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KWA Parkstift Rosenau
Leben - so wie ich es will im KWA Parkstift Rosenau

Mit dem Motorrad übers Land

Viele Mitarbeiter tun es, und auch einige Stiftsbewohner: leidenschaftlich gerne Motorrad fahren. Stiftsdirektor Herbert Schlecht seit 40 Jahren.

Auf dem Foto posiert er noch mit seiner 1100er BMW, inzwischen fährt er eine 1200er RT. Neben ihm
steht Hermann Recknagel mit seinem 600er Honda Chopper. „Ich hab früher über Chopper-Fahrer gelacht und bin dann selbst einer geworden. Weil ich schon in der Fahrschule bei einer mehrstündigen Fahrt gemerkt habe, dass auf einer normalen Maschine meine Hüfte schmerzt“, erklärt er.

Hermann Recknagel ist 79, hat den Motorradführerschein erst mit 58 gemacht, als der Beruf ihm endlich ein wenig Zeit ließ, sich diesen Traum zu erfülen. Er hat den Marketing-Service einer internationalen Werbeagentur geleitet, war Chef eines 35-köpfigen Teams. Der Chopper ist seine erste Maschine und er möchte sie fahren, solange er es verantworten kann. Auf dem Tacho stehen 83.000 Kilometer. Das Saisonkennzeichen verrät, dass Hermann Recknagel nur von März bis Oktober fährt: gerne um den See, immer allein und „mit vorausschauendem Blick und defensiver Fahrweise – das ist überlebensnotwendig für Motorradfahrer“, sagt er. Ins KWA Parkstift Rosenau ist er im Mai 2009 gezogen, zusammen mit seiner Frau. Konstanz, den See und den herrlichen Park empfindet der gebürtige Frankfurter inzwischen als sein Zuhause. Er versucht gesund zu leben, bewegt sich viel, nutzt auch die Fitnessgeräte des Wohnstifts.

Der gut 20 Jahre jüngere Herbert Schlecht liebt Motorradfahrten ins Hinterland, ins Donautal oder zum Zürichsee. Wenigstens einmal im Jahr muss es zumindest eine Woche auf zwei Rädern sein. 2016 war es eine Tour zum Neusiedler See mit seiner Frau als Sozia. Eine Tagestour, die er jedes Jahr macht, geht von Konstanz zunächst am See entlang, dann über den Riedbergpass ins Appenzellerland Richtung St. Gallen und schließlich über Kreuzlingen zurück. „Motorradfahren ist für mich zum einen Entspannung. Aber dann ist da natürlich auch der sportliche Aspekt“, sagt er. „Die Maschine zu beherrschen und die Kurven gut zu nehmen fordert den ganzen Menschen. – Und oft ist es ein spektakuläres Naturerlebnis.“ Am meisten haben ihn bisher die Canyons der Provence beeindruckt – allen voran der Gorges du Verdon. Was ihn noch reizen würde, wäre eine Tour mit einer Harley über amerikanische Highways.

Erschienen in alternovum. Das KWA Journal | 1/2017
Autorin: Sieglinde Hankele


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