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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Parkstift St. Ulrich
Leben - so wie ich es will im KWA Parkstift St. Ulrich

Ganz in Weiß: die Jubiläumsfeier 40 Jahre KWA Parkstift St. Ulrich

Grußworte von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend und Bürgermeister Volker Kieber sowie Ansprachen der Stiftsdirektorin Anja Schilling und des Stiftsbeiratsvorsitzenden Volker Schulze. – Unterhaltung mit den Blue Bananas, der Tänzerin Mirjam, dem Jongleur François und der KWA Band. – Unter den Ehrengästen: der stellv. KWA Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Ekkehart Meroth sowie Linus Grethler und Ernst Steinbrunner.

Bad Krozingen, 29. Juni 2017. – Weiße Lampions und weiße Wimpel an Girlanden im Eingangsbereich des KWA Parkstifts St. Ulrich zeigten, was für die Feier zum Hausgeburtstag eigentlich geplant war: eine Party im Grünen. Dass man am Tag vor dem Fest begann, das Haus für das Fest zu schmücken und vorzubereiten, erwies sich als gute Entscheidung: So war man geschützt vor den angekündigten Windböen und Regentropfen, die auch tatsächlich kamen.

Der guten Laune von Stiftsbewohnern, Mitarbeitern und Gästen tat dies keinen Abbruch: Gemäß dem vorgegebenen Motto erschienen die allermeisten in Weiß und passten so bestens zu den weiß gedeckten Tischen und Blumengestecken – sowie zum Roy-Black-Lied „Ganz in Weiß“, das die KWA Band präsentierte. Doch ehe es so weit war, gab es Festreden, ein festliches Dinner und Unterhaltung von der Band „Blue Bananas“, vom Jongleur Beni Ocker alias „François“ und orientalischen Tanz von Mirjam Jauch-Pleuer in märchenhaften Kostümen. 

Teilhabe der Stiftsbewohner am gesellschaftlichen Leben im Fokus

Stiftsdirektorin Anja Schilling eröffnete den Reigen der Ansprachen. „40 Jahre KWA Parkstift St. Ulrich bedeuten 40 Jahre Erfahrung und gleichzeitig die stetige Notwendigkeit zur Veränderung“, betonte die Hausleiterin und nannte die sich permanent wandelnden gesetzlichen Rahmenbedingungen eine Herausforderung. Es liege in der Verantwortung der Gesellschaft „das Leben und Wohnen für ältere Menschen nicht in Regelwerken zu ersticken“. Als äußerst erfreulich bewertete Anja Schilling das – teils stille – Engagement von Ehrenamtlichen zum Wohl älterer Menschen – seien es Nachbarn, seien es Vereine oder auch Einzelpersonen. Auch Stiftsbewohner engagieren sich für andere: beispielsweise im Stiftsbeirat und in der Bibliothek.

Pflege werde in der Gesellschaft bisweilen kritisch diskutiert, so Schilling. Doch sie sei stolz auf ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weil sie beobachten könne, mit wie viel Engagement und Herz sie ihre Aufgaben ausführen. Ein besonderes Anliegen des Parkstift-Teams sei es, Bewohnerinnen und Bewohnern eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. – Dies stellte das Team de facto unter Beweis: Nicht nur Ehrengäste und Wohnstiftsbewohner, sondern auch Bewohner des Wohnbereichs Pflege konnten am Dinner und an der Feier partizipieren.

Unterstützer der ersten Stunde: Linus Grethler und Ernst Steinbrunner

KWA Vorstand Dr. Stefan Arend verwies auf die 50-jährige Unternehmensgeschichte. Den Münchner Unternehmensgründern zollte er Respekt für ihre visionären Ideen von einem guten Leben im Alter – und auch dafür, dass sie nach Bad Krozingen gegangen sind. Die beiden anwesenden Bad Krozinger Ernst Steinbrunner und Linus Grethler – die sich beim gemeinnützigen Unternehmen KWA ehrenamtlich als Aktionäre einbringen – haben laut Arend maßgeblich daran mitgewirkt, dass das KWA Parkstift St. Ulrich vor 40 Jahren gebaut und in Betrieb genommen werden konnte. Auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung habe zur Akzeptanz und zum Erfolg des Bad Krozinger KWA Wohnstifts beigetragen. Dafür dankte der Vorstand namentlich dem amtierenden Bürgermeister Volker Kieber sowie den Aktionären und allen Unterstützern.

"Alle unsere Wohnstifte entwickeln im Laufe der Zeit eine ganz eigene Atmosphäre, eine eigene, unverwechselbare Kultur und Ausprägung", so Arend. Kein Haus sei wie das andere. Und das sei ganz einfach zu erklären: Ein Wohnstift werde durch die Menschen, die Persönlichkeiten geprägt, die im Wohnstift leben und arbeiten. "Wir als Träger geben die allgemeinen, grundlegenden – bei KWA - gemeinnützigen Ziele vor, also die Unternehmenspolitik, mit allem was damit verbunden ist." Das könne man sich vorstellen wie eine Autobahn. Den Weg beschreiten die Einrichtungen jedoch selbst, auch die Abzweige. Der Stiftsbeirat hat dabei eine ganz wichtige Scharnierfunktion.

