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Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen…

KWA Reise „Frühling in Holland und Belgien“ zum Nacherleben. - Eine Fluss-Kreuzfahrt auf der MS Belvedere.

Unterhaching, im Juni 2017. - Am 2. Juni ging es los. Bei strahlendem Sonnenschein reisten 32 Seniorinnen und Senioren - KWA Stiftsbewohner und KWA Vorvertragspartner - aus allen Teilen Deutschlands nach Köln und traten die 8-tägige Fluss-Kreuzfahrt auf der MS Belvedere an.

Das erste Ziel der Reise war Amsterdam. Bei einer Busrundfahrt erkundeten die Teilnehmer die lebhafte Stadt mit ihren abwechslungsreichen Stadtteilen. In Amsterdam leben derzeit Menschen aus über 110 verschiedenen Nationen. Geprägt vom „Goldenen Zeitalter" zeigt sich Amsterdam als kultureller und wissenschaftlicher Mittelpunkt Hollands. Die facettenreiche Stadt besitzt aber auch einige große Museen, die Weltruhm genießen. Von Amsterdams Glanzzeit zeugen fast 7000 Kaufmanns- und Lagerhäuser. Bestems gestimmt unternahm die Gruppe eine Grachtenfahrt. Der berühmte Amsterdamer Grachtengürtel wurde 2010 als UNESCO-Welterbe aufgenommen. Vom Wasser aus zeigte sich die holländische Metropole aus einer ganz anderen Perspektive, ebenfalls sehr reizvoll.

Nachmittags führte die Fahrt ins Dorf Zaanse Schans und nach Edam. Im Windmühlenmuseum gab es viel zu entdecken. Zudem bestaunte die Gruppe die Herstellung von Holzschuhen, besichtigte die wunderschönen alten Windmühlen und probierte selbstgemachte Schokolade. In Edam besichtigten die Teilnehmer eine Käserei und schlenderte anschließend durch das malerische Städtchen. Im ganze Ort spürte man die lockere holländische Gelassenheit und genoss die wunderbare Atmosphäre.

Nächstes Ziel der Reise war Hoorn. Bereits am frühen Morgen legte das Schiff im Hafen an, wo die Gäste von einem wahren Licht- und Farbenspiel begrüßt wurden. Da ließ sich erahnen, wovon die großen Maler und Meister seiner Zeit inspiriert wurden. Nach dem Frühstück erkundeten die Teilnehmer das kleine Städtchen am Ijsselmeer, sahen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt an und gingen auf eine kleine kulinarische Entdeckungsreise; dabei probierte man vor allem regionale Leckereien wie Käse und Aal. Unter dem Aspekt „andere Länder – andere Sitten" erfuhr die Reisegruppe auch, dass in Holland in den vergangenen Jahren viele Kirchen einem Mehrzweck zugeführt wurden: In vielen, die kaum oder gar nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden, finden Konzerte und Kongresse statt. Sogar Geschäfts- und Wohnflächen finden sich in ehemaligen Kirchen.

Nach einer sonnigen Fahrt übers Ijsselmeer legte das Schiff am Abend in Rotterdam an. Nach dem Krieg wurde die zerstörte Stadt als moderne Stadt wiederaufgebaut. Sie gilt heute als Architekturstadt Hollands. Während einer ausgiebigen Rundfahrt entdeckten die Teilnehmer Würfelhäuser, spektakuläre Brücken und interessante Stadtgebäude. Bei der anschließenden Hafenrundfahrt lernten die Ausflügler dann auch noch den größten Hafen Europas kennen. Doch damit nicht genug: Nachmittags erkundeten die Bewohner und Clubmitglieder während einer Panorama-Busfahrt Den Haag - die Stadt mit dem Sitz der Regierung der Niederlande. Wer mochte, konnte auch den berühmten Friedenspalast besuchen, vor dem die ewige Flamme des Friedens brennt.

