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KWA Luise-Kiesselbach-Haus
Leben - so wie ich es will im KWA Luise-Kiesselbach-Haus

„Ich male – also bin ich“

Bewohner des KWA Luise-Kiesselbach-Haus begeistern mit selbst gemalten Bildern

München, 07.07.2011. Es war eine ganz besondere Vernissage, zu der das KWA Luise-Kiesselbach-Haus ins Riemer Kulturzentrum geladen hatte: Bewohner des Münchner Pflegestifts präsentierten ihre selbst gemalten Bilder – und überraschten die rund 70 Gäste mit großartigen Werken – frech, farbenfroh und professionell gemalt. Die sechs Künstler im Alter zwischen 80 und 93 Jahren (!) waren natürlich auch dabei und freuten sich über die Begeisterung der Besucher. Nach dem Rundgang gab es sogar Kaufanfragen. 

Um zu verstehen, was diese Menschen geleistet haben, muss man den Hintergrund kennen: Im KWA Luise-Kiesselbach-Haus werden 152 teils schwerstpflegebedürftige Bewohner nach dem Hausgemeinschaftskonzept betreut. Im Rahmen der tagesstrukturierenden Angebote findet u. a. auch ein Malzirkel statt, in dem sowohl Menschen mit physischer Behinderung als auch mit kognitiver Einschränkung eingebunden werden. Die unter Anleitung der Künstlerin Roswitha Freitag entstandenen Bilder erzählen dem Betrachter fantasievolle und lebendige Geschichten und vermitteln gleichzeitig die Lebensfreude der Malenden. 

Und so ließ sich der Münchner Pflegekritiker Claus Fussek auch nicht lange bitten, als ihn Stiftsdirektor Michael Pfitzer bat, die Ausstellung zu eröffnen. „Ich freue mich, dass es solche Pflegeeinrichtungen wie das KWA Luise-Kiesselbach-Haus gibt. Denn dieser Malzirkel geht weit über das übliche Angebot hinaus und zeigt zudem, wie auch Demenzkranke ihre Gefühle und Erinnerungen über die Bildersprache zum Ausdruck bringen können“, so Fussek. „Unser Malangebot soll der individuellen Selbstbestimmung dienen“, ergänzte Pfitzer. „Wir stellen immer wieder fest, wie gut es den Bewohnern tut, wenn sie produktiv sind wie in den Malstunden und wie sehr sie ihre besonderen Leistungen motivieren“, sagte er mit Blick auf Roswitha Freitag, die ebenfalls sichtlich stolz auf ihre „Malschüler“ war. Diese Ausstellung sollte die Würde des Alters verdeutlichen – das Ziel wurde eindeutig erreicht. Aus diesem Grund wünschte sich KWA Vorstand Horst Schmieder auch, dass die Bewohner ihre Bilder noch in weiteren Ausstellungen präsentieren.

Für das musikalische Rahmenprogramm sorgte das Duo Carlov Rojas, zwei Musiker aus Paraguay mit Gitarre und Harfe, und für die kulinarischen Genüsse und den tollen Service Hofmann Gastronomie & Catering.

Ein herzliches Dankeschön für die Unterstützung dieses Projektes geht an die Sponsoringpartner: IHK München und Oberbayern, REMA TIP TOP GmbH, Hofmann Gastronomie & Catering, Grillparzer Apotheke Haidhausen, bep Medizintschnik, GlaxoSmithKline und „Karolina Bernstetter-Stiftung“ der Landeshauptstadt München. Die Kontakte wurden bei der Aktion der Münchner Freiwilligen-Agentur „Tatendrang“ – „Marktplatz Gute Geschäfte München“ –hergestellt.

Die Bilder sind noch bis zum 24. Juli 2011 im Kulturzentrum der Messestadt Riem zu sehen, Erika-Cremer-Straße 8 / 3. OG.


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