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KWA Georg-Brauchle-Haus
Leben - so wie ich es will im KWA Georg-Brauchle-Haus

KWA Georg-Brauchle-Haus feiert 45. Geburtstag

Ansprachen der scheidenden Stiftsdirektorin Gisela Rellecke und ihrer Nachfolgerin Verena Dietrich

München, 10. Oktober 2014. Gleich drei gute Gründe zum Feiern gab es im KWA Georg-Brauchle-Haus in der Staudinger Straße: das 45-jährige Bestehen des Wohnstifts, die Verabschiedung von Stiftsdirektorin Gisela Rellecke in den Ruhestand und die Einführung von Verena Dietrich als neue Hausleiterin.

Eine bisher wenig beachtete Tatsache stellte die scheidende Stiftsdirektorin in ihrer Abschiedsrede heraus: In den 45 Jahren KWA Georg-Brauchle-Haus hat es bisher gerade einmal drei Hausleiter gegeben. Das zeigt Kontinuität und ist sicherlich einer der Gründe für den guten Ruf, den das Haus in ganz München und auch im Umland genießt. Genau wie sie selbst haben auch ihre beiden Vorgänger das Georg-Brauchle-Haus erst mit dem Eintritt in den Ruhestand verlassen. Freifrau Aglaé von Herzogenberg hat 16 Jahre lang Pionierarbeit geleistet. „Ihre wegbereitenden Spuren und Errungenschaften wurden in den folgenden 22 Jahren von ihrem Nachfolger Dr. Detlef Schollmeyer weiterverfolgt und weiterentwickelt, versehen mit einem stärkeren kulturellen Ansatz und mit einem stark ausgeprägten Hausgemeinschaftsgefühl.“ – Gisela Relleckes Worte.

Im Oktober 2007 übernahm Rellecke die Leitung des KWA Georg-Brauchle-Hauses, nach acht Jahren Leitung des KWA Kurstifts Bad Dürrheim. Im Münchner Haus standen umfangreiche Umbaumaßnahmen an, sowie ein Neubau mit Tiefgarage. „Den neugestalteten Veranstaltungssaal, den mediterranen Brunnenhof, den Clubraum, das Schwimmbad und die Sauna können Bewohner nun genießen. Sie sind stolz auf ihr Zuhause. Und auch Gäste äußern sich auffallend oft positiv über unsere Einrichtung“, berichtete Rellecke. Für die gute Zusammenarbeit dankte die scheidende Stiftsdirektorin allen Mitarbeitern und Wegbegleitern, ihren Hausleiterkollegen, dem Stiftsbeirat, den Geistlichen, die im Haus Gottesdienste abhalten, allen ehrenamtlich Engagierten sowie dem Freundeskreis und Spendern, durch deren finanzielle Unterstützung beispielsweise die Einrichtung einer Zirbelstube möglich wurde – ein lang gehegter Wunsch von Rellecke.

Mit Kooperationen hat Gisela Rellecke das Haus geöffnet – unter anderem für eine Theatergruppe, das Edith-Stein-Gymnasium, BMW, Linde und einen Zahnarzt

„Unter meine Wirkungszeit fiel zudem die Öffnung des Hauses hinein in das Stadtviertel“, führte die Hausleiterin weiter aus. Seit dem Einbau einer Theaterbühne kommt jedes Jahr für eine Woche eine Theatergruppe ins Haus. Jeden Abend gibt es dann 90 bis 100 Zuschauer, darunter auch viele externe Theaterfans. Zudem konnten wichtige Kooperationen aufgebaut werden. Daraus resultieren unter anderem Projekte mit dem Edith-Stein-Gymnasium sowie mit den beiden Weltkonzernen BMW und Linde – deren Mitarbeiter sich im Georg-Brauchle-Haus ehrenamtlich engagieren. Überdies konnte in Relleckes Wirkungszeit eine Kooperation mit einem Zahnarzt besiegelt werden: Im Georg-Brauchle-Haus wurde eine Praxis eingerichtet.

Gisela Rellecke überreicht einen gebackenen Schlüssel an Verena Dietrich

"Sehr geehrte, liebe Frau Dietrich, nun ist der große Moment für Sie gekommen, mit der symbolischen Schlüsselübergabe, dass Sie die Führung des Hauses nun übernehmen. Es ist schön für mich zu wissen, dass unser Haus weiterhin in guten Händen liegt“, begann Gisela Rellecke ihre Rede zur Übergabe der Hausleitung und fuhr fort: „Sie können mit Sensibilität und Empathie auf Menschen zugehen. Sie können Mut machen, Sie können Lebensfreude schenken. Sie können aber auch überzeugend informieren. Sie können motivieren und auch stabilisieren, harmonisieren auch. – Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft, die ich Ihnen von Herzen wünsche.“