Anschließend ging die Fahrt weiter nach Delft. Diese Stadt ist vor allem durch ihren berühmtesten "Sohn" - den Barockmaler Johannes Vermeer - weltweit bekannt, zudem durch Delfter Ware. Der Stadtbummel ging entlang von Grachten, Kirchen und Herrenhäusern. - Bis dahin hat es das Wetter einigermaßen gut gemeint mit der Reisegruppe. Doch nach Delft hatten wir auf dem Schiff dann leider Sturmwarnung und die Route musste geändert werden. So nahm der Kapitän direkt Kurs auf Antwerpen. Doch auch diese Kursänderung schmälerte nicht das grandiose Erlebnis.

Eine Schiffsreise ist insgesamt betrachtet eine sehr entspannte Art des Reisens: Während der Fahrt waren oftmals traumhafte Landschaften zu bewundern. Dabei nahmen alle nicht nur viele Eindrücke mit, sondern konnten sich an Bord auch noch verwöhnen lassen. Das Schiff, die MS Belvedere, ließ keine Wünsche offen. Eine ausgezeichnete Küche, guter Service und eine hervorragende Ausstattung.

Von Antwerpen aus ging die Fahrt nach Gent. Belgiens viertgrößte und wohl schönste Stadt beheimatet eine Viertelmillion Einwohner. Im Stadtkern ist eine Fußgängerzone ausgewiesen, und so spaziert man - fast wie durch ein Museum - inmitten früher flämischer Architektur, die von der Macht der Stadt im Mittelalter zeugt. Die beeindruckenden gotischen Denkmäler, wie die St.-Bavo-Kathedrale und die Grafenburg, erwecken Ehrfurcht. Das "Museum voor Schone Kunsten" stellt Arbeiten flämischer Meister aus.

In Antwerpen lag das Schiff noch eine weitere Nacht und am folgendem Tag, einem Mittwoch, besuchte die Gruppe nun auch die Stadt selbst. Bis ins 16. Jahrhundert war Antwerpen eine sehr reiche und wichtige Handelsstadt. Sie besitzt einen der größten Häfen der Welt. Heute ist die zweitgrößte Stadt des Landes als Welthauptstadt des Diamantenhandels bekannt - und natürlich immer noch als Geburtsstadt von Peter Paul Rubens. Die Gruppe nahm an einer sehr lebendigen Stadtführung teil und besichtigte zahlreiche Herrenhäuser, verwinkelte Gassen sowie wunderschön erhaltene beziehungsweise restaurierte Fassaden der alten Zunfthäuser. Höhepunkt dieser Tour war sicherlich der Besuch der Liebfrauenkathedrale, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier konnten die Teilnehmer vier wertvolle Gemälde des bekannten Barockmalers Peter Paul Rubens besichtigen.

Am Nachmittag legte das Schiff wieder ab und es ging zum letzten Ziel der Reise – nach Arnheim. Am Donnerstag, dem 8. Juni, erkundeten wir die Innenstadt und unser erstes Ziel war die berühmte „Brücke von Arnheim“, welche seit dem zweiten Weltkrieg eine Gedenkstätte ist. Während der Stadtführung konnten die Teilnehmer eine Vielzahl monumentaler Bauwerke und Skulpturen bewundern. Arnheim ist eine Stadt, in der Kunst und Kultur buchstäblich auf der Straße liegen. Unter den Einkaufsstraßen der Stadt liegen vierzig jahrhundertealte Keller mit Tonnengewölben und Kerzen-Nischen. Arnheim ist aber auch eine von Hollands größten Mode- und Einkaufsmetropolen. Regelmäßig findet dort die „Mode Biennale“ statt, welche die enge Verbindung mit der Modewelt zeigt.

Am Nachmittag hieß es dann wieder „Leinen los“: Die Heimreise stand an. Alle Teilnehmer schwärmten von der abwechslungsreichen Fahrt, den vielen Eindrücken und Erlebnissen. Am nächsten Morgen legte das Schiff dann auch schon in Köln an. Zu den verschiedenen KWA Standorten reisten die Teilnehmer mit dem Zug weiter. Doch auch das war bestens vorbereitet, sodass alle wohlbehalten ankamen. 

Christiane Reese 

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 Delft

 

 

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