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KWA Parkstift St. Ulrich
Leben - so wie ich es will im KWA Parkstift St. Ulrich

Sonderkonzert der Schloßkonzerte Bad Krozingen bei KWA

Bürgermeister Volker Kieber hatte dem KWA Parkstift St. Ulrich zum 40-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr im Namen der Kommune einen Kultur-Gutschein über ein Hammerflügelkonzert geschenkt. Dieser wurde nun eingelöst.

Bad Krozingen, 14. November 2018. - Der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Schloßkonzerte, Prof. Dr. Dr. Hermann Frommhold, sowie die Geschäftsführerin der Schloßkonzerte Bad Krozingen GmbH, Susanne Berkemer, moderierten im KWA Parkstift St. Ulrich ein außergewöhnliches Konzert. Außergewöhnlich deshalb, weil die Schloßkonzerte - wie der Name es schon ahnen lässt - im Normalfall im Schloß stattfinden. Doch das Geschenk zum Hausjubiläum sollte möglichst vielen Stiftsbewohnerinnen und -bewohnern zugutekommen, auch denjenigen, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder andere Einschränkungen haben. Deshalb war man sich darin einig, dass ein Konzert im Wohnstift das Zielpublikum besser erreichen würde.

Und so kam nun tatsächlich nicht nur eine Pianistin ins KWA Stift, sondern auch ein historischer Hammerflügel. Als Pianistin konnte Katja Poljakova gewonnen werden.

1987 in Osersk (Russland) geboren, erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren an der Kindermusikschule ihrer Heimatstadt. Nach einem Studium an der Tchaikovsky Musikfachschule in Ekaterinburg kam sie 2005 nach Karlsruhe, wo sie anschließend Klavier und historische Tasteninstrumente studierte. Ihrem großen Interesse für die historisch informierte Aufführungspraxis konnte sie im weiteren Studium im Fach Hammerklavier am Mozarteum in Salzburg besonders gründlich nachgehen. Seither konnte sie verschiedene Preise erspielen, zuletzt beim Fortepiano Plus Wettbewerb in Kremsegg bei Salzburg, wo sie mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Seit 2016 ist Katja Poljakova Mitglied des Markato-Duos und des Duos Yuka, mit dem sie erfolgreich beim Reger-Kammermusikwettbewerb 2017 in Karlsruhe war. Außerdem widmet sie sich viel und gern dem Klavierunterricht, bei dem sie auf eine spielerische und lustvolle Art die Prinzipien der berühmten russischen Klavierschule mit den Kenntnissen aus der historischen Aufführungspraxis verbindet und sie in einer verständlichen und inspirierenden Weise an ihre Schüler weitervermittelt.

Inspirierend für alle Anwesenden waren auch die Darbietungen der Pianistin beim Konzert im Wohnstift. Historische Hammerflügel zeichnen sich - je nach Bauart - vor allem durch ein Nachklingen aus. Und so war es für die allermeisten Ohren ein ungewohnter Klang, somit ein wirklich besonderes Erlebnis. Zur Aufführung kam, zum Beginn und zum Abschluss, als große Klammer: "Air" von Johann Sebastian Bach - eines der bekanntesten und beliebtesten Werke der Barockmusik. Seinen schwebenden Charakter erhält das Stück durch seine Dynamik und eine flächige Melodieführung. Komponiert wurde "Air" als 2. Satz der 3. Ouvertüre (Orchestersuite) in D-Dur. Poljakova präsentierte weitere Werke auf dem historischen Hammerflügel. Doch zwischendurch wechselte die Pianistin - zur Demonstration des klanglichen Unterschieds - auch an den "normalen" Flügel, der im 20. Jahrhundert gebaut wurde. Darauf spielte Poljakova unter anderem Werke von Schubert, Schumann und Chopin.

Professor Frommhold ging im Rahmen der Moderation auf die überaus positive Wirkung von Musik ein - nicht nur in Bezug auf die Stimmung, sondern auch auf die Gesundheit. Ein Genuss war das Konzert allemal. 

Nochmals herzlichen Dank an die Stadt Krozingen und Herrn Bürgermeister Volker Kieber für dieses wunderbare Geschenk!

 

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