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KWA Stift Rupertihof
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Rupertihof

KWA Stift Rupertihof: Was Tagesbetreuung so alles bedeutet

Nicht nur Stiftsbewohner, sondern auch andere Bürger aus Rottach-Egern und dem Tegernseer Tal sind hier willkommen. - Interessierte können sich beraten lassen.

Rottach-Egern, im März 2018. - Die „Ruperti-Lounge“ im KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern ist seit zwei Jahren meine berufliche Heimat. Lange wurde über den Namen der neuen Tagesbetreuung kontrovers diskutiert. Doch nicht nur äußerlich kommt der helle, lichtdurchflutete Raum mit viel Naturholz und warmen, freundlichen Farbtönen, verschiedenen Sitzgelegenheiten, einer Terrasse mit Garten – Blick auf die Berge inklusive – sowie einem Küchen-, Sanitär- und Bürobereich dem Begriff „Lounge“ sehr nahe. 

Die Ruperti-Lounge ist für Bewohner sowie Gäste aus dem Tegernseer Tal mittlerweile ein Ort der Begegnung, aber auch des Rückzugs und der Erholung geworden. Hier findet man immer einen Ansprechpartner und Gleichgesinnte, die in ruhiger, aber gleichzeitig aktivierender Atmosphäre einige Zeit oder den ganzen Tag verbringen. Mittlerweile ist die Tagesbetreuung ein fester und wichtiger Bestandteil des Alltags im Leben einiger Bewohner im KWA Stift Rupertihof geworden.

Nicht nur „Leben – so wie ich es will!“, sondern auch „Sein dürfen – wie ich bin!“ ist die Basis meiner Arbeit in der Tagesbetreuung. Als Heilpädagogin sehe ich den Menschen als individuelle, eigenständige Persönlichkeit mit dem Recht auf Leben, Würde, Selbstbestimmung sowie gesellschaftliche Teilnahme und Teilhabe. Mir liegt ein empathischer und wertschätzender Umgang mit den Bewohnern und Gästen sehr am Herzen.

Auf jeden Besucher der Tagesbetreuung wird individuell eingegangen

Das Angebot der Tagesbetreuung ist individuell, interaktiv, wert- und sinnorientiert ausgerichtet, sodass möglichst jeder Teilnehmer erreicht wird und davon profitieren kann, ohne über- oder unterfordert zu sein. Die Grundlage der Arbeit bildet eine vertrauensvolle Beziehung zu den einzelnen Gästen, die diese selbst aktiv bei der Gestaltung der Angebote mitwirken lässt. Gleichzeitig werden sie aber auch ermutigt, sie selbst zu sein und sich selbst anzunehmen. Den Menschen ganzheitlich zu sehen, „sein lassen“ zu können und ressourcenorientiert zu arbeiten bedeutet aber auch, sich für jeden Teilnehmer immer wieder die Frage zu stellen: „Wie sollte die Situation beschaffen sein, damit dieser Bewohner sie meistern kann?“ 

An einigen Tagen in der Woche unterstützt mich hierbei mein Hund Paco. Als Fachkraft für tiergestützte Interventionen setze ich meinen Portugiesischen Wasserhund gezielt zum Beispiel beim Ankommen neuer Gäste ein. Durch seine lebensfrohe und aktive Art hilft Paco das Eis zu brechen und einen positiven Kontakt herzustellen. Auch findet sich durch ihn immer ein Thema für eine Unterhaltung, wie Erinnerungen an eigene Haustiere oder die Kommentierung der Aktionen, mit denen Paco durch seine neugierige und tollpatschige Art mal wieder alle zum Lachen bringt. Während der vormittäglichen Zeitungsschau geht er dann reihum und holt sich die ein oder andere Streicheleinheit ab, bevor Paco bei der Gymnastik oder den Bewegungsangeboten wieder aktiv mitwirken darf. Die meisten Lacher erntet Paco aber, wenn er beim Singkreis freudig mit einstimmt. So gibt es zumindest einen, der schlechter singt als man selbst. 

Autorin: Sandra Bobrik
Erschienen in: Alternovum 1/2018



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