Verena Dietrich hat sich über ein Jahr lang an Gisela Relleckes Seite auf die neue Aufgabe vorbereitet. Dietrich ist seit 2011 bei KWA, hat als erste Mitarbeiterin das KWA eigene Trainingsprogramm durchlaufen. Die gebürtige Österreicherin hat vor fünf Jahren in Graz ein Studium im Bereich des Gesundheits- und Pflegemanagements abgeschlossen. Das Georg-Brauchle-Haus hat sie im Rahmen des Trainingsprogramms kennengelernt. Dietrich gestand: „Mir war sehr schnell klar, dass ich an dieses Haus, seine Bewohner, aber auch an die dort gelebte bayerische Mentalität mein Herz verloren habe.“

Verena Dietrichs Ziel: Hausleitung mit Herzlichkeit, Offenheit und Innovation

Verena Dietrich würdigte Gisela Relleckes Hausleitung und die Begleitung des Umbaus zu einem modernen Wohnstift, ehe sie ihre eigene Aufgabe beschrieb: „Für mich wird es nun geboten sein, den Kurs weiterzuführen, aber auch, unser Wohnstift an die aktuellen Anforderungen der Gesellschaft anzupassen. Klar ist: Der demografische Wandel klopft auch an die Tür des Georg-Brauchle-Hauses und wird von uns eine Anpassung an die unterschiedlichen Bedürfnisse erfordern. Wir werden uns in Zukunft mit vielfältigen Fragestellungen auseinandersetzen müssen: Wie können wir künftige Generationen auf unsere Häuser aufmerksam machen? Welche Bedürfnisse haben denn die sogenannten jungen Alten? Wie können wir in der Zukunft Personal gewinnen und auch langfristig an unser Unternehmen binden? Und vor allem: Was können wir im Haus tun, um Forschung und Entwicklung voranzutreiben?“

Die allerwichtigste Frage für sie sei jedoch, wie Bewohner in Veränderungsprozesse mit eingebunden werden können. Das KWA Motto „Leben so wie ich es will“ müsse immer mehr in den Mittelpunkt des Handelns rücken. Dietrich weiter: „Mein Ziel ist es, unseren Bewohnern ein Zuhause zu bieten, in dem sie Raum für Selbstverwirklichung und Individualität, aber auch Sicherheit haben. – Bei der Führung des Hauses sollen für mich immer Herzlichkeit, Offenheit und auch Innovation im Vordergrund stehen.“

Das Odeon-Orchester unter der Leitung von Sissi Gossner, Julia von Miller und Kabarettist Wolfgang Krebs gestalteten den Festakt beschwingt und unterhaltsam

„Eines der feinsten Salon-Orchester des Landes“ verlieh der Feier im Georg-Brauchle-Haus eine besondere Note und bekam am Ende den hochverdienten Beifall aller Anwesenden: das Odeon-Orchester unter der Leitung von Sissi Gossner – am Schlagzeug Werner Schmidt; an Saxophon, Querflöte und Klarinette Bernhard Ullrich; am Kontrabass Karsten Gnettner; am Klavier Manfred Manhart; und als Gast aus dem Baskenland der Europameister am Akkordeon Enrique Ugarte. Durchs Programm des Festakts führte die Sängerin Julia von Miller. Passend zum Motto des Vormittags „It’s wonderful, it’s marvellous“ sang die Solistin zum  beschwingten Auftakt den Gershwin-Klassiker „‘S Wonderful“. Als weitere Stücke folgten zwischen Reden und Grußworten: „Answer me“ aus der Feder von Gerhard Winkler, „I Found My Yellow Basket“, bekannt geworden mit Ella Fitzgerald, und „Nur nicht aus Liebe weinen“, einst von Zarah Leander gesungen.

Kabarettist Wolfgang Krebs hatte während Gisela Relleckes Zeit als Stiftsdirektorin bereits einige Auftritte im Georg-Brauchle-Haus beziehungsweise in der KWA Hauptverwaltung. So kam er Relleckes Wunsch, ihre Verabschiedung humoristisch zu begleiten, gerne nach. Gleich zu Beginn begrüßte Krebs als „Landesvater Horst Seehofer“ stellvertretend für Gastgeberin Gisela Rellecke, in seriösem Ton, die Gäste der Veranstaltung – zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft – ehe er, als Kabarettist, über die Neubesetzung der bayerischen Staatskanzlei witzelte. Als „Günther Beckstein“ philosophierte Wolfgang Krebs über Internet, I-Pad, I-Pod und anderes mehr. Als Edmund Stoiber empfahl er Bayern und Tirol einen „Alpenpakt“ mit einem Pickerl über den Brenner bis zum Gardasee und eine Mautstation in Aschaffenburg, beschwerte sich darüber, dass er nicht von der NSA abgehört wurde, und erklärte den „Veggie-Day“ zu einer 2000 Jahre alten Erfindung der Union. Eine gehörige Strapaze für die Lachmuskeln des Publikums!


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