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KWA Stift Urbana im Stadtgarten
Leben - so wie ich es will im KWA Stift Urbana im Stadtgarten

KWA Stift Urbana im Stadtgarten - Kunst im Stift

Schon von außen erkennt man an der Form und Anordnung der Gebäudeteile, am Schwung des Daches und an der Lichtdurchlässigkeit den künstlerischen Anspruch des Architekten des KWA Stifts Urbana im Stadtgarten. Innen birgt das Haus dann auch noch zeitgenössische Kunst.

Im Laufe der Jahre haben viele namhafte Künstler ihre Werke hier ausgestellt. So zum Beispiel Maler der Region wie Reinhard Wieczorek, Werner Jelinek oder Peter Beckhoff, die längst über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus bekannt sind. Auch der Stahlbildhauer Leonard Wübbena hat in der Urbana einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Seine Skulptur vor dem Haupteingang symbolisiert den Kreislauf des Lebens. Und nicht zu vergessen die beeindruckende Ausstellung „Panta Rhei“ von Eduardo Bassoli. Direkt nach Bottrop durfte New York seine Bilder bewundern. Bilder, die durch fluoreszierende Farben bestechen. Nach jeder Ausstellung blieben ein, zwei Exponate des jeweiligen Künstlers im Stift, sodass im Laufe der Jahre eine ansehnliche Sammlung entstanden ist, auf die die Bewohner und Kollegen stolz sind.

Spricht man von „Kunst im Stift“, darf man keinesfalls die Künstler in den eigenen Reihen vergessen. Viele Mitarbeiter und Bewohner malen selbst. So zum Beispiel Friedhelm Werner – seit 2014 Bewohner des KWA Stifts Urbana in Bottrop. Sehr beeindruckend: ein Zyklus von Bildern zu Josef Haydns Oratorium „Die Schöpfung“. Wobei sich Werners Kreativität aus der Musik speist. Tatsächlich nimmt sie in seinem Leben einen großen Raum ein. Die ersten Berührungen mit Musik hatte er bereits
in früher Jugend durch den musizierenden Vater. Der Sohn erlernte zunächst das Spiel auf der Trompete und nahm damit im Posaunenchor an der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten teil. Danach bekam er Unterricht in den Fächern Konzertgitarre und Keyboard. Parallel dazu erhielt er Gesangsunterricht und engagierte sich als Chorsänger bei diversen Konzertaufführungen: im Männergesangverein „MGV Victoria“ und im gemischten Chor des „Vereins zur Pflege der Tonkunst“.

Als eifriger Konzertgänger besuchte Friedhelm Werner nicht nur Aufführungen in zahlreichen deutschen Konzert- und Opernhäusern, sondern in der ganzen Welt: Die Oper in Sidney, das Bolschoi-Theater in Moskau, das Mariinski-Theater in St. Petersburg, das Royal Opera House in London, das Teatro Amazonas in Manaus und die Peking-Oper boten Klassik vom Feinsten. So zeigte sich Friedhelm Werner eine große Bandbreite von Musik. Seit er in der Mobilität eingeschränkt ist, hat er, nach einer autodidaktischen Auseinandersetzung mit Musiktheorie, hier im Haus zu komponieren begonnen. Zahlreiche Stücke finden sich in der internationalen Musikbibliothek „Musicalion“. – Dies, wie gesagt, ist nur ein Beispiel. Auch im Leben vieler anderer Stiftsbewohner hat Kunst eine große Bedeutung.

Kompositionen von Friedhelm Werner sind auf www.alternovum.de Online+ hinterlegt.

Autorin: Martina Lenz | Erschienen in alternovum. Das KWA Journal 01/2016


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