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KWA Stift im Hohenzollernpark
Leben - so wie ich es will im KWA Stift im Hohenzollernpark

Freude schöner Götterfunken: Berlin feiert mit Europahymne

15 Jahre KWA Stift im Hohenzollernpark. - Musik von Rainer Sommer und den Entertainern. - Porträts von Margarete Moos.

Berlin, 17. Mai 2017. – „Eine Überraschung hinter dem Vorhang" präsentierte Stiftsdirektorin Monika Belowski zum 15. Geburtstag des KWA Stifts im Hohenzollernpark in Berlin: den 20-köpfigen Stiftschor unter der Leitung des Musiktherapeuten Christoph Pleyer. Mit der Deutschlandkarte im Hintergrund und schwungvoller Gitarrenbegleitung im Vordergrund sangen musikbegeisterte Bewohnerinnen und Bewohner Lieder aus allen Ländern, in denen sie und ihre Mitbewohner vor dem Einzug ins Stift gewohnt hatten. 

Wie Chormitglied Ursula Meyer-Luyken verriet, kommt etwa die Hälfte der Stiftsbewohner nicht aus Berlin, sondern aus anderen Bundesländern. Und so gab es unter anderem zu hören: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ aus Rheinland-Pfalz, „Ännnchen von Tharau“ aus Pommern, „Fort mit den Grillen“ aus Thüringen, „Wenn alle Brünnlein fließen“ aus Schwaben, „Im schönsten Wiesengrunde“ aus Hessen und Baden-Württemberg, „Auf, du junger Wandersmann“ aus Franken ? und „Freut euch des Lebens“ aus der Schweiz – jeweils die erste Strophe. Außerordentlich großen Applaus gab es für die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“, bei dem viele im Publikum aus tiefster Überzeugung mitsangen und die Chormitglieder mit Europafähnchen wedelten. Und zum Abschluss sang der Chor übers eigene Haus:

Das KWA Stift am Grunewaldrand
ist 15 Jahr, das ist bekannt,
hier wohnt man im Alter gemütlich und fein,
es ziehen auch immer nette Leute ein…

Im Jahr 2002 waren die ersten netten Leute ins neu erbaute Wohnstift eingezogen – 16 davon leben immer noch im KWA Stift im Hohenzollernpark. Sie alle bekamen als Gruß des Hauses von Kundenbetreuerin Nadin Collowino ein Blumengebinde überreicht – und waren sichtlich gerührt. Auch acht Mitarbeiterinnen beziehungsweise Mitarbeiter der ersten Stunde, die nach wie vor im Haus arbeiten, wurden mit einem einem kleinen Präsent geehrt – und einem großen Dankeschön von Stiftsdirektorin Belowski.

Ohne dass der von der KWA Hauptverwaltung aus München zur Feier angereiste KWA Vorstand Dr. Stefan Arend etwas vom Liedprogramm gewusst hatte, hatte auch er sich Gedanken über deutsche Länder gemacht – und verriet in seinem Festvortrag: „Apropos Berlin. Ich bin kein Bayer in Berlin, obwohl ich heute aus München angereist bin und dort seit fast einem Jahrzehnt lebe. Ich bin vielmehr ein Hesse – ein Kurhesse, also ein Beute-Preuße. Wir Kurhessen haben in der Tat auf Seiten Bayerns und Österreichs 1866 gegen Preußen gestanden und sind damit, wie man weiß, gescheitert. – Aber ich hoffe und bin mir sicher, das ist alles verjährt.“ – Gelächter im Publikum, man „verzieh“ dem KWA Vorstand die Untat seiner Vorfahren.

136 Jahre später – mit dem Start ins dritte Jahrtausend – trafen die damals Verantwortlichen von KWA in Unterhaching bei München eine weitreichende, aus der damaligen Perspektive durchaus auch risikobehaftete Entscheidung in Bezug auf das einstige Preußen: Man wagte mit dem Wohnstiftskonzept den Sprung aus dem Freistaat Bayern nach Berlin, in die Hauptstadt, zu den Preußen. „Ich habe nachgelesen, dass die Gremien es sich nicht leichtgemacht haben“, so Arend. „Es wurde diskutiert, ob man sich als Münchner Unternehmen denn nun wirklich und ausgerechnet in Berlin engagieren soll. Ob wohl die Chemie stimmt, ob das wohl klappen mag.“  

Aus der Sicht von Arend hat es geklappt. Mit 15 Jahren sei das Wohnstift im Hohenzollernpark zwar noch sehr jugendlich, im besten Sinne in der Pubertät, habe jedoch bereits – wie alle KWA Stifte – eine ganz eigene Atmosphäre mit einer unverwechselbaren Kultur entwickelt, mit einem erfahrenen Träger an seiner Seite: KWA konnte 2016 sein 50-jähriges Bestehen feiern. Arend betonte, dass das Konzept der Gründerväter von KWA nach wie vor ein gutes ist: „Die Verbindung von individueller Lebensgestaltung, der Sicherung von Autonomie und der Sicherheit durch Sorgestrukturen in Gemeinschaft passt auch zu kommenden Generationen.“

Die Stiftsküche und die Service-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten für das leibliche Wohl der Festgäste – unter anderem nahm der KWA Aufsichtsrat Professor Dr. Roland Schmidt an der Feier teil sowie Dr. Gabriele Schlimper und Dr. Pranka vom Landesverband Berlin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Die Schnellzeichnerin Margarete Moos porträtierte in Windeseile alle, die Lust darauf hatten. Ein heiteres Fest war es von A bis Z: nicht zuletzt dank der musikalischen Gestaltung von Rainer Sommer und den Entertainern. Im dreiteiligen Programm  „Metropolitan Swing“ – das außerordentlich gut ankam – boten die Musiker Fetziges wie „Souvenirs, Souvenirs“ und „Hello Dolly“, Rühriges wie „That’s Amore“ und „Ein Schiff wd kommen“ sowie Ohrwümmer von „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ über „Griechischer Wein“ bis „Eviva Espana“. Die Gute-Laune-Musik inspirierte nicht nur zum Schunkeln, sondern sogar zum Tanzen. 

 

Impressionen von der Feier im KWA Stift im Hohenzollernpark. - Alle Bilder lassen sich mit einem Klick vergrößern.

 

 

 

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