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50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
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KWA Stift im Hohenzollernpark
Leben - so wie ich es will im KWA Stift im Hohenzollernpark

Ein großes Jubiläum: Das Stift im Hohenzollernpark feierte 50 Jahre KWA

Grußwort von KWA Vorstand Dr. Stefan Arend - Vernissage mit Engadin-Fotos von Adelheit Mayer - Auftritt des Hauschors - Unterhaltung mit der Cover-Band ANNRED - Ehrengäste: die KWA Aufsichtsräte Prof. Roland Schmidt und Dr. Ekkehart Meroth, der stv. Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Carsten Engelmann, Joachim Hagelskamp vom Paritätischen u. Architekt Eckhard Feddersen

Berlin, im Mai 2016. – Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, die Einladung zur 50-Jahrfeier des Kuratoriums Wohnen im Alter im Berliner Stift im Hohenzollernpark am 19. Mai hatte nicht zu viel versprochen – es war tatsächlich ein „hochwertiges, abwechslungsreiches und spannendes Programm“.

Etwa 150 Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste wollten sich das nicht entgegen lassen. Stiftsdirektorin Monika Belowski musste um Verständnis bitten, dass nicht alle an den Tischen im Veranstaltungssaal Platz finden konnten. Techniker hatten mit einer Live-Übertragung per Video und Lautsprecher ins daneben gelegene Restaurant vorgesorgt. Das tat der Vorfreude beim Sektempfang ab 14.30 Uhr jedoch keinen Abbruch. 

Vernissage mit Engadin-Fotos 

An Monika Belowskis Begrüßung schloss sich eine Würdigung der Fotografin Adelheit Mayer an, deren Bilder aus ihrer schweizerischen Sehnsuchtslandschaft, dem Engadin, die Wände des großen Saales schmückten. Lange wohnte die Fotografin dort und von Reisen bringt sie immer neue fotografische Schätze und Erinnerungen mit, die sie auch in einem Buch verewigt und aus dem sie ihren Mitbewohnern im Stift schon vorgelesen hat.   

Der hauseigene Chor sorgte für beste Laune

Jetzt war die Zeit des hauseigenen Chores gekommen. Während die vom musikalischen Leiter Christoph Pleyer einstudierten Frühlingslieder noch allen bekannt vorkamen, war das abschließende Lied zum KWA Jubiläum eine Neuschöpfung. Nach der Melodie: „Heididel hahahaha" hat Bewohnerin Ursula Meyer-Luken einen neuen Text geschrieben, in dem es in einer Strophe heißt: „Erst vor 14 Jahren eröffnete man hier, in unserer Hauptstadt, ein neues Quartier. Wir finden, es ist ganz besonders gelungen, drum wird’s von uns heute auch kräftig besungen." Und ihr vorher abgegebenes Versprechen „Wir bemühen uns verständlich zu singen" wurde zum Vergnügen des Publikums eingehalten.

Vorstandsmitglied Dr. Stefan Arend blickte 50 Jahre zurück 

Den inhaltlichen Schwerpunkt des Nachmittags setzte dann mit seiner Rede KWA Vorstand Dr. Stefan Arend. Er begrüßte die Ehrengäste, unter ihnen die KWA Aufsichtsräte Prof. Roland Schmidt und Dr. Ekkehart Meroth, den stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Carsten Engelmann, Joachim Hagelskamp vom Paritätischen und nicht zuletzt den Architekten des Berliner Hauses, Eckhard Feddersen. Dessen bauliche Umsetzung des KWA Mottos „Alten Menschen neue Häuser bauen" lobte Arend besonders. In Berlin sei vor 14 Jahren ein topmodernes Haus entstanden, das allen Bewohnerinnen und Bewohnern Sicherheit und Individualität biete. Dabei fügte der Vorstand schmunzelnd hinzu, es sei damals „ein großer Schritt für ein Münchener Unternehmen" gewesen, nach Berlin zu gehen. 

