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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Parkstift Rosenau
Leben - so wie ich es will im KWA Parkstift Rosenau

Und wenn KWA 50 wird, rockt die Rosenau

Festrede von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend - Gruß der Stadt Konstanz von Bürgermeister Dr. Andreas Osner - Gemälde vom Badehäuschen als Geschenk - Musik von Jürgen Waidele & Band - Norbert Heizmann als "Kellner"

Konstanz, 31. Mai 2016. – Wer an diesem Tag einen ruhigen, gesetzten Festakt erwartet hatte... Pustekuchen! Die Rosenauer sind Leut' vom See. Und die feiern gern und ausgelassen. KWA Mitarbeiterin Marina Gernard oblag das Event-Management des Tages; und sie hatte sich einiges einfallen lassen.

Der große Festsaal platzt aus allen Nähten, Hausbewohner, Angehörige, Gäste, Freunde, Nachbarn, Prominenz aus der Stadt, sie alle sind gekommen. Der Duft des großen Buffets neben der Bühne zieht durch den Saal. Jürgen Waidele und seine Band – eine der bekanntesten im Ländle - haben sich - umgeben von schwarzen Lautsprechern, Kabeln und Scheinwerfern - mit ihren Instrumenten auf der Bühne in Position gebracht. Im Saal wird’s warm, die Sonne übernimmt für die nächsten Stunden die Beleuchtung und die Gäste „beflaggen" mit Sakkos und Seidenschals die Lehnen ihrer Stühle. Im Saal wird’s bunt, die Stimmung steigt.

Weil vor der Kür die Pflicht steht: „Spot on!“ – Herbert Schlecht tritt ans Pult, begrüßt die Festgäste, stellt die Ehrengäste vor und freut sich, noch einen weiteren Geburtstag verkünden zu können. Die Rosenau wird 43! Der Stiftsdirektor bedankt sich bei allen Mitarbeitern für ihren aufopferungsvollen, engagierten Einsatz. Für das angenehme Zusammenspiel und Zusammenleben zwischen Hausbewohnern, Mitarbeitern und Leitung findet er seine Erklärung bei dem griechischen Philosophen Aristoteles: „Weil nur das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist, darf keiner von Ihnen allen in diesem großen Ganzen, unserer Rosenau, fehlen!“

Der Konstanzer Bürgermeister Dr. Andreas Osner gratuliert KWA zum 50. Geburtstag

Dr. Andreas Osner, Bürgermeister von Konstanz, überbringt die guten Wünsche der Stadt und betont, dass die Beziehungen zwischen der Stadt und dem KWA Parkstift Rosenau in den zwei Jahren seiner Amtszeit für ihn zu einer richtigen Herzensangelegenheit geworden sind. Dieter Kluge, Vorsitzender des Stiftsbeirates, belässt es „für Beirat und Bewohner” nicht nur bei lobenden Worten und übergibt „dem Haus" ein großes Ölgemälde aus der Hand eines bekannten Schweizer Künstlers. –  Pfiffig wie er halt so ist, ruft er noch schnell die Worte ins Mikrofon: „Hänget Se s’ Bildle  bloß schnell an ä guets Plätzle, eh’s mi reut, sooo viel Geld ausgäbbe z’habe!"

Dr. Stefan Arend, Mitglied des KWA Vorstandes, hat es sich nicht nehmen lassen, aus München zu kommen. Er ist des Öfteren Gast im Haus und kennt die Menschen am See. Er hat das letzte Wort am Pult; er weiß das und fasst sich kurz, jetzt sind die „Gäscht“ auf Feiern programmiert.

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend sagt: Im KWA Wohnstift fließen Tradition und Innovation zusammen

„Alten Menschen neue Häuser bauen", sei in den 60er Jahren ein bescheidener, noch etwa holpriger „Start-Slogan“ gewesen, heute stehe das Wohnstift der Jahrtausendwende für modernes Wohnen, Sicherheit, diskrete Begleitung und Pflege, Gastronomie und Kultur, sei ein Ort, wo Tradition und Innovation zusammenfließen und ein Modell, das sich zunehmend „dem sozialen Nahbereich, dem Stadtteil, der Nachbarschaft und dem bürgerschaftlichen Engagement“ geöffnet habe. Ein Beispiel dafür sei die Konstanzer Erfolgsgeschichte „Talk in der Rosenau”, ein Meilenstein und Markenzeichen, aufbauend auf einem Konzept aus der Hand von Mitarbeiterin Marina Gernard und „unserer unvergessenen Monique Würtz“.

Nach dem fröhlichen Sturm auf das große Buffet beginnt die Band zu spielen und die Gespräche an den Tischen zu begleiten. In der Eingangshalle können sich Gäste bei einem Künstler aus schwarzem Papier filigrane Scherenschnitte ihrer Gesichtsprofile zaubern lassen. Auch der bekannte Konstanzer Fasenachter Norbert Heizmann ist gekommen. Mit Tablett und Weinglas in der Hand parodiert er einen empörten Kellner, der sich über seine frechen Gäste ärgert und den Saal zum Feixen bringt.

Erst Tanzmusik, dann Rock von Jürgen Waidele & Band - und von Else Ballmann

Gute Bands wie Jürgen Waidele und seine Musiker bestechen nicht nur durch ihr großes musikalisches Repertoire, sie sind auch Psychologen. So gehen die Unterhaltungs- behutsam in Tanzrhythmen über. Walzermelodien folgen Slow- und Discofox, Jive, dazwischen ein bisschen Twist und Blues.

Weil die Tanzfläche der Rosenau nicht leerer wird, werden die Musiker mutiger: Die Musik wird rockiger, die Lautsprecher dröhnen: Ja, die Rosenau rockt! Dann outet sich Elsy Ballmann als „dienstälteste Rockerin“ des Hauses, springt mit ihren 84 Jahren auf die Bühne, setzt sich hinter das Schlagzeug und drischt unter dem tosenden Beifall des ganzen Saales ein Solo auf Becken und Trommeln.

Erst die Mischung macht den Charme! Ein Star tritt auf: die grazile, elegante, charmante Brigitte (französisch: Brischitt) betritt in einem dunklen, körperbetonten Kleid, mal mit kessem knallrotem Federhütchen und einem Hauch von zartem Schleier über dem Gesicht, mal mit einem großen, schneeweißen Hut als Vamp der wilden 20er Jahre die Bühne. Und sie tanzt und singt mit leicht rauchiger Stimme Chansons aus den 20ern und später noch einmal Chansons von Marlene Dietrich und Hildegard Knef; dabei spart die kesse Lola auch nicht mit leicht verruchten Blicken ins Publikum, die die Herren im Saal fast um Haltung und Verstand bringen. 

Die Band dreht wieder auf, die Tanzfläche füllt sich noch einmal, die Lautsprecher wummern ihren Rock in den Saal, die Gäste rocken mit, als sich plötzlich die Saaltür öffnet und lachend eine ältere Dame in ihrem Rollstuhl herein rollt. Zwei Herren stürzen auf sie zu, ergreifen ihre Hände und lassen den Rollstuhl zwischen den Tanzenden wirbeln und sich drehen.

Rock me, rock me, rock me, Baby – rock me, rock me, Rosenau!

Giselher Sommer

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