Dass ein Wohnstift mehr sein kann als „nur“ eine qualitätsgesicherte Einrichtung mit vielen Dienstleistungen, zeige die aktuelle Kundenbefragung. Stiftsbewohner sehen sich auch in ihrem Teilhabebedürfnis und in für sie wichtigen Lebensthemen unterstützt. „Dieses Zeugnis unserer Bewohner hat uns sehr gefreut“, so Arend. „Wird doch damit deutlich, dass ein Wohnstift ein vielfältiger Lebensraum ist.“ Damit es zu so einer Bewertung komme, stelle man sich immer wieder die Frage: Was braucht es für ein gutes Leben im Alter? - und suche nach adäquaten Lösungen.

Wer die Vergangenheit loslässt hat tausend Möglichkeiten, Neues anzufangen

Der Beiratsvorsitzende des KWA Parkstifts St. Ulrich, Volker Schulze, bescheinigte den Entscheidungsträgern, die vor 40 Jahren den Standort gewählt haben, eine glückliche Hand. Das Stift liegt einerseits mitten in der Stadt und in Bahnhofsnähe, andererseits in ruhiger Lage, nahe am Kurpark. Der Stiftsbeiratsvorsitzende hatte sich auch Gedanken über das Leben im Alter gemacht und zitierte dazu - sinngemäß - Christian Morgenstern: Müssen wir so fortleben, wie wir gestern gelebt haben? Machen wir uns doch von dieser Anschauung los!!!! Es ergeben sich tausend Möglichkeiten, die uns zu neuem Leben einladen. "Diese Möglichkeiten haben wir in diesem Haus uneingeschränkt", so Schulze. "Wir können früheren “Ballast” abwerfen und uns völlig Neuem zuwenden."

Anregendes böten das ganze Jahr über die abwechslungsreichen Monatsprogramme. Sehr beliebt seien auch die gemeinsamen Busausflüge in die nähere und weitere Umgebung, die mit Besichtigungen und den verschiedensten kulturellen Highlights verbunden sind. Für die perfekte Vorbereitung und Durchführung bat er um Applaus für Mitarbeiterin Andrea Daiger und Beiratsmitglied Edeltraud Irschlinger - und den bekamen die beiden. Wenig später applaudierte das Publikum dann auch für den Bewohner Hermann Collischonn, der sich als passionierter Hobbygärtner um die Pflanzen am Vorder- und Hintereingang des Wohnstifts kümmert, sowie für Karl Heinz Janßen, der die Haus-Bibliothek betreut und diese gemeinsam mit Dr. Werner Meinders neu organisiert hat. 

"Ganz wichtig aber ist, wie die Bewohner unseres Hauses die Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleben. Es ist jeden Tag schön, zu sehen, mit wie viel Freundlichkeit, Zugewandtheit und Hilfsbereitschaft uns täglich begegnet wird und mit wie viel Freude und Einsatz Feste vorbereitet werden. Was da geplant, geprobt und dann umgesetzt wird, ist einfach toll." Diese große Wertschätzung wollten Bewohner und Bewohnerinnen auch materiell zum Ausdruck bringen: Volker Schulze hatte gesammelt und konnte ein prall gefülltes Geldsäckchen an die Stiftsdirektorin übergeben, als "Zuschuss" für ein besonderes Mitarbeiterfest. 1.675 Euro! - Er bat darum, dass dieser Betrag von der Hausleitung um die gleiche Summe aufgestockt werde. Anja Schilling versicherte, dass diese großartige Zuwendung dem Budget für ein schönes Mitarbeiterfest on top zugefügt werde.

Bürgermeister Volker Kieber schätzt den kontinuierlichen Austausch

Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber fühlte sich sichtlich wohl als Gastredner im Wohnstift. Immer wieder sei er da, um hochbetagten Bewohnern zu einem runden Geburtstag zu gratulieren. Umgekehrt kommen Stiftsbewohner mit besonderen Anliegen auch mal zu ihm ins Rathaus. Besonders bemerkenswert finde er, dass der Stiftsbeiratsvorsitzende Volker Schulze bei fast jeder Gemeinderatssitzung zugegen sei, um sich und seine Mitbewohner über das Geschehen in der Gemeinde auf dem Laufenden zu halten. So aktive Senioren könne man sich nur wünschen. 