Welchen Weg KWA in den 50 Jahren seit seiner Gründung zurückgelegt hat, wurde in Arends Erinnerung deutlich, die heute kaum noch jemand nachempfinden kann: Es sei damals geradezu „sensationell und revolutionär" gewesen, jedem Bewohner eine abgeschlossene Wohnung mit eigenem Telefonanschluss zu bieten. Arend schloss seine Bemerkungen mit einem – wie er es nannte – Mut machenden Zitat des Altersforschers Thomas Klie. Dieser bezeichnete es in seinem Buch „Wen kümmern die Alten?" als menschenfreundliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts, „der historisch noch jungen Lebensphase Altern eine eigenständige Gestalt zu geben". Es sei ein Geschenk, „unser Alter leben zu können“.  

Stiftsdirektorin Belowski lässt alle ehrenamtlichen Helfer Revue passieren

Monika Belowski begrüßte in ihrer Ansprache weitere Ehrengäste, etwa Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, der Bezirks-Seniorenvertretung und der örtlichen Geschäftswelt. Dann unterzog sie sich der aufopferungsvollen Aufgabe, sämtlichen Bewohnerinnen und Bewohnern namentlich ein kleines Denkmal zu setzen, die durch ehrenamtliche Aktivitäten das Leben im KWA Stift im Hohenzollernpark bereichern. Das ging vom Vorleseabend und der Besucherführung über Gartengestaltung, dem Kegeln und dem Chor bis zum Philosophiekreis, dem Klavierspiel und der Flüchtlingshilfe. 

Auf ihre ersten 20 Monate an der Spitze des Berliner Stifts zurückblickend sagte Belowski, sie sei dankbar für das Vertrauen und das Engagement der Bewohner. Immer wieder kämen einzelne offen und auch kritisch auf sie zu. Auch der gute Umgang der Bewohner untereinander gefalle ihr: Man helfe sich gegenseitig, genieße das gesellige Zusammensein, nehme aber auch in schwierigen Situationen Anteil. Belowski lobte die tägliche angenehme Zusammenarbeit mit dem von Frau Görke geleiteten Stiftsbeirat. Eine kleine freundliche Ermahnung an den einen oder anderen Menschen im Stift war aber auch fällig: Entgegen der Tradition des Hauses beanspruche immer noch mancher im Restaurant einen festen Sitzplatz. Lächelnd mahnte die Direktorin: „Hier sollten wir noch etwas toleranter werden."

Lob des Gesprächs und der gegenseitigen Hilfe unter den Bewohnern

Jetzt übernahm für eine Stunde die Band ANNRED das Kommando: drei rotgekleidete Musiker (Piano, Violine und Gesang) nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise vom Barock bis in die Gegenwart. Das Publikum ließ sich die Aufforderung zu schunkeln und mitzusingen nicht zweimal sagen. Die Refrains der Lieder von Trude Herr, Nina Hagen, Udo Jürgens und Andrea Bourani hatte fast jeder parat.  

Hatten vor dem musikalischen Programm die freundlichen Restaurantkräfte des Stiftes Kaffee und Kuchen serviert, schloss sich nun ein Abendimbiss an. Die Stiftsdirektorin hatte sich gegen ein Buffet entschieden, um Schlangestehen zu vermeiden. So wurden an jedem Tisch eine Auswahl von Kanapees, Schälchen mit diversen Salaten und Becher mit unterschiedlichen Nachspeisen, neudeutsch Fingerfood, aufgetragen, dazu Wasser und Wein bis jeder Durst gestillt war.  

Manche Feiernde hatten Kondition bis 20 Uhr 

Es ging schon fast auf 20 Uhr zu, als die vielen intensiven Gespräche zwischen Bewohnern und Gästen ein Ende fanden und sich die letzten Tische leerten. Alle zeigten sich zufrieden: Den Rednern war die Balance zwischen Gastgeberpflicht und Unterhaltung gelungen. Der Chor hatte mit seinem Ständchen bewiesen, auf welch hohem Niveau sich Bewohnerinnen und Bewohner im Stift im Hohenzollernpark kulturell betätigen. Die Showband brachte den Saal fast zum Kochen. Und die hauseigene Küche hatte mit ihren Highlights der Feier einen meisterlichen kulinarischen Rahmen gegeben. 

Reinhard von Struve


Beachten Sie auch das Bilderalbum zur 50-Jahre-KWA-Feier im KWA Stift im Hohenzollernpark

 


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