Zur Haupt-Navigation springen | Zum Inhalt springen

50 Jahre KWA Kuratorium Wohnen im Alter
Menue
KWA Stift im Hohenzollernpark
Leben - so wie ich es will im KWA Stift im Hohenzollernpark

Dialog im Stift mit Gaby Wahnschaffe: „Frauen spielen schöneren Fußball!"

Die drei Fußballerinnen Sibylle Brüdgam, Kathrin Nicklas und Gaby Wahnschaffe diskutierten im KWA Stift im Hohenzollernpark mit Moderator Siegfried Knauer-Runge über die Männersportdomäne.

Berlin, 22. September 2015. – „Frauen spielen ästhetisch schöneren Fußball als Männer!“ Darüber waren sich die drei Fußballerinnen einig, die im großen Saal des KWA Stifts im Hohenzollernpark beim „Dialog im Stift“ über das Thema „Fußball – nicht mehr nur Männersache!“ sprachen. „Da wird viel weniger gespuckt“ präzisierte Gaby Wahnschaffe, Trainerin der Frauen(mann)schaften von Tennis Borussia Berlin, „und das ganze Gockelgehabe gibt es auch nicht!“ 

Trainerin Wahnschaffe, Ü35-Spielerin Sibylle Brüdgam und Kathrin Nicklas, Vertreterin des Berliner Fußballverband e.V., brachen eine Lanze für den Frauenfußball. „Ob Mädchen oder Junge, wer immer Lust und Spaß an dem Spiel hat, sollte Gelegenheit erhalten zu spielen.“ Nach ihren Erfahrungen können Mädchen genauso gut Fußball spielen wie Jungs. Alle drei hatten auch schon als Mädchen auf den "Bolzplätzen" mit Jungen zusammen gespielt und waren von ihren Mitspielern akzeptiert worden. „Damals hat sogar Jérôme Boateng – heute Fußballnationalspieler – bei Tennis Borussia trainiert, und die Mädels haben nebenan gekickt“, berichtete Gaby Wahnschaffe.

„Niemand vergleicht in der Leichtathletik Ergebnisse im 100-Meter-Lauf oder beim Hochsprung zwischen Frauen und Männern“, betonte Kathrin Nicklas, „das sollte man dann im Fußball auch nicht machen." 

„Die Männer sind vielleicht schneller und auch härter im Austeilen bei Fouls", sagte Sibylle Brüdgam, die im Mai 1990 beim einzigen Länderspiel der damaligen DDR-Nationalmannschaft gegen die Frauen aus der Tschechoslowakei angetreten war. „Und der Mannschaftsgeist ist auch viel stärker ausgeprägt.“ Zwar könne der Frauenfußball im Image und auch in der Beachtung gegen die Männerdomäne nicht konkurrieren. Allerdings gebe es Männerfußball schon seit 100 Jahren und weibliche Ligen erst seit etwa 45 Jahren, erklärte TB-Trainerin Wahnschaffe. „Da ist noch einiges aufzuholen!“

Fußball sei inzwischen bis hinunter in die Kreisligen ein Geschäft mit Mäzenen, Sponsoren und Werbungstreibenden. „Und für eine gute Fußballspielerin wird niemals so viel Geld bezahlt, wie für einen schlechten Fußballprofi“, erklärte Kathrin Nicklas. Selbst eine Nationalspielerin könne auch in absehbarer Zeit nicht vom Fußballspielen als Profi leben. Dennoch gewinne der Frauenfußball immer mehr Freunde und Anhänger. Wichtig sei auch die Vereinsarbeit, in der alle drei Dialog-Gäste stark engagiert sind. „Wir gehen aber auch an Schulen, trainieren Mädchenmannschaften und halten Ausschau nach Talenten für den Vereinssport“, sagte Gaby Wahnschaffe. - Was sicherlich für die Zukunft des Frauenfußballs von enormer Bedeutung ist.


« zurück
nach oben

© KWA

nach oben