Auch der Stiftsdirektorin und den Stiftsmitarbeitern galt seine Anerkennung. Das große Engagement der Mitarbeiter könne er nicht nur im Wohnstift beobachten, sondern auch außerhalb. Als Beispiel führte er die spontane Entscheidung einer Mitarbeiterin an, einen Einkaufsbummel in ihrer Freizeit abzubrechen, um eine Stiftsbewohnerin ins Krankenhaus zu begleiten. Das sei schon beachtenswert. Außer den Glückwünschen der Kommune zum Stiftsjubiläum brachte der Bürgermeister auch noch Blumen und ein Geschenk für die Bewohner mit: einen Kultur-Gutschein über ein Hammerflügelkonzert im KWA Parkstift St. Ulrich, im Rahmen der Schloßkonzerte. – Der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde der Schloßkonzerte, Prof. Dr. Dr. Hermann Frommhold, sowie die Geschäftsführerin der Schloßkonzerte Bad Krozingen GmbH, Susanne Berkemer, die auch das Kulturamt Bad Krozingen leitet, waren unter den Festgästen. Auch sie sind mit dem Parkstift vertraut.

Musik, Tanz und Show mit den Blue Bananas, Mirjam und François

Der Künstler François moderierte den Abend und beteiligte sich aktiv an der Show zum Stiftsjubiläum: Im ersten Show-Teil jonglierte er mit Porzellantellern – und versetzte das Publikum in eine kurze Schockstarre, als er Teller über die Köpfe warf. Da sich bei der Landung herausstellte, dass es Pappteller waren, erntete er nicht nur für die gelungene Jonglage, sondern auch für den Spaß Gelächter und Beifall. Im zweiten Show-Teil fischte François zielsicher Bürgermeister Kieber aus dem Publikum und belehrte ihn – scherzhaft – über die einzig richtige Art, Kegel zuzuwerfen. So konnte François, der auf einer senkrecht stehenden Leiter wartete, die vom Bürgermeister – wie beschrieben – zugeworfenen Kegel mühelos aufnehmen und mit großer Körperbeherrschung vorführen, wie man Händen und Armen drei Kegel in der Luft hält und gleichzeitig mit Füßen und Beinen eine kipplige Leiter balanciert.

Körperbeherrschung in Verbindung mit anmutigen Bewegungen zeigte Tänzerin Miryam – in drei verschiedenen Bauchtänzerinnen-Kostümen. Gleich das erste erinnerte an das Märchen Tausendundeine Nacht – allerdings betörte die Künstlerin die anwesenden Männer nicht mit spannenden Geschichten wie einst Scheherazade, sondern mit spannendem Tanz und einem duftigen weißen Schleier. Der dritte Auftritt – in einem rot-bunten Gipsy-Kostüm – war deutlich feuriger, aber nicht weniger reizvoll. Eine furiose Aufführung erlebte das Publikum jedoch bei der Bühnenshow mit einem silbrig schimmernden, gefältelten Umhang über einem lilafarbenen indischen Kostüm im Bollywood-Stil: Wie ein riesiger Zaubervogel schwebte Mirjam mit flügelgleichen Armen über die Bühne und kreierte unvergessliche Bilder.

Sämtliche Showprogrammpunkte und auch die Pausen wurden musikalisch von der Partyband „Blue Bananas“ begleitet, professionell und einfühlsam, mit gefälligen Stücken und einer Reihe von Evergreens.

KWA Band präsentiert Stücke zum Motto „Ganz in Weiß“

Ganz besondere Evergreens bot zum Finale des offiziellen Programms als Überraschung die „KWA Band“ mit den Stücken „Ganz in Weiß“, „Weiße Rosen aus Athen“ und „Mit 66 Jahren“. Die KWA Band hat sich voriges Jahr zum Jubiläum 50 Jahre KWA formiert, ist in Bad Nauheim und Aalen aufgetreten, und zwar aus gutem Grund: Der Mann an der E-Gitarre, Andreas Lorz, ist Stiftsdirektor im KWA Parkstift Aeskulap in Bad Nauheim, der Mann am Schlagzeug, Manfred Zwick, Stiftsdirektor im KWA Albstift Aalen. Und die Sängerin, Andrea Wurm, leitet zum einen die Hauswirtschaft im Albstift, zum anderen den Bereich Hauswirtschaft bei KWA. Der Beifall war ihnen gewiss.

„Mit 66 Jahren" wurde regelrecht zum „Feger", nachdem ein Herr vom Tisch der Ehrengäste Stiftsdirektorin Anja Schilling geholt hatte, um mit ihr dazu zu tanzen: und zwar schwungvoll und fetzig. Anja Schilling verriet im Nachhinein: „Als Herr Röbel auf mich zukam und mich aufforderte, war mir klar: Aus der Nummer komm ich nicht raus.“ – Klaus-Peter Röbel hat ab der ersten Stunde 35 Jahre lang als Chefkoch die Küche des KWA Parkstifts St. Ulrich geleitet, bis zu seiner Pensionierung vor fünf Jahren. Wie hätte sie ihm den Wunsch da abschlagen können.

Nach der KWA Band folgten südamerikanische Rhythmen von den Blue Bananas, zu denen auch noch getanzt wurde. Dazu passend gab es in der Bar unter anderem Caipirinha – einen aus Brasilien stammenden Cocktail.

Sieglinde Hankele


Auf www.alternovum.de finden Sie in der Rubrik Online+ ein Bilderalbum zur Jubiläumsfeier.




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