Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
KWA Caroline Oetker Stift
Leben - so wie ich es will im KWA Caroline Oetker Stift

Wie moderne Technik das Leben bereichern kann

Auch Hochbetagte schätzen die Möglichkeiten, die sich mit der digitalen Welt für sie persönlich auftun. Drei Bewohner im KWA Caroline Oetker Stift zeigen, dass sie up to date sind!

Bielefeld, im Sommer 2018. - Ilse Kothy lebt seit 1997 im KWA Caroline Oetker Stift. Vor zwei Jahren hat ihr Sohn ihr einen E-Book-Reader, ein elektronisches Lesegerät, geschenkt. Zunächst war sie skeptisch, aber der Sohn half ihr, sich rasch damit anzufreunden. So hat sie sich einige interessante Bücher heruntergeladen – unter anderem die Biografie von Klaus Cleber.

"Die Schrift groß ziehen zu können, erleichtert das Lesen sehr. Es ist so praktisch und einfach zu bedienen! Ich nutze das Gerät nicht täglich, aber bestimmt drei- bis viermal in der Woche", erzählt die Seniorin. Der Sohn hat einige zusätzliche Apps installiert, die den Reader für seine Mutter noch interessanter machen. Viel Spaß macht ihr das Denkspiel "Wer wird Millionär". "Das macht fast süchtig", sagt sie und ergänzt: "Es ist schön, dass mir das Gerät auch noch mit 95 Jahren Dinge ermöglicht, die ich vorher nicht kannte. Nun bin ich fast up to date mit meinen Enkelkindern!"

Vor gut 40 Jahren bekam Gudrun Leidner zwei Computer geschenkt. "Damals dachte ich, so etwas brauche ich nicht, und verschenkte sie gleich wieder", berichtet sie. Später merkte sie jedoch, wie hilfreich so ein Gerät sein kann und entschied sich für einen Laptop. Ihr Mann erklärte ihr die Handhabung und zeigte ihr alles. Gudrun Leidner ist begeisterte Bridge-Spielerin, spielt seit Jahrzehnten mehrmals in der Woche.

Als sie nicht mehr so gut zu Fuß war, gab ihr eine Bekannte den Tipp, im Internet zu spielen. Heute spielt die 93-jährige Stiftsbewohnerin regelmäßig im Netz. Sie schwärmt: "Am Computer zu spielen ist sehr komfortabel. Ich kann sofort spielen, wenn ich möchte, zu jeder Tageszeit. Da tun sich wunderbare Möglichkeiten auf. Ich spiele als Mitglied auf der Seite des Deutschen Bridge-Verbands. Das werde ich auch weiterhin machen – so lange es geht und wann immer ich will!" 

Für den pensionierten Rektor Gerhard Schenk begann der Umgang mit EDV vor 30 Jahren, als seine Schule mit Computern ausgestattet wurde. Damals startete er mit einem Stundenplanprogramm. "Ich war von Anfang an überzeugt vom Nutzen, da der Einsatz des Computers eine große Zeitersparnis bedeutete", berichtet der inzwischen 82 Jahre alte Bewohner des Caroline Oetker Stifts. Heute nutzt Gerhard Schenk seinen PC täglich: für E-Mails, Online-Banking oder auch seine Steuererklärung. Am wichtigsten ist ihm aber das Lesen von elektronischen Nachrichten aus aller Welt. Zudem nutzt Gerhard Schenk auch täglich sein Smartphone.

"Das Mobiltelefon ist wie ein Computer für unterwegs. Auf das Gerät bekomme ich meine E-Mails weitergeleitet. Und ich bin auch aktiv bei WhatsApp, wo ich regelmäßig mit Verwandten und ehemaligen Schülern Kurznachrichten schreibe", berichtet Gerhard Schenk. Sein Fazit: "Die moderne Technik macht mir viel Spaß. Sicher, ich kann mir ein Leben ohne Computer und Smartphone noch vorstellen – aber ich will nicht mehr darauf verzichten."

Autorin: Christiane Reese
Erschienen in: Alternovum 2/2018

nach oben

© KWA

nach oben