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"Treffen der Generationen" - Schüler treffen Bewohner des Rupertihofs

Dialog der Generationen: Bewohnerinnen und Bewohner des KWA Stifts Rupertihof beantworteten Fragen von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums Tegernsee.

Rottach-Egern, September 2016. - Es waren Senioren aus dem KWA Stift Rupertihof in Rottach-Egern, die auch heuer wieder beim schon traditionellen „Treffen der Generationen“ den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums Tegernsee Rede und Antwort standen. Wie schon in den vergangenen Jahren stand auch diesmal die Frage im Mittelpunkt der Gespräche, wie das Dritte Reich überhaupt entstehen konnte und warum das deutsche Volk letztlich nichts gegen das totalitäre NS-Regime wirkungsvoll unternahm. Diese heiklen Fragen der Jugend konnten nur die Senioren selbst beantworten. Und dies nicht selten auch nur teilweise oder sogar überhaupt nicht. Als letzte noch lebende Zeitzeugen war es nur ihnen möglich, das furchtbare Geschehen im Dritten Reich aus eigenem Erleben darzustellen und so an die nächsten Generationen weiterzugeben. Für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Tegernseer ein großer Teil authentischer Geschichte, die man sonst in keinem Unterricht findet.

Mit am meisten betroffen zeigten sich die Gymnasiasten bei ihren Gesprächen mit den Senioren, was diese von den Massenvertreibungen der Deutschen am Ende des zweiten Weltkriegs zu berichten wussten. Von den Millionen Ostdeutschem, die in panischer Angst vor den herannahenden russischen Truppen in Richtung Westeuropa flohen. Ein Stück trockenes Brot und Wassersuppe täglich waren oft das einzige, was die Flüchtlinge für längere Zeit zum Leben hatten.

Wie gut es den Deutschen heute im Gegensatz zur Zeit des Dritten Reiches geht, machten die Gymnasiasten bei ihren Gesprächen mit den Senioren immer wieder deutlich. Von einer Überflussgesellschaft war die Rede und auch davon, dass viele Menschen trotzdem unzufrieden seien. Gerade auch junge Leute, die oftmals nicht wüssten, was sie aus ihrem Leben machen sollten und die nicht selten überhaupt keine Perspektive hätten.

Mit Aufmerksamkeit verfolgten die Senioren, mit welch großem Interesse ihre Schilderungen von den Gymnasiasten aufgenommen wurden. Allein schon deshalb, so war immer wieder zu hören, freue man sich schon jetzt im Rupertihof auf das nächste „Treffen der Generationen.“

Paul-Georg Rehmet


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