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Preisverleihung im Albstift mit Slam-Poetry

Jeanine Lang, Sophie Schmidt und Jessica Hauff gewinnen den Jugendliteraturwettbwerb 2017 des KWA Albstifts Aalen.

Aalen, Dezember 2017. – „Freiheit“. So lautete das Thema des diesjährigen Jugendliteraturwettbewerbs. Wie schon in den vergangenen Jahren verlieh Wettbewerbsleiter Manfred Zwick, Stiftsdirektor im KWA Albstift Aalen, die Preise im Festsaal des Wohnstifts. Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Preisverleihung durch ein Querflötenensemble der Musikschule Aalen unter der Leitung von Michaela Veil. 

Manfred Zwick begrüßte die Gäste und wies in seiner Einführung auf die Bedeutung der Freiheit in unserer Gesellschaft hin. Freiheit müsse jeder für sich definieren, er müsse sie erfahren und für sich selbst bewerten.

Platz 3 für Science Fiction von Jessica Hauff: "Blind und taub" 

Jurorin Valentina Niemeyer würdigte den Beitrag „Blind und taub“ von Jessica Hauff. Die Jury sprach der Kurzgeschichte den dritten Platz zu. Freiheit - für jeden von uns beginnt diese woanders. Der Text „Blind und taub“ zeigt, wie ein 16-jähriges Mädchen autobiographisch reflektiert, wo sie ansetzen muss, um sich Freiheit und Freiraum zu verschaffen. Um einen klaren Kopf zu bekommen. Um Dinge wieder nüchtern betrachten zu können. Viele Jugendliche in diesem Alter haben diesen Ansatz für sich noch nicht entdeckt, suchen ihn in den „großen Dingen“, obwohl er sich doch, wie Jessica zeigt, in den „kleinen Dingen“ versteckt.

"Das Licht der Scheinwerfer" von Sophie Schmidt belegt den 2. Platz

Auf Platz zwei schaffte es der Beitrag „Das Licht der Scheinwerfer“ von Sophie Schmidt. Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt in der Zukunft. Mit sprachlichem Tempo und dem Handlungsbogen baut die Autorin konsequent Spannung auf. Im Hintergrund aller Geschehnisse steht die Freiheit. Die Juroren hat vor allem beeindruckt, wie die Autorin in dieser Science-Fiction-Geschichte die sich korrespondierenden Begriffe Hoffnung und Freiheit verwoben hat.

Wenn drei Kritiker ein und denselben Text beurteilen, dann kommen am Ende bekanntlich mindestens vier Meinungen heraus: vom totalen Verriss über diverse Zwischenstufen bis hin zum höchsten Lobpreis. In der dreiköpfigen Jury des Jugendliteraturwettbewerbs des KWA Albstifts Aalen war das nicht der Fall. Was den Beitrag mit dem Titel „Ausbrechen“ betrifft, waren sich alle einig: Jeanine Lang hat das Thema inhaltlich und formal am besten umgesetzt – obwohl oder gerade weil sie sich die Freiheit genommen hat, in ihrem eingereichten Text die Grenzen der konventionellen Literaturgattungen hinter sich zu lassen.

Die Erstplatzierte Jeanine Lang begeisterte Jury und Publikum mit "Ausbrechen"

Inhaltlich ist „Ausbrechen“ eine vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Wettbewerbsthema aus der Sicht eines jungen Menschen an der Schwelle des Erwachsenenlebens. Thematisiert wird das ganze Spannungsfeld, in dem Freiheit steht. „Ausbrechen“ ist weder eine Erzählung oder Kurzgeschichte noch ein Gedicht. Seine Verfasserin hat sich die Freiheit genommen, dem Thema angemessen die Grenzen der konventionellen Literaturgattungen hinter sich zu lassen. Man merkt schnell: Das ist kein Text zum stillen Lesen, das ist ein Sprechtext, einer, der rappt, der laut vorgetragen werden muss. Und mit vorgetragen meine ich nicht vorgelesen, sondern deklamiert oder – wie man "neudeutsch" sagt – "performed". Um es kurz zu machen: Es handelt sich um Slam-Poetry, um einen Text, der mit dem Ziel geschrieben wurde, auf der Bühne in Szene gesetzt zu werden. 

Und damit erfreute die diesjährige Gewinnerin des Jugendliteraturwettbewerbs dann auch die Anwesenden. Auf bewegende Art und Weise deklamierte Jeanine Lang ihren Beitrag und beeindruckte Juroren und Gäste.
 

Der Jugendliteraturwettbewerb findet jährlich statt, der erste Platz ist mit 250 Euro dotiert. Das Thema für 2018 wird in der regionalen Presse bekanntgegeben sowie auf der Seite "Jugendliteraturwettbewerb". Dort sind auch alle bisher prämierten Beiträge hinterlegt. 

 



Wettbewerbsleiter Manfred Zwick mit den Preisträgerinnen Jeanine Lang (rechts) und Jessica Hauff. Die Zweitplatzierte, Sophie Schmidt, konnte nicht an der Preisverleihung teilnehmen.

 

 


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