankungen, sind körperlich weniger eingeschränkt, bleiben geistig fit und haben eine höhere Lebenserwartung.
  • Muskeln sind Stabilisatoren für Gelenke und Wirbelsäule. Wer mehr Muskeln hat, hat auch dichtere, stabilere Knochen. Krafttraining ist unverzichtbar für eine gute Muskelkontrolle bis ins hohe Alter. Selbst bei Hochbetagten ist ein Kraftzuwachs möglich